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GP Australien 2010 - Blendgefahr in Melbourne

Piloten kritisieren späte Startzeit

Jenson Button Foto: xpb 40 Bilder

Die Piloten haben erneut Kritik an der späten Startzeit in Melbourne geäußert. Die tiefstehende Sonne kann die Fahrer blenden. Schon im Vorjahr kam es zu gefährlichen Situationen. Doch keiner will auf die Klagen der Fahrer hören.

27.03.2010

Die Formel 1-Piloten haben ihre Kritik an der späten Startzeit des Australischen GP wiederholt. Die Formel 1-Organisatoren hatten den Start des Rennens erstmals 2009 auf 17.00 Uhr (lokale Zeit Melbourne) verschoben, um die Einschaltquoten in Europa zu verbessern.

Einfluss auf die Einschaltquote?

Wurde das Rennen in Europa früher gegen 4.00 Uhr morgens übertragen, können die deutschen Fans nach der europaweiten Umstellung auf die Sommerzeit den Grand Prix nun am Sonntag um 8.00 Uhr morgens live im Fernsehen verfolgen. Freilich konnte im vergangenen Jahr nicht wirklich belegt werden, dass die spätere Startzeit einen fulminanten Einfluss auf die Einschaltquoten in Europa gehabt hätte, wie die Studie eines in London ansässigen Institutes mittlerweile ergab.

Für die Piloten hat die späte Startzeit jedoch sicherheitsrelevante Auswirkungen, denn das Rennen wird in der Dämmerung enden, die Blendgefahr durch die untergehende Sonne ist ebenso ein Problem wie die starke Schattenbildung in einigen Streckenabschnitten. Nach Ansicht vieler Fahrer ist das ein durchaus gefährliches Spiel.

Rennen 2009 gefährlich

Renault-Pilot Robert Kubica sagt: "Die letzten 20 Rennrunden waren 2009 wirklich gefährlich. In der letzten Kurve vor der Start-Zielgeraden war man als Pilot durch die untergehende Sonne stark geblendet." Red Bull-Pilot Sebastian Vettel sieht es ähnlich: "Das Fahren in der letzten Kurve glich einem absoluten Blindflug. Es ist einfach gefährlich, wenn man nicht sehen kann, wohin man fährt."

Lotus-Pilot Jarno Trulli beschwert sich vor allem darüber, dass die Warnungen der Fahrer im Vorjahr schlicht und einfach in den Wind geschlagen wurden: "Wir haben uns beschwert, aber es ist überhaupt nichts passiert." Der Italiener sieht die Angelegenheit mittlerweile nur noch sarkastisch: "Ich glaube, die Veranstalter werden die Startzeit erst dann verschieben, wenn die Piloten nach dem Rennen öffentlich und einstimmig sagen, dass sie glücklich damit sind und immer um 17.00 Uhr starten wollen. Dann ändern sie die Startzeit ganz bestimmt!" Trulli glaubt, dass eine Vorverlegung des Start um eine Stunde das Risiko bereits deutlich reduzieren würde.

Australier wollen frühere Startzeit

In der australischen Tagespresse werden Zitate aus dem Umfeld des Veranstalters kolportiert, nach denen es sich beim Melbourne GP um ein australisches Rennen handele - nicht um ein europäisches. Zu deutsch: Nicht nur die Fahrer sind unzufrieden mit dem späten Starttermin sondern offenbar auch die lokalen Organisatoren.

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