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Radio Fahrerlager GP England

Die heißesten Storys aus Silverstone

Fernando Alonso Foto: Daniel Reinhard 53 Bilder

Die kleinen aber nicht weniger interessanten Geschichten rund um das Rennwochenende in Silverstone gibt es wie immer in unserer Rubrik "Radio Fahrerlager". Die GP England-Ausgabe mit Lewis Hamilton, Fernando Alonso, Sebastian Vettel und vielen mehr.

13.07.2011

Sebastian Vettel kommt in der englischen Auto-Kultserie Top Gear groß heraus. Der Weltmeister prügelte einen Suzuki Liana über das Testgelände Dunsfold Aerodrome. Vettel schlug dabei den Rekord von Rubens Barrichello von 1.44,3 Minuten um drei Zehntel. Top Gear-Testfahrerphantom "Stig" rutschte damit auf Rang drei ab. "Die Möhre hat null Leistung", stöhnte Vettel. "Ich habe die Reifen total runtergeschrubbt, um auf Zeit zu kommen."

Alonso zu spät zur Fahrerparade

Fernando Alonso drehte vor dem Grand Prix zwei Runden mit dem Ferrari 375F1, mit dem Froilan Gonzalez 1951 in Silverstone den ersten GP-Sieg für Ferrari markierte. Geplant war eigentlich nur eine Runde. Anschließend verquatschte sich der spätere Sieger auch noch mit F1-Boss Bernie Ecclestone. Alonso verpasste deshalb den Tieflader, mit dem die Fahrer um den Kurs gefahren werden, um sie beim Publikum vorzustellen. Weil er im Laufschritt dem davonfahrenden Auflieger nicht hinterherkam, gab ihm das Medical-Car einen Lift. Die Fahrt im ersten Siegerauto von Ferrari machte beim Spanier sichtlich Eindruck: "Ich hatte schon das Privileg im Auto von John Surtees zu sitzen. Es war damals ein anderer Sport, viel gefährlicher als heute. Das Verhältnis von Power zu Grip war genau umgekehrt. Aber egal, wie alt ein Rennauto ist, wie gefährlich und wie modern: Als Rennfahrer willst du das Gefühl es zu fahren einfach nur genießen. Unsere Vorfahren haben in ihren Autos das gleiche gefühlt wie wir heute in unseren."

Ecclestone verleiht Rennwagen

Der Ferrari 375F1 zählt zu den absoluten Raritäten unter den Formel 1-Oldtimern. Ferrari selbst besitzt keines dieser Fahrzeuge. Der 375F1, mit dem Alonso in Silverstone seine Runde dreht, gehört Bernie Ecclestone. Er sah aus, als käme er frisch aus dem Showroom.

Whitmarsh bekommt Druck von oben

Englands Zeitungen nehmen McLaren-Chef Martin Whitmarsh unter Beschuss. Sie werfen dem Team zu viele Fehler und zu wenig Erfolge vor. Whitmarsh steht intern unter Druck, weil sich Ex-Chef Ron Dennis wieder mehr um die Formel 1 kommen will. Auf unsere Frage, ob Dennis für ihn zum Kontrahenten werden könne, antwortete Whitmarsh: "Sehen Sie es so. Ich bin immer noch Teamchef."

Mückenalarm im Cockpit

Als die ersten drei Piloten nach der Zieldurchfahrt die ersten Analysen zum Rennen austauschten, beherrschte ein ungewöhnliches Thema die Diskussionen: Moskitos. "Es war wie eine Fahrt durch die Landschaft und nicht auf einer Rennstrecke. So viele Mücken. Das Visier sah aus wie eine Autoscheibe", klagte Alonso. Das ungewöhnlich warme Wetter nach den Regentagen trieb die Insekten in Schwärmen aus ihren Löchern. Auch im Fahrerlager schwirrten die nervigen Quälgeister herum.

Platinum-Karte für die Stewards

In der Zielkurve lieferte sich Lewis Hamilton ein heißes Duell mit Felipe Massa, das am Ende mit 24 Tausendsteln Vorsprung (1,6 Metern) an den McLaren-Pilot ging. Zuvor gab es einen kurzen Kontakt zwischen den Autos, was Hamilton einen Teil des Frontflügels kostete. "Am besten ich gehe gleich zu den Stewards und nicht erst zu unserem Motorhome. Sonst muss ich den ganzen Weg nachher wieder zurücklaufen", grinste der Dauergast bei der Rennleitung. "Ich habe mittlerweile ja schon eine Platinum-Karte für die Stewards."

Alter Kurs - neue Strecke

Die Fahrer hatten Mühe mit der neuen Boxengasse in Silverstone. Obwohl die Streckenführung exakt gleich geblieben ist, hat das verlegte Start/Ziel-Gelände aus Silverstone eine andere Rennstrecke gemacht. "Früher haben Copse und Becketts den Auftakt der Runde gemacht. Jetzt kommen diese Passagen mittendrin, und wenn du für Stowe anbremst, ist die Runde fast schon wieder zu Ende", erzählt Sebastian Vettel.

Presse-Breitseite gegen Lewis Hamilton

England schlug auf seinen Superstar ein. Lewis Hamilton büßte für eine Kritik an Journalisten, denen er nach dem GP Europa gestanden hatte: "Ich kann die WM abschreiben." Zwei Tage später ließ er verlauten: "Habe ich nie so gesagt." Da war er bei den kompromittierten Reportern an der falschen Adresse. Die watschten ihn in den Tagen vor dem Heimrennen in Silverstone links und rechts ab. "Lewis, werde endlich erwachsen“, rief ihm die "Daily Mail" zu. Selbst die Times bezeichnete den McLaren-Pilot als "trotziges Kind, das unsouverän mit Niederlagen umgehe". Auf die Kritik an seinem Fahrstil antwortete Hamilton angefressen: "Den werde ich nicht ändern bis ich auf dem Totenbett liege."

"Lewis Hamilton - halb Mensch, halb Fisch"

Vor dem Rennen in Silverstone wurden Lewis Hamilton und Jenson Button von der BBC zu einem Jetski-Wettrennen auf der Themse in London eingeladen. Auch die BBC-Experten David Coulthard und Martin Brundle waren bei der nasskalten Sause dabei. Für Button hatte der Spaß jedoch ein frühes Ende. Er verdrehte sich bei einem Sturz von seinem Sportgerät das Knie. Lewis Hamilton machte dagegen eine gute Figur. Er verpasste die Vorgabe eines ebenfalls anwesenden Jetski-Profis nur um wenige Zehntel. "Lewis Hamilton - halb Mensch, halb Fisch", kommentierte Brundle amüsiert.

Vettel, Rosberg Glock & Co. im Wohnmobil

Camping ist in Silverstone eine gute Alternative zu runtergekommenen Hotels auf dem englischen Land. Sebastian Vettel, Rubens Barrichello, Nico Rosberg, Jenson Button und Timo Glock zogen das Motorhome an der Strecke dem Hotel vor. Sie konnten zu Fuß ins Fahrerlager laufen.

Warwick wird neuer Silverstone-Chef

Derek Warwick macht sein Geld heute mit Immobilien. Trotzdem lässt der Ex-Formel 1-Pilot den Kontakt zum Motorsport nicht abreißen. Er wird im Herbst neuer Chef von Silverstone und löst Damon Hill ab.

Mansell strampelt bis nach Paris

Nigel Mansell, der in Silverstone als FIA-Steward aushalf, hatte wenige Tage vor dem Rennen noch eine besondere Reise unternommen. Der 57-Jährige Ex-Weltmeister fuhr mit seinen Söhnen von London nach Paris - auf dem Fahrrad. "Wir sind fast 200 Kilometer pro Tag gefahren. Und das drei Tage lang. Am Ende hat mir alles wehgetan."

Hilfsaktion für Leigh Adams

Der zehnfache australische Speedway-Champion Leigh Adams hatte bei einem Motorradunfall schwere Rückenverletzungen davongetragen. Kumpel Mark Webber und Williams-Technikchef Sam Michael wollen ihrem Landsmann jetzt helfen. Sie veranstalten eine Auktion, und haben Motorsport-Devotionalien zusammengestellt, um Geld für die Rehabilitation des in Australien beliebten Motorradstars zu sammeln. So kann man zum Beispiel signierte Originalkomponenten von Red Bull- und Williams-Autos erwerben, VIP-Pässe für einen Formel 1-Rennen, Fabrikbesuche bei Red Bull und Williams, Fahrerlehrgänge und Tickets für die DTM und WTCC. Wer sich genauer über die Auktionsstücke erkundigen will, geht auf die >> Williams-Teamseite.

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