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Hersteller senken Motor-Preise

Kein neues Motoren-Format für 2018

Renault V6 F1 Motor 2014 Foto: Renault F3 11 Bilder

Die Hersteller haben offenbar keine Lust, neue Motoren für 2018 zu bauen. Sie bieten die aktuellen Antriebseinheiten lieber zu einem subventionierten Preis an. Bernie Ecclestone und Jean Todt hatten von den Herstellern bis Mitte Januar Vorschläge für ein neues Motorenformat gefordert.

12.01.2016 Michael Schmidt

Am 15. Januar wollen sich die Vertreter der F1-Motorenbauer Mercedes, Ferrari, Renault und Honda zusammensetzen, um über den Vorschlag abzustimmen, den sie der Strategiegruppe am 18. Januar und der Formel 1-Kommission einen Tag später unterbreiten wollen. Der Auftrag von Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt lautete: Wir wollen billigere, einfachere, lautere und stärkere Motoren. Spätestens ab 2018. Ecclestone drängt sogar darauf, das neue Motorenformat schon auf 2017 vorzuziehen.

Doch möglicherweise gibt es gar keine neuen Motoren. Die 4 Hersteller glauben, dass es besser und billiger ist, die aktuellen Triebwerke zu subventionieren und zu einem Preis von 12 Millionen Euro an die Kunden abzugeben, als etwas völlig Neues zu bauen. Sie hoffen, mit diesem Vorschlag Jean Todt ins Boot zu ziehen. Ihm ging es hauptsächlich darum, dass die Kosten für die Kunden sinken, und jedes Team einen Motor bekommt.

Mehr Standard-Teile in neuen F1-Motoren

Auch Todt ist es wichtig, dass die Hybrid-Idee bleibt. Bis zu ihrem Meeting wollen sich die 4 Hersteller zudem auf Gleichteile verständigen. Gewisse Komponenten im Motor sollen standardisiert werden. Möglichkeiten gibt es viele: Batterie, MGU-K, MGU-H, vielleicht sogar der Turbolader. Das senkt die Produktions- und Entwicklungskosten. Und es gleicht die Motoren etwas in ihrer Leistung an.

Die anderen Forderungen sehen die Hersteller als erfüllt an: Stärker werden die Motoren automatisch. Und lauter auch. Erste Maßnahmen sind durch die Versetzung des Wastegate-Ventils bereits für 2016 eingeleitet.

Bernie Ecclestone wird sich damit nicht zufrieden geben. Er will einen Motor, den theoretisch auch ein unabhängiger Hersteller wie Cosworth oder Ilmor bauen kann. Nur so kommt er aus den Klauen der großen Autobauer. Und er will eine einfachere Technik, die der Fahrer auch ohne Nachhilfestunden von der Boxenmauer bedienen kann.

Ecclestone lehnt Alfa Romeo-Kundenmodell ab

Selbst wenn sich die Hersteller dazu durchringen könnten, an ihre Kunden die gleiche Spezifikation abzugeben, ist das Versorgungsproblem nicht gelöst. Sergio Marchionnes Vorschlag, einen separaten Alfa Romeo-Kundenmotor anzubieten, zeigt, wie man ein Team wie Red Bull locker austricksen kann.

Der Motor wäre bei diesem Modell für alle in der gleichen Spezifikation verfügbar. Aber Ferrari könnte sicherstellen, dass die Kundenversion immer eine Stufe hinter dem Werksmotor zurückhinkt. Die stärkeren Ferrari-Motoren werden dann weiterhin nur an Teams abgegeben werden, die dem Werksteam nicht gefährlich werden können.

Ecclestone hat Marchionne bereits signalisiert, dass er seinen Alfa Romeo-Kundenmotor beerdigen kann. Auch deshalb, weil der Ferrari-Chef wollte, dass die Rechteinhaber die Entwicklung dieser Antriebsquelle selbst finanzieren.

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