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F1-Piloten über Abu Dhabi

"Rutschig wie auf Glatteis"

Fernando Alonso Foto: dpa 32 Bilder

Die ersten Runden über den Yas Marina Circuit brachten den Fahrern vor allem eine Erkenntnis. Es ist unheimlich glatt und staubig. Der anspruchsvollste Teil des 5,554 Kilometer langen Kurses kommt gleich am Anfang.

30.10.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Sebastian Vettel landete nach den ersten 28 Runden auf dem neuen GP-Kurs von Abu Dhabi auf Platz drei. Trotzdem fürchtet der Red Bull-Pilot: "Das wird eine harte Nummer. Es sieht ganz nach einer Motorenstrecke aus. Im zweiten Sektor fahren wir noch ziemlich hinterher." Der zweite Streckenabschnitt besteht aus den beiden langen Geraden, einer engen Linkskurve und einem Bergauf-Geschlängel. Es kann kein Zufall sein, dass unter den Top Ten vier Fahrer mit Mercedes-Motoren gelandet sind.

Anspruchsvoller als gedacht

Im Rennauto sieht die Rennstrecke ein bisschen anders aus als zu Fuß. Bei seiner ersten Streckenvisite dachte Vettel noch, die schnellen Kurven am Beginn der Runden gingen entspannt voll. "Die sind schwieriger als gedacht. Du musst drauf achten, dass du nicht auf den Randsteinen landest, denn die sind unheimlich glatt."

Einer dieser Randsteine wurde Jenson Button im ersten Training zum Verhängnis. Der Weltmeister leistete sich einen seiner seltenen Dreher. Auch das Anbremsen der Schikane am Ende der schnellen S-Kurven fordert die Piloten. "Kurz vor dem Bremspunkt ist eine starke Welle im Gelände nach unten. Das macht es schwierig."

Wüstensand auf der Ideallinie

Wie erwartet ist der Schmutz auf der Strecke das große Problem. "Wenn du von der Linie abkommst, ziehst du eine riesige Staubwolke hinter dir her. Ausbremsen wird unheimlich schwer", fürchtet Vettel. Der Asphalt hat noch nicht das Gripniveau, das sich seine Erbauer erhofft hatten. Vermutlich muss der Belag erst sein Öl ausschwitzen, bevor der Grip kommt. Die lackierten Auslaufzonen sind laut Vettel "rutschig wie Glatteis. Da schrumpfen die Sturzräume schnell zusammen, weil das Auto nicht anhalten will."

Adrian Sutil konnte das erste Training auf einem guten siebten Platz beenden. "Von der Beschaffenheit ist es eine perfekte Rennstrecke. Die Bahn ist komplett eben und die Kerbs sind alle identisch." Allerdings fehlen dem Deutschen etwas die schnellen Kurven. "Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich Abu Dhabi eine sechs geben. Das Besondere sind die Gebäude rundherum. Die sieht man aber als Fahrer aber nicht so." Die lange Gerade hat es ihm da schon mehr angetan. "Es könnte mit dem Überholen gut funktionieren dort. Leider war im ersten Training noch viel Sand auf und neben der Ideallinie."

Rosberg findet Strecke cool

Sebastien Buemi findet die Strecke nicht zu leicht. "Vor allem der dritte Sektor ist technisch sehr anspruchsvoll. Da muss man aufpassen, keine Fehler zu machen." Besonders schwierig seien auch die nach außen hängenden Kurven. "Da rutscht man am Kurvenausgang schnell mit dem Heck weg."

Nico Rosberg befand es nach dem ersten Test: "Ich habe gerade 27 Runde gefahren und meiner Ansicht nach ist es eine coole Strecke. Es sollte ein gutes Rennen werden, das aus der Fahrersicht auch sicher Spaß machen sollte." Die Boxenausfahrt fand der Wiesbadener besonders erwähnenswert. "Da wurde viel drüber geredet. Ich finde es einfach aufregend." Auch Rosberg beklagte den vielen Schmutz auf der Strecke. "Es wird interessant, wie sich die Strecke am Abend bei kühleren Temperaturen verändert. Das ähnelt den Bedingungen im Qualifying und Rennen mehr."

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