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F1-Motorhomes

Force India verzichtet auf indischen Tempel

F1 Motorhome Foto: Tobias Grüner 15 Bilder

Zwischen dem Rennen in Valencia und dem ersten Pressetag in Spa lagen nur vier Tage. Für die Aufbauteams der Motorhomes begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Bei Force India verzichtete man freiwillig auf den indischen Tempel.

27.08.2009 Tobias Grüner

Am Donnerstag (27.8.) herrschte noch rege Betriebsamkeit im engen Fahrerlager von Spa. Bei Sonnenschein und ungewöhnlich warmen Temperaturen von über 20°C wurde überall noch geschraubt, geputzt und eingeräumt. Wo die Formel 1 sich normalerweise perfekt auf den Ansturm der Gäste, Fotografen und Journalisten vorbereitet, herrschte teilweise noch eine Baustelle.

Bei McLaren-Mercedes konnte man das Motorhome noch gar nicht betreten. Der Eingang zum verspiegelten Glaspalast war durch ein Absperrband blockiert. Normalerweise beginnt der Aufbautrupp schon am Samstag in der Vorwoche mit den Arbeiten. In Spa kamen die Trucks mit dem Material erst am Dienstag an.

BMW-Sauber rechtzeitig fertig

Die deutlich bescheidenere Heimat von BMW-Sauber präsentierte sich dagegen in perfektem Zustand. Zehn Stunden brauchen die Arbeiter, um das luftige Motorhome zu errichten. Aber auch hier mussten die Arbeiter Zusatzschichten einlegen. Nach dem Abbau in Valencia machten sich die LKWs direkt auf den rund 1.700 Kilometer langen weg Richtung Ardennen. Schon am Mittwoch konnte die Catering-Mannschaft einziehen.

Bei Red Bull kennt man solche Probleme nicht. Wegen den zahlreichen Sportevents im Programm verfügt der österreichische Brausehersteller gleich über mehrere Motorhomes. In Valencia stand noch eine etwas kleinere Version, in Spa gibt es wieder die große "Energy-Station".

Force India wenig repräsentativ

Das größte Aufsehen erregte allerdings Force India. Wo normalerweise ein großer dreistöckiger Tempel steht, findet man in Spa nur ein kleines Motorhome. Hinter dem Downsizing steckt aber nicht etwa der neue Sparkurs in der Formel 1. Laut offiziellen Aussagen war schlicht und einfach zu wenig Zeit, die gewöhnliche Heimat des Teams nach Spa zu befördern.

Gerüchten zufolge steckt aber ein ganz anderer Grund hinter dem Wechsel: Schon am Nürburgring lief Force India Gefahr, dass der Tempel von Gläubigern beschlagnahmt wurde. Nachdem das Team sein Motorhome zwischenzeitlich verlassen musste, half am Ende nur eine kurzfristige Zahlung von Bernie Ecclestone, um die Forderungen zu begleichen. In Belgien ist es noch einfacher an einen vollstreckbaren Titel zu kommen als in Deutschland.

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