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Power Ranking GP Kanada 2012

Ferrari mit neuem Auspuff ganz vorne

GP Kanada 2012 Foto: xpb 25 Bilder

Lewis Hamilton siegt in Kanada, aber Red Bull und Ferrari liefern konstanter Leistung als der McLaren. Wer die Nase im Kräfteverhältnis wirklich vorne hat, klärt unser Power Ranking. Wir haben alle zwölf Formel 1-Teams im detaillierten Formcheck.

15.06.2012 Michael Schmidt

Der Ferrari F2012 begann diese Weltmeisterschaft als Flop. Nach sieben Rennen ist er top. Die wundersame Wandlung von der Fehlkonstruktion zu einem Rennauto, das überall schnell ist, vollzog sich in zwei Schritten. Mit der ersten großen Ausbaustufe in Barcelona schaffte Ferrari den Absprung aus dem Mittelfeld in den Kreis derer, die vom Podium träumen dürfen.

Das zweiten Aerodynamikpaket wurde in Montreal gezündet. Und es machte Ferrari zu einem Siegkandidaten auf einem Streckentyp, der für noch vor zwei Monaten das Team aus Maranello ins Elend gestürzt hätte. Traktion und Top-Speed gehörten zu den größten Baustellen des F2012. Fernando Alonso kämpfte in Montreal um die Pole Position und um den Sieg. Felipe Massa qualifizierte sich locker für die Top Ten. Das war beim GP Bahrain noch eine Zitterparte.

Ferrari hat sich vor Red Bull an die Spitze gesetzt, weil sich das Auto einfacher abzustimmen lässt, weil sich der F2012 mittlerweile auf allen Streckentypen wohlfühlt und im Training und Rennen gleich stark ist. Bei Red Bull dagegen muss man immer noch mit Überraschungen rechnen. Im Training sah Sebastian Vettel unantastbar aus. Im Rennen bauten die Reifen zu stark ab.

Hamilton top, Button flop

McLaren hat sich von seiner kleinen Krise erholt. Zumindest mit Lewis Hamilton im Auto. Wenn gleichzeitig aber Jenson Button nur auf Platz 16 fährt, kann noch nicht alles im Lot sein. Die McLaren-Ingenieure klagen weiter, dass sie die Reifen nicht verstehen.

Der Lotus zählt auch im siebten Rennen noch zu den Spitzenautos. Doch er ist zu stark abhängig von den äußeren Bedingungen. Der schonende Umgang mit den Reifen wird im Training zum Handikap. Und im Rennen können Romain Grosjean und Kimi Räikkönen diese Stärke auch nur ausspielen, wenn die Asphalttemperaturen jenseits der 30 Grad liegen. So wird man nicht Weltmeister.

Mercedes hat sein Auto zuletzt stark verbessert, macht aber zu wenig daraus. Aus Angst die Reifen zu verheizen, sind die Ingenieure oft zu konservativ mit der Fahrzeugabstimmung. So opfert man bessere Startplätze.

Sauber-Piloten nicht konstant genug

Sauber hat ein Auto, das besser ist als Platz sechs. Aber ihnen fehlen die Fahrer, das in jedem Rennen umzusetzen. Sergio Perez schwankt zwischen Gut und Böse. Kamui Kobayashi ist auch eine Wundertüte. Noch schwächer ist Williams besetzt. Auch diesmal hätte der Williams FW34 wieder den Speed für die Top Ten gehabt. Doch Pastor Maldonado und Bruno Senna machen einfach zu viele Fehler.

Im hinteren Teil des Feldes sind die Positionen festgefroren. Force India setzt sich immer weiter von Toro Rosso ab, und Caterham kommt nicht entscheidend näher. HRT war in Montreal schneller als Marussia, was daran liegt, dass den Marussia der Top-Speed fehlte. Das Abtriebsmanko der HRT hat sich auf der Stop and Go-Strecke nicht so stark bemerkbar gemacht wie sonst.

Power Ranking GP Kanada 2012

Hier haben wir das Power Ranking im Schnellüberblick. Den detaillierten Formcheck aller zwölf Teams finden Sie wie immer in der Bildergalerie.

  1. Ferrari (2)
  2. Red Bull (1)
  3. McLaren (4)
  4. Lotus (5)
  5. Mercedes (3)
  6. Sauber (6)
  7. Williams (7)
  8. Force India (8)
  9. Toro Rosso (9)
  10. Caterham (10)
  11. Marussia (11)
  12. HRT F1 (12)
* in Klammern Position nach dem GP Monaco

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