Viel ist in den letzten Wochen über die Unterschiede der Formel 1-Motoren diskutiert worden. Auf der Motorenstrecke von Monza standen plötzlich sechs Autos mit Mercedes-V8 auf den ersten sieben Plätzen der Startaufstellung, was bei einigen Konkurrenten zu Stirnrunzeln führte.
Leistungsvergleich und Leistungsausgleich
Zwar werden dem Triebwerk aus der Mercedes High Performance Fabrik von Brixworth momentan leichte Vorteile in den Punkten Leistung und Verbrauch nachgesagt, eine Mehrleistung von 30 PS bis 40 PS, wie von einigen behauptet, verbannte Mercedes-Sportchef Norbert Haug allerdings stets ins Bereich der Märchen.
Trotzdem würde die Konkurrenz gerne wissen, wie viel Power wirklich in den Aggregaten mit dem Stern auf der Abdeckung steckt. "Nach Andeutungen, dass es einen Unterschied zwischen den Formel 1-Motoren gibt, hat der Motorsport Weltrat entschieden, dass die Teams, wenn sie es wünschen, die Erlaubnis bekommen, den Leistungsunterschied auszugleichen", erklärte die FIA am Montag.
Stärkere Motoren drosseln
Allerdings sollen die schwächeren Motoren nicht wie vor dieser Saison aufgerüstet werden. Upgrades seien nicht erlaubt, heißt es vom Weltverband. Stattdessen sollen die stärkeren Motoren ihre Leistung reduzieren.
Die Sache hat allerdings einen Haken: Selbst wenn die Teams wie von der FIA vorgeschlagen die Telemetriedaten offen auf den Tisch legen, ist zu bezweifeln, dass Motorenhersteller ihre Motoren freiwillig drosseln und ihren Vorsprung damit aufgeben.



