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F1 Neueinsteiger

Wer ist eigentlich Lotus F1?

Lotus F1 Foto: Wolfgang Wilhelm 4 Bilder

Der Name Lotus ist nicht neu in der Formel 1. Zwischen 1958 und 1994 gewann das Team aus Norfolk sieben Konstrukteurs- und sechs Fahrertitel. Doch mit der glorreichen Zeit hat der Neueinsteiger der Saison 2010 nicht mehr viel zu tun.

16.09.2009 Tobias Grüner

Ein Name ist für immer mit der Firma Lotus verbunden: Colin Chapman. Der Brite war nicht nur Firmengründer, sondern war als Ingenieur und Designer maßgeblich an der Entwicklung der Boliden in den glorreichen Jahren zwischen 1962 und 1978 beteiligt.

Jim Clark und Jochen Rindt sammeln die ersten Titel

Die Formel 1-Geschichte des Rennstalls begann 1958 beim Grand Prix von Monaco. Beim Klassiker im Fürstentum gelang dann zwei Jahre später auch der erste Sieg mit dem berühmten Stirling Moss am Steuer eines Lotus 18. Der erste WM-Titel ließ auch nicht lange auf sich warten. 1963 war Lotus das erfolgreichste Team, Pilot Jim Clark sicherte sich mit sieben Siegen den Fahrer-Titel. 1965 gelang Clark und Lotus das Kunststück noch einmal.

Drei Jahre später war es dann Graham Hill vorbehalten, die Meisterschaft für das Chapman-Team einzufahren. Die vierte Meisterschaft war dagegen kein Grund zu feiern. Jochen Rindt gewann 1970 vier Grands Prix in Folge und sicherte sich den Titel, obwohl er vier Rennen vor Saisonende in Monza tödlich verunglückte. Das Team erholte sich schnell von diesem Schock und war nur zwei Jahre später wieder ganz oben in der WM-Liste. Der Brasilianer Emerson Fittipaldi gewann in seiner dritten Saison den ersten Fahrertitel.

Letzter Titel durch Andretti

Bis zur nächsten und auch letzten Meisterschaft in der Lotus-Geschichte musste sich das Team sechs weitere Jahren gedulden. Mit sechs Siegen war Mario Andretti der dominierende Mann des Jahres 1978. Konsequent hatten die Lotus-Designer ein sogenanntes Ground-Effect-Auto gebaut, dass durch einen Unterdruck unter dem Chassis an die Straße gesaugt wird.

Trotz hervorragender Piloten am Steuer, wie z.B. Ayrton Senna, Nigel Mansell oder Nelson Piquet konnte Lotus in den 80er Jahren nicht mehr an die alten Erfolge anschließen. 1982 starb auch noch Colin Chapman an einem Herzinfarkt. In den 90er Jahren folgte dann der rasante Abstieg des berühmten Rennstalls. Sportlicher Misserfolg paarte sich mit finanziellen Problemen und so musste Lotus nach der Saison 1994 sein Formel 1-Team aufgeben.

Alter Name, neues Team

Anschließend sicherte sich David Hunt, der Bruder des ehemaligen F1-Champions James Hunt die Namensrechte, der sie nur zwei Jahre später an den malaysischen Autokonzern Proton verkaufte. Zur Saison 2010 soll das Lotus F1 Team wieder in der Formel 1 auftauchen. Dazu hat sich eine mächtige Allianz zusammengefunden: Proton und die Fluglinie Air Asia sind mit Hilfe der malaysischen Regierung die Hauptinvestoren. Teamchef ist Air Asia-Boss Tony Fernandes. Mit im Boot sitzen auch noch der frühere Marketingchef von Red Bull und Ferrari und jetzt Lotus-Boss, Dany Bahar, und eine Luxemburger Investmentfirma namens Mangrove Capital Partners.

Der frühere Force India-Technikchef Mike Gascoyne überwacht die Konstruktion des Autos, das mit einem Cosworth V8-Motor und einem Getriebe von Xtrac ausgerüstet wird. "Wir sind das neue Lotus-Team", erklärte der Brite und versuchte gar nicht erst, sich im Glanz der alten Tage zu sonnen. Das Ziel des Teams sei es, im ersten Jahr die Nummer eins unter den Neueinsteigern zu werden. Bis zum Saisonende 2009 sollen die Fahrer präsentiert werden.

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