Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1-Noten: Fahrerzeugnis GP Australien 2010

Kubica und Vettel verdienen sich Bestnoten

Formel 1 Australien 2010 Foto: xpb 49 Bilder

Jenson Button hat zwar den Grand Prix gewonnen, die besten Noten erhielten allerdings zwei andere Piloten. Sebastian Vettel und Robert Kubica blieben das ganze Wochenende fehlerlos. Stimmen Sie mit ab! Wer war Ihr Fahrer des Formel 1-Rennens in Australien?

29.03.2010 Michael Schmidt

Jenson Button: 9/10
Starkes Training, eine Note Abzug für den Rammstoß gegen Alonso beim Start, dann aber volle Punktzahl für den Rest des Rennens. Button zeigte wieder mal seine Qualitäten als Reifenflüsterer. Keiner fuhr auf gebrauchten Sohlen so flott.

Robert Kubica: 10/10
Der Mann des Rennens: Kubicas Renault ist bestenfalls für Platz sechs gut. Der Pole startete wie ein Torpedo, sein Team legte den besten Boxenstopp hin, und dann lieferte der Zweitplatzierte die perfekte Verteidigungsschlacht gegen seine Verfolger in schnelleren Fahrzeugen.

Formel 1: GP Australien 2010 2:11 Min.

Felipe Massa : 7/10
Im Training klar von Alonso abgeledert, im Rennen am Anfang etwas zaghaft, aber dann beinhart im Zweikampf gegen den schnelleren Teamkollegen. Massa ist ein Mann, der sich heimlich, still und leise an die Tabellenspitze schleicht.

Fernando Alonso : 8/10
Der Spanier kam im Training als einziger den beiden Red Bull nahe. Für den Dreher in der ersten Kurve konnte er nichts. Seine Aufholjagd war sensationell. Ein paar Mal war er fast an Massa vorbei, aber nur fast. Toll, wie er die Angriffe des schnelleren Hamilton abwehrte.

Nico Rosberg: 7/10
Wieder ein Trainingssieg über Michael Schumacher. Im Rennen machte Rosberg das beste aus seinen Möglichkeiten. Mehr als Platz fünf war wegen des starken Reifenabbaus nicht drin. Eine Einstoppstrategie hätte deshalb eher zu einem noch schlechteren Ergebnis geführt.
 
Lewis Hamilton: 8/10
Hamilton hätte das Rennen gewinnen können, hätte er nicht total das Training versiebt. Startplatz elf ist auch bei einem Chaosrennen wie Melbourne ein Handikap. Im Rennen war der Weltmeister von 2008 der stärkste Mann neben Kubica: angriffslustig, kompromisslos, kämpferisch.

Vitantonio Liuzzi: 7/10
Der Italiener landet schon zum zweiten Mal in den Punkten. Die beste Antwort auf die Bedrohung durch Testfahrer Paul di Resta. Liuzzi fuhr fehlerlos, obwohl ihn Barrichello zum Schluss stark bedrängte.

Rubens Barrichello : 7/10
Der Brasilianer rettet Williams die WM-Punkte. Mehr als Platz acht war nicht möglich. Bereits der achte Startplatz schmeichelt dem Auto. Einen möglichen siebten Platz im Rennen klaut ihm die Zweistoppstrategie seines Teams.

Mark Webber : 4/10
Im Training brilliant, praktisch auf Vettel-Niveau. Im Rennen nach Vettels Ausfall der schnellste Mann auf der Strecke, doch mit zu viel Risiko unterwegs. Der schwache Top-Speed der Red Bull zwang Webber zur bedingungslosen Attacke. Beim Auffahrunfall auf Hamilton hat der Australier allerdings geschlafen.

Michael Schumacher: 6/10
Ein im Frontflügel verklemmtes Visier kostet einen besseren Startplatz, die Begegnung mit Alonso beim Start den Frontflügel. Von Platz 20 in Runde zwei war nicht mehr viel drin als Rang zehn. Dass er sich 38 Runden lang an Alguersuari die Zähne ausbiss, zeigt eines: Vor Schumi schreckt keiner mehr zurück.

Jaime Alguersuari: 6/10
Im Training blass, im Rennen kämpferisch. Dass der Spanier einen siebenfachen Weltmeister zwei Drittel des Rennens in Schach halten kann, spricht für ihn. Okay, er hatte den besseren Top-Speed, aber unter Druck von Schumacher macht man schon mal Fehler. Der Lapsus in Runde 53 kostet einen WM-Punkt.

Pedro de la Rosa : 5/10
Die Sauber bleiben ein Rätsel. Sie haben seit den Testfahrten Speed verloren, und sie gehen auch nicht so sorgsam mit den Reifen um wie gedacht. De la Rosa fuhr bis zur Schlussattacke von Schumacher oft allein. Dafür waren seine Rundenzeiten nicht konstant genug.

Heikki Kovalainen: 5/10
Der Finne ist für Lotus eine sichere Bank. Er bringt das Auto zuverlässig ins Ziel. Das festigt Platz zehn im Konstrukteurspokal. Im Training gab Kovalainen dem Qualifikations-Ass Trulli das Nachsehen. Das verdient einen Extrapunkt.

Karun Chandhok: 4/10
Eine Zielankunft zählt für HRT F1 wie ein Sieg. Chandhok biss sich durch. Einmal rutschte der Inder durch die Wiese. Kein Beinbruch für einen Neuling, der ein Auto fahren muss, dass im Renntrimm 6,6 Sekunden pro Runde langsamer ist als die Spitze.

Timo Glock : 6/10
Timo Glock gebührt die Jo Siffert-Trophäe. Die gab es früher für den größten Kämpfer. Zwei Runden lang leistete er Michael Schumacher erbitterten Widerstand. Und er fightet bis zum Umfallen, obwohl er davon ausgehen muss, dass sein Auto nicht die Zielflagge sieht.

Lucas di Grassi: 3/10
Der Brasilianer steht voll im Schatten von Glock. Sechs Zehntel langsamer im Training, 2,4 Sekunden im Rennen. Bis jetzt bleibt der GP2-Dauerbrenner farblos. Die fortwährenden Defekte bei Virgin Racing sind für einen Neuling wie ihn nicht gerade hilfreich.

Sebastian Vettel: 10/10
Langsam wird Vettel zur tragischen Figur. Wieder Pole Position, wieder kontrolliert in Führung, wieder den Sieg vor Augen, wieder ein Defekt. Die Red Bull-Speerspitze hat alles richtig gemacht, sein Gefährt dagegen zeigt Aussetzer.

Adrian Sutil: 7/10
Schon wieder schafft es Sutil im Training in die Top Ten. Im Rennen liegt er bereits auf Platz zwei, als ihn ein ganz ungewöhnlicher Defekt aus dem Rennen reißt. Der Motor macht schlapp. Das gab es bei Mercedes zuletzt 2008. Pech für Sutil. Er lag sicher auf Punktekurs.

Vitaly Petrov: 4/10
Der Russe ist eine Wundertüte. Im Training bleibt er schon in der ersten K.O.-Runde hängen. Setzen, sechs. Dann legt er wie in Bahrain einen Superstart hin, fährt aus eigener Kraft in die Punkteränge, bis er neben der Strecke landet. Petrov hat Potenzial, aber er ruft es nur sporadisch ab.

Bruno Senna: 3/10
Der Brasilianer kommt immer mehr durch Chandhok unter Druck. Das ist kein Ruhmesblatt, denn der Inder stieß erst in letzter Minute zum Team. Und Chandhok gilt nicht gerade als Überflieger. Senna muss sich steigern, wenn er anderswo auf den Wunschzettel will.

Sebastien Buemi: 6/10
Einem starken Training folgte Pech im Rennen. Buemi wird aus heiterem Himmel von Kobayashi von der Bahn geräumt. Gemessen an seiner Position in der ersten Runde hätte es bei dem Schweizer zu mehr als bei Teamkollege Alguersuari reichen können. Punkte waren locker drin.

Nico Hülkenberg : 5/10
Barrichello ist im Augenblick noch eine Nummer zu groß für den GP2-Meister. Der Speed ist da, das sieht man an den freien Trainings. Hülkenberg fehlt noch der Killerinstinkt für die entscheidenden Momente. Im Rennen wurde er schuldlos Opfer eines wild gewordenen Sauber.

Kamui Kobayashi: 2/10
Das Wochenende begann und endete schlecht für den Japaner. Der erste Trainingscrash geht auf seine Kappe. Der Kollision im Rennen mit Hülkenberg und Buemi gingen zwei Feindberührungen voraus. Als der Frontflügel brach, war der Japaner machtlos. Irgendwie wirkt Kobayashi überfordert.

Jarno Trulli: 3/10
Der Vorjahresdritte ist ein armer Hund. Sein Lotus zwingt ihn zum Hinterherfahren, und dann streikt auch noch die Hydraulik auf dem Startplatz. Trulli war nicht einmal eine Formationsrunde vergönnt. Deshalb bleibt sein Rennkonto auf 217 GP-Starts stehen.

Umfrage
Wie fanden Sie den GP Australien?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden