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F1-Motoren für 2014: Toro Rosso wechselt zu Renault

Luiz Razia - Toro Rosso - Young Driver Test - Abu Dhabi - 8. November 2012

Die neue Motorenformel rückt immer näher. 2014 stehen die Formel 1 Sechszylinder-Turbomotoren ins Haus. Und auch einige Wechsel der Motorenpartner. Toro Rosso wird von Ferrari zu Renault wechseln. Es kursieren Gerüchte, dass Force India 2014 von Mercedes-Motoren auf Ferrari-Triebwerke umsattelt.

Die neue Motorenformel soll die Formel 1 revolutionieren. Technisch tut sie das. Die gewohnte V8-Kost ist dann passé. Wir werden uns dann an 1,6 Liter V6-Turbos mit Direkteinspritzung, integriertem Hybridantrieb und deutlich reduziertem Spritverbrauch gewöhnen müssen. Er wird um ein Drittel sinken. Die Autos dürfen dann nur noch 100 Kilogramm Kraftstoff (135 Liter) für ein Rennen mit an Bord nehmen.

Motorenservice für die kleinen Teams unbezahlbar?

Weil Mercedes, Ferrari und Renault jeweils bereits über 90 Millionen Euro in die Entwicklung der neuen Motoren investiert haben, werden auch die Preise für die Kundenteams ansteigen. Im Augenblick zahlen alle acht Millionen Euro pro Jahr für den Motorenservice. Die Preise für KERS schwanken je nach Lieferant zwischen einer Millionen (Ferrari) und sechs Millionen Euro (Mercedes).

2014 werden für das Gesamtpaket Preise von bis zu 21 Millionen Euro pro Team gehandelt. Möglicherweise kommt es auch hier von Hersteller zu Hersteller zu Unterschieden. Einige Teams werden sich diese Summe gar nicht leisten können. Da stellt sich bereits die Frage: Wo landen die Cosworth-Teams HRT und Marussia, wenn sie 2014 überhaupt noch mit dabei sind?

Toro Rosso wegen Red Bull zu Renault

Wo Toro Rosso landet, ist bereits beschlossene Sache. Das Juniorteam von Red Bull wird von Ferrari auf Renault umsteigen. Das hat mehr praktische als finanzielle Gründe. Mit Renault als Motorenpartner hat Toro Rosso dann das gleiche Triebwerk im Heck wie der große Bruder. Das erlaubt mehr Gleichteile, was aus Sicht von Red Bull Sinn macht.

Wenn im Heck der Toro Rosso ein Renault V6-Turbo seinen Dienst tut, kann Red Bull das Getriebe, KERS und die Hydraulik an den Rennstall in Faenza liefern. Es bietet sich dann auch eine ähnliche Architektur der Hinterachse an. Im Moment baut Toro Rosso seine Getriebe selbst und kauft KERS bei Ferrari ein.

Schwenkt Force India zu Ferrari?

Um Force India gibt es im Moment nur Gerüchte. Es wird gemunkelt, dass der Rennstall 2014 von Mercedes- auf Ferrari-Power umsteigt. Die Dementis fallen nicht energisch genug aus, als dass man sie glauben möchte. Über die Hintergründe kann nur spekuliert werden. Möglicherweise gibt es das Motorpaket inklusive KERS und Getriebe bei Ferrari billiger als bei Mercedes und McLaren. Vielleicht will Ferrari ein Cockpit bei Force India auch dafür nutzen, junge Fahrer heranzuzüchten. So wie es Red Bull mit Toro Rosso macht.

In Abu Dhabi machte die Geschichte die Runde, dass der gemeinsame Testpilot Jules Bianchi übernächstes Jahr auf diesem Weg möglicherweise einen Stammplatz bekommen könnte. Im Augenblick steht er bei Force India zwar auf der langen Liste der Fahrer, die sich um den Sitz neben Paul di Resta für 2013 bewerben, doch dort eher am Ende der Schlange.

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Michael Schmidt

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