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F1-Pläne

Rigider Sparkurs mit Einheitsmotoren

Foto: dpa

Die Formel-1-Bosse wollen offensichtlich so schnell wie möglich und mit Nachdruck auf die Kostenbremse treten. Vor allem das Thema Einheitsmotoren soll vorangetrieben werden, was nicht bei allen Teams auf Zustimmung trifft.

09.10.2008

Der Londoner Tageszeitung "Times" zufolge macht sich nach Automobil-Weltverbandschef Max Mosley nun auch Bernie Ecclestone dafür stark, dass künftig in der Königsklasse des Motorsports Standardmotoren eingesetzt werden und diese nur noch zweimal im Jahr gewechselt werden dürfen. "So gehen die Kosten dramatisch nach unten, und ich meine dramatisch", wurde Ecclestone am Donnerstag (9.10.) von dem Blatt zitiert.

"Mit Einheitsmotoren können wir uns nicht anfreunden. Es gibt da einige andere Dinge, die man günstiger gestalten kann", kommentierte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen am Donnerstag (9.10.) im japanischen Fuji die angeblichen Pläne. Theissen betonte aber, dass in der Vereinigung der Teams (FOTA) klares Einvernehmen darüber herrsche, die Kosten zu senken.

Überlebensplan für die Formel 1

Von Mosley wurden die FOTA-Mitglieder bereits zu einem Treffen unmittelbar nach dem China-Rennen in knapp anderthalb Wochen eingeladen. Einer der Hauptpunkte, die bei dem Meeting diskutiert werden sollen, ist die Reduzierung der Ausgaben in der Formel 1, auch vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise.

Ecclestone und Mosley hätten einen "Überlebens"-Plan erstellt, schrieb die "Times". Demnach sollen die Kosten für die Motoren angeblich um 90 Prozent gesenkt werden können. Derzeit ist die Entwicklung der Antriebseinheiten für insgesamt fünf Jahre eingefroren. Gewechselt werden dürfen die Motoren nach zwei Rennwochenenden. Ecclestone, der kommerzielle Rechte-Mitinhaber, sei entschlossen, die Reformen zu Beginn des Jahres 2010 umzusetzen.

Kritische Situation

Mosley, dem der Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA bereits einstimmig Handlungsfreiheit für die Verhandlungen mit der FOTA gab, hatte in einem Interview mit dem britischen Sender BBC gesagt, dass kleinere Teams wegen der Kostenspirale bedroht seien.

Sollten drei Rennställe aussteigen und nur noch 14 Wagen dabei sein, wäre es kein glaubwürdiges Starterfeld mehr, meinte der FIA-Chef und sprach insgesamt von einer kritischen Situation. Wenn man diese bis 2010 nicht bewältigen könne, "werden wir in ernsthaften Schwierigkeiten sein". In dieser Saison hatte Super Aguri vorzeitig das Handtuch geworfen, nachdem die Suche der Japaner nach Geldgebern vergeblich geblieben war.

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