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Radio Fahrerlager: GP Malaysia 2010

Petrov auf Diät - Schampus für Toro Rosso

Petrov & Kubica Foto: Renault 63 Bilder

In unserer regelmäßigen Rubrik "Radio Fahrerlager" haben wir die kleinen, aber nicht minder interessanten Geschichten rund um den Grand Prix in Malaysia gesammelt. Diesmal unter anderem mit Vitaly Petrov, Sauber, Toro Rosso, Mercedes GP, Lotus, Force India und Virgin.

07.04.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Petrov muss abspecken

Vitaly Petrov wurde auf Diät gesetzt. Renault ordnete seinem Fahrer drastisches Abnehmen an, weil er über zehn Kilogramm mehr wog als der ebenfalls nicht gerade klein gewachsene Robert Kubica.

Toro Rosso in Feierlaune

Bei Toro Rosso knallten am Abend nach den ersten zwei WM-Punkten die Champagnerkorken. Die Mechanikertruppe nahm eine Flasche sogar mit an den Hotelpool, wo am Morgen nach Jaime Alguersuaris neunten Platz weitergefeiert wurde. Teamchef Franz Tost jedoch wehrte alle Gratulanten ab: "Gratulieren tut man nur Siegern."

Sicherer aber auch langsamer

Das Verbot der Rückspiegel in den Leitblechen ab dem GP Spanien bleibt nicht ohne Folgen. Wenn die Spiegel zurück an ihre ursprüngliche Stelle am Cockpit wandern, erhöht das den Luftwiderstand. Die vermeintliche Lappalie kostet nach Aussage von Williams-Technikchef Sam Michael 0,05 Sekunden pro Runde.

Teures Knöllchen für Glock

Auch in Malaysia klingelte es in der FIA-Kasse. Timo Glock führte die Rangliste der Temposünder mit 2.200 Euro für 70,2 statt der erlaubten 60 km/h in der Boxengasse an. Heikki Kovalainen musste 1.400 Euro berappen und Jenson Button 600. Neuling Nico Hülkenberg kam mit 200 Euro Buße glimpflich davon.

Sauber spart Sprit

Sauber erlebte einen enttäuschenden Saisonbeginn. Kein Team hat so wenige Rennkilometer abgespult wie die Truppe aus Hinwil. In drei Rennen sah nur ein Auto die Zielflagge. Insgesamt schafften Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi 598 Rennkilometer. Das ist weniger als die vielseits belächelten Neulinge von Virgin und HRT F1. Timo Glock und Lucas di Grassi brachten es auf 773, Bruno Senna und Karun Chandhok auf 885 Kilometer.

Malaysia-VIPs bei Lotus

Die Prominenz zeigte sich diesmal in der Lotus-Box. Der Rennstall mit dem berühmten Namen fährt unter der Flagge Malaysias. Premierminister Datuk Seri Najib Razak und die Nummer eins im Badminton, Datuk Lee Chong, waren zu Gast in der Lotus-Box. Zu sehen bekamen sie nicht viel. Die beiden grünen Autos schleppten sich nach Kollisionen waidwund ins Ziel. Heikki Kovalainen wurde mit 10 Runden Rückstand auf den Sieger gar nicht mehr gewertet.

Like a Virgin

Virgin feierte die erste Zielankunft wie einen Sieg. Lucas di Grassi sah als 14. mit drei Runden Rückstand die schwarzweiß karierte Flagge. Zum ersten Mal in der Geschichte des bislang von einer Defektserie gebeutelten Teams. Technikdirektor Nick Wirth atmete auf: "Es war unheimlich wichtig für die Motivation im Team, dass wir endlich diese Hürde geschafft haben. Wenn die Leute Tag und Nacht arbeiten, um Defekte zu beheben, zählt ein solches Erfolgserlebnis doppelt."

Force India in Reihe eins

In der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation kam es darauf an, so früh wie möglich auf die Strecke zu gehen, denn der Regen drohte stärker zu werden. Deshalb platzierte sich bereits drei Minuten vor Beginn von Q2 eine ganze Schlange an der Boxenausfahrt. Merke: Wer vorne fährt, hat freie Sicht und eine freie Strecke. Kurz bevor die Ampel auf Grün sprang tauchte plötzlich Robert Kubica in einer zweiten Spur am vorderen Ende der Schlange auf und beschleunigte als Erster auf die Strecke. Die FIA-Kommissare sahen tatenlos zu. "Es gibt keine Regel, die das verbietet", bedauerte Rennleiter Charlie Whiting. Vor Beginn von Q3 wollten sich die Force India-Fahrer nicht noch einmal von Kubica überrumpeln lassen. Diesmal parkte Vitantonio Liuzzi sein Auto gleich neben Teamkollege Adrian Sutil und sperrte die Überholspur.

Schmutzige Wäsche

Bei sengender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit schwitzte das Fahrerlager in Sepang um die Wette. Da gleich sechs Teams im Marriot Hotel Putrajaya untergebracht waren, kam die hoteleigene Wäscherei nicht mehr mit dem Waschen hinterher. Drei Tage dauerte es, bis die Klamotten der 400 F1-Mitarbeiter wieder sauber zurück gegeben wurden. Viele Teams bekamen die Kleider sogar erst am Montag nach dem Rennen.

Rubens "Tiger" Barrichello

Am Rande des GP Malaysia trug F1-Reifenlieferant Bridgestone ein Charity-Golfturnier aus. Mit dabei: Rubens Barrichello, Mark Webber und Heikki Kovalainen. Der Älteste war am Ende der Beste. Barrichello brauchte die wenigsten Schläge des F1-Trios.

Viel Arbeit für Sauber

Das Sauber-Team verbrachte eine sehr anstrengende Woche in Malaysia. Zum einen musste das Auto von Kamui Kobayashi nach dem spektakulären Crash in Melbourne komplett neu aufgebaut werden. Zum anderen wurden alle Frontflügel zur Untersuchung nach Hinwil geschickt, nachdem die Spoiler in Melbourne mehr als einmal zu Bruch gingen.

Mercedes-Show im Regen

Mercedes gab zusammen mit dem malaysischen Hauptsponsor Petronas eine große Formel 1-Party mitten in Kuala Lumpur. Am Mittwoch vor dem Rennen fuhren Michael Schumacher und Nico Rosberg auf einem abgesperrten Bereich rund um die berühmten Petronas Towers. Da es kurz vor der Präsentation den üblichen Monsun-Schauer gab, konnten beide Piloten schon einmal ihre Regenqualitäten beweisen.

Teaparty in Sepang

Der Regen war auch das große Gesprächsthema im Fahrerlager. Den Spruch des Wochenendes lieferte dabei Toro Rosso-Teamchef Franz Tost: "Der Regen hier ist wie englischer Tee. Er kommt jeden Tag um 16.00 Uhr und hat auch ungefähr die gleiche Temperatur."

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