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Formel 1: Fahrerwertung GP China 2010

Schlechtes Zeugnis für Schumacher

Michael Schumacher Foto: xpb 51 Bilder

Nico Rosberg hat mit Platz drei in China die Bestnote in unserer Fahrerwertung verdient. Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher findet sich am unteren Ende der Notenskala wieder. Wer war Ihrer Meinung nach der beste Pilot? Geben Sie Ihre Noten ab!

19.04.2010 Michael Schmidt

Jenson Button : 9/10
Button stellte das Trainingsduell gegen Hamilton auf 3:1 zu seinen Gunsten. Und er hat bereits zwei Siege, Hamilton noch keinen. Meisterlich wieder sein Reifenpoker. Einziger Negativpunkt: Zwei kleine Ausrutscher am Ende der langen Geraden.
 
Lewis Hamilton: 8/10
Hamilton war der Überholer vom Dienst. Da macht dem Weltmeister von 2008 keiner etwas vor. Doch das Training versemmelte der Engländer einmal mehr durch zwei Fehler in der gleichen Kurve.

Nico Rosberg : 10/10
Besser kann man mit diesem Mercedes nicht fahren. Rosberg hatte ein perfektes Training, ein nahezu fehlerloses Rennen, und er führte 16 Runden. Gegen die übermächtigen McLaren hatte er einfach keine Chance. Nach der glanzvollen Vorstellung stellten sich viele die Frage: Wo war Michael Schumacher?
 
Fernando Alonso : 9/10
Der Frühstart bringt einen Punkt Abzug. Sonst fuhr der Spanier wie ein Uhrwerk und zeigte beim Überholmanöver an Massa in der Einfahrt der Boxengasse weltmeisterlichen Biss. Irgendwie hat man bei Alonso immer das Gefühl: Der weiß, was er tut.
 
Robert Kubica: 9/10
Robert Kubica ist Renaults Lebensversicherung. Der Pole holt die Punkte, die möglich sind, und er bewies mit seiner Entscheidung für Slicks zu Rennbeginn taktisches Gespür. Mit diesem Bonus hätte er eigentlich fast noch einen Platz weiter vorne landen können.
 
Sebastian Vettel: 8/10
Die Pole Position war wieder Extraklasse. Einfach aus dem Hut gezaubert trotz Setup-Problemen zuvor. Eigentlich hätten auch die regnerischen Bedingungen Vettel ins Konzept passen müssen. Doch sein Red Bull war zu langsam. Vielleicht, weil ihn Vettel zu sehr Richtung Qualifikation abgestimmt hat.
 
Vitaly Petrov: 7/10
Wenn sich der Russe nicht so oft gedreht hätte, wäre er noch weiter vorne gelandet. Trotzdem fuhr der GP-Neuling ein beherztes Rennen unter schwierigsten Bedingungen. Hut ab. Russland könnte eine Formel 1-Nation werden.
 
Mark Webber : 6/10
Webber verzweifelte im Rennen an seiner Fahrzeugabstimmung. Er fand keinen Top-Speed und das Auto war zu hart. Deshalb bauten die Reifen stark ab. Wieder machte der Australier zu viele Fehler. Der erste Boxenstopp geht auf sein Konto. Er überschoss seine Box.
 
Felipe Massa : 5/10
Ein uninspiriertes Rennen. Massa setzte keine Akzente, auch nicht, als er noch vor Alonso fuhr. Dessen Überholversuch in der Boxengasse kaufte dem Brasilianer endgültig die Schneid ab. Erst das Ausbremsmanöver an Schumacher vorbei war sehenswert.
 
Michael Schumacher : 3/10
Eines der schlechtesten Wochenende in der Karriere des Rekordsiegers. Nichts passte. Rosberg demontierte ihn in Training und Rennen. Schumacher kämpfte mit seinen Hinterreifen, fand beim Beschleunigen nie richtig Halt. Da wurde er im Zweikampf zum Freiwild.
 
Adrian Sutil : 5/10
Eigentlich fährt Sutil im Regen stark. Am Anfang traf das auch noch zu. Doch dann wurde der Force India-Pilot nach hinten durchgereicht. Er attackierte zu wild. Die Reifen reagierten mit Körnen. Das Manöver gegen Vettel war grenzwertig. Vettel zahlte mit gleicher Münze zurück.
 
Rubens Barrichello : 6/10
Barrichello konnte seine Regenqualitäten in Shanghai nicht ausspielen. Der Brasilianer ist das Opfer seines Autos. Dafür zeigte der Rekordteilnehmer im Training seine Extraklasse. "Keine Ahnung, wie man mit der Kiste nur acht Zehntel langsamer als die Spitze fahren kann", wunderte sich Teamkollege Hülkenberg.

Jaime Alguersuari : 6/10
Alguersuari lag auf Punktekurs, dann kam ihm ein HRT F1 in die Quere. Der Frontflügel löste sich in seine Bestandteile auf. Mit sechs Boxenstopps ist Platz 13 noch aller Ehren wert.
 
Heikki Kovalainen : 6/10
Kovalainen lag zeitweise auf Platz sechs. Ein Beweis, dass der Fahrer gut und das Auto nicht mal Mittelmaß ist. Als alle gleich bereift waren, wurde der Finne nach hinten durchgereicht. Als 14. war er immerhin bester Fahrer der neuen Teams.
 
Nico Hülkenberg : 4/10
Die Klatsche im Training gegen Barrichello tat weh. Hülkenberg beginnt langsam zu merken, dass die Erfahrung von 289 Grands Prix eine Bank sind, wenn das Auto Zicken macht. Hülkenbergs Rennen war beendet, als er in den Wirren des Liuzzi-Unfalls geriet. Williams probierte alternative Taktiken und griff immer daneben.
 
Bruno Senna : 4/10
Der Brasilianer kommt fast immer ins Ziel. Das ist das Positive. Der Rückstand von zwei Runden auf Sieger Button ist für einen HRT-Fahrer wie ein Ritterschlag. Senna kam ohne großen Fehler über die Distanz.
 
Karun Chandhok: 2/10
Nach einem guten Rennen in Malaysia leistete sich der Inder zu viele Fehler. Er drehte sich und schaute nicht immer rechtzeitig in den Rückspiegel. Senna revanchierte sich für die Niederlage in Malaysia mit zwei Runden Vorsprung auf seinen Teamkollegen.
 
Jarno Trulli: 4/10
Wo war Trulli? Im Vergleich zu Kovalainen fiel der Italiener kaum auf. Immerhin gewann er das Trainingsduell. Im Rennen laborierte Trulli von Anfang an mit Schwierigkeiten an der Hydraulik. Der Italiener geht in diesem Jahr völlig unter.
 
Lucas di Grassi : 2/10
Im Training wurde di Grassi wieder von Virgin-Teamkollege Timo Glock in den Schatten gestellt. Das Rennen nahm der Brasilianer mit sieben Runden Rückstand auf. Da kann man nicht glänzen. Kupplungsprobleme bereiteten dem Leidensweg ein Ende.
 
Pedro de la Rosa : 6/10
Im Training enttäuschte der Spanier. Dann aber beteiligte er sich als einer von fünf Piloten an Buttons Reifenpoker bis Runde 7 tapfer auf Platz vier. Der Motorschaden machte Saubers Hoffnungen erneut einen Strich durch die Rechnung.
 
Sebastien Buemi : 5/10
Der Schweizer stand zwei Mal im Mittelpunkt von spektakulären Unfällen. Für beide konnte er nichts. Im Training versagte ein Radträger, im Rennen räumte ihn Liuzzi ab. Respekt verdient seine Trainingszeit. Nur ein Zehntel hinter Teamkollege Alguersuari, obwohl Buemi als einziger mit einem Regen-Setup fuhr.
 
Kamui Kobayashi : 5/10
Im Training besiegte der Japaner Pedro de la Rosa. Vielleicht auch, weil er mit dem Heckflügel-Trick fuhr und de la Rosa nicht. Das brachte ihm den höheren Top-Speed ein. In der ersten Runde wurde Kobayashi Opfer von Liuzzis Dreher. Wieder ein Rennen mit null Runden für den Ex-Toyota-Piloten.
 
Vitantonio Liuzzi : 1/10
Sutil entzauberte den Italiener im Training. Schlimmer noch: Liuzzi fiel in der ersten K.O.-Runde durch den Rost. In der ersten Runde produzierte er Kleinholz, weil er die kalten Reifen unterschätzte. Ein Anfängerfehler. Der Force India kann mehr als Liuzzi zeigte.
 
Timo Glock: 5/10
Wie soll man einen Fahrer benoten, der von der Startaufstellung in die Boxengasse zurückgeschoben wurde und keinen Meter fuhr? Die Ventilpneumatik des Cosworth V8 baute keinen Druck auf. Note 0 für die Technik. Glocks Bewertung bemisst sich allein am Training. Wieder war er die Nummer eins der Neulinge.

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