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F1-Piloten für 2017 gesucht

Der Fahrer hat die Wahl

Pierre Gasly - Red Bull - 2016 Foto: Red Bull 37 Bilder

Es ist eine absurde Situation wie sie die Formel 1 schon lange nicht mehr erlebt hat. Die Fahrer können sich die Cockpits für 2017 aussuchen. Und nicht umgekehrt. Im Moment gibt es 9 Kandidaten für 8 Plätze. Wobei sich zwei davon um einen Toro Rosso-Sitz streiten.

12.09.2016 Michael Schmidt 4 Kommentare

Vor 2 Monaten mussten sich Esteban Gutierrez, Felipe Nasr, Kevin Magnussen oder Jolyon Palmer echte Sorgen um ihre Formel 1-Zukunft machen. Doch seit Monza können sie ganz entspannt in Richtung Zukunft schauen. Felipe Massa und Jenson Button werden 2017 nicht am Start stehen. Und schon haben wir nur noch 9 Kandidaten für 8 Cockpits. Mal vorausgesetzt, dass Sergio Perez Force India treu bleibt.

Im Prinzip sieht es mitten in der Transferzeit so aus: Nicht die Teams haben die Qual der Wahl, sondern die Fahrer. Das gab es schon lange nicht mehr. Und dabei nehmen wir 2 Neuzugänge als gesetzt an. Den angehenden Formel 3-Europameister Lance Stroll und GP2-Meisterschaftafavorit Pierre Gasly.

Doch bei Gasly geht es eigentlich nur um eine Frage. Muss Daniil Kvyat gehen, oder darf er noch ein Jahr bleiben. Wenn Gasly aufrückt, wird es für Kvyat schwer, anderswo Fuß zu fassen. Normalerweise sind Red Bull-Fahrer verbrannt, wenn sie mal aus dem Kader fliegen.

Zahlenspiel im Transferpoker: 9 für 8

Das Spiel „Wer fährt wo?“ beginnen wir mit einer Auflistung der offenen Plätze und der Fahrer ohne Vertrag. Welche Cockpits sind offiziell für 2017 noch nicht besetzt? Wir zählen 8.

  • Williams: 1 Cockpit neben Valtteri Bottas
  • HaasF1: 1 Cockpit neben Romain Grosjean
  • Toro Rosso: 1 Cockpit neben Carlos Sainz
  • Sauber: 1 Cockpit neben Marcus Ericsson
  • Renault: 2 Cockpits
  • Manor: 2 Cockpits

Jetzt zu den Fahrern. Wer hat für nächstes Jahr noch keinen Formel 1-Vertrag? Wir zählen 9 Piloten:

  • Daniil Kvyat
  • Felipe Nasr
  • Esteban Gutierrez
  • Kevin Magnussen
  • Jolyon Palmer
  • Pascal Wehrlein
  • Esteban Ocon
  • Pierre Gasly
  • Lance Stroll

Nasr kann sich Cockpit aussuchen

Die besten Chancen hat im Moment Felipe Nasr. Der Brasilianer wird mit Williams, Renault, HaasF1 und Sauber in Verbindung gebracht. Auch Pascal Wehrleins Chancen steigen nach den zuletzt gezeigten guten Leistungen. Noch vor wenigen Wochen sah selbst sein Förderer Toto Wolff nur bei Manor eine realistische Chance. Jetzt gibt es für den letztjährigen DTM-Sieger durchaus Optionen.

Esteban Ocon dürfte als Quoten-Franzose bei Renault landen. Der Werksrennstall ist in einer prekären Situation. Er wollte Sergio Perez, doch wenn man Force India und Perez glauben darf, dann erfüllt der Mexikaner seinen Vertrag für 2017. Große Namen gibt es nicht mehr auf dem Markt. Erfahrung auch nicht. Red Bull empfiehlt Sebastien Buemi.

Lance Stroll hat 35 Millionen Dollar im Gepäck. Das sind 35 Millionen Gründe, den noch 17-jährigen Kanadier zu verpflichten. Der Formel 3-Titel wird den Sohn des Milliardärs Lawrence Stroll über die nötige Superlizenz-Hürde von 40 Punkten heben. Selbst ein dritter Platz würde reichen. Und ab dem 29. Oktober hat er auch das Formel 1-Mindesteintrittsalter von 18 Jahren erreicht. Williams ist der heißeste Kandidat.

Gasly oder Kvyat bei Toro Rosso?

Gleiches gilt für Pierre Gasly, der derzeit bei 39 Superlizenz-Punkten rangiert. Der 20-jährige Franzose und Red Bull-Schützling führt 4 Rennen vor Schluss die GP2-Meisterschaft an. Er gehört zum Red Bull-Kader und hat in Monza für Aufsehen gesorgt, als er im spanischen Fernsehen angeblich gesagt haben soll, er werde noch in diesem Jahr Kvyat ablösen. Gasly dementierte umgehend. Red Bull-Berater Helmut Marko schickte strengen Blickes hinterher: „So dumm kann er gar nicht sein, wenn er so etwas sagt.“

Aus den Nachwuchsserien drängen derzeit keine neuen Verstappens oder Vandoornes nach. Am ehesten noch der Italiener Antonio Giovinazzi, der zuletzt mit guten Ergebnissen in der GP2 auf sich aufmerksam gemacht hat. Ferrari hat dem 22-Jährigen einen Simulator-Test angeboten.

Oder der Russe Sergey Sirotkin, der hinter Giovinazzi Dritter in der Meisterschaft ist. Die Amerikaner empfehlen Josef Newgarden. Doch der 25-jährige Amerikaner könnte im nächsten Jahr auch bei Penske in der IndyCar-Serie landen. Da muss in der Formel 1 schon mehr als Manor rausspringen. Außerdem hat er nicht genügend Superlizenz-Punkte.

Neuester Kommentar

Giovinazzi fährt sehr beeindruckend, der gefällt mir fast besser als Vandoorne in seiner ersten GP2 Saison. Sollte GIO den Titel oder den Vize holen, wünsche ich mir dass er eine Chance bei Sauber oder Haas bekommt.

Sirotkin könnte ich mir sehr gut bei Sauber vorstellen, zu denen hatte er ja vor 3 Jahren schon Kontakt.

Valencia12 12. September 2016, 23:36 Uhr
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