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F1-Reglement 2010

FOTA sendet positive Signale

FOTA Meeting Genf Foto: FOTA 26 Bilder

Das Treffen der Formel 1-Teams in London begann mit der Suspendierung von Williams und endete mit einem positiven Signal. Die Teams haben dem von Mercedes ins Spiel gebrachten Stufenplan im Prinzip abgenickt.

28.05.2009 Michael Schmidt

Das Treffen der Formel 1-Teamchefs am Mittwoch (27.5.) in London ging nach der vorrübergehenden Suspendierung von Williams ohne große Geräusche über die Bühne. Am Ende wurde Stillschweigen über das Ergebnis vereinbart. Die FOTA verzichtete auf die sonst übliche Pressemitteilung.

Trotzdem sickerte durch, dass im Streit um die Zukunft der Formel 1 eine Einigung bevorsteht. Offenbar haben alle Teams den am letzten Wochenende in Monte Carlo von Mercedes ins Spiel gebrachten Stufenplan im Prinzip akzeptiert. Die englische "Times" feiert Mercedes bereits als Friedensstifter und vergleicht Rennleiter Norbert Haug mit dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger.

Zugeständnis an Red Bull

Bei der Stufenlösung wird 2010 eine Budgetgrenze von 100 Millionen Euro festgesetzt. Ein Jahr später soll das Limit auf die von der FIA gewünschten 45 Millionen sinken. Nicht in der Budgetdeckelung enthalten sind folgende Punkte: Fahrergagen, Motorkosten, Dividenden, die an Teilhaber ausbezahlt werden, Abschreibungen, Tests von Nachwuchspiloten, FIA-Strafen und als neuer Punkt das Gehalt eines Mitarbeiters. Damit wollte man Red Bull ködern, die mit dem hochbezahlten Chefdesigner Adrian Newey sonst ein Problem hätten.

Die Teams haben sich dem Vernehmen nach auch darauf verständigt, sich gemeinsam für die Formel 1-WM 2010 einzuschreiben. Es soll damit keinen weiteren Fall Williams geben, der bereits letzten Samstag mit seiner Nennung aus dem FOTA-Reigen ausgeschert ist. Ob die Teams noch vor Ende des Ultimatums am Freitag (29.5.) um 0.00 Uhr grünes Licht geben, hängt davon ab, ob man sich in noch strittigen Punkten mit der FIA einigen kann.

Zurück zum Concorde Agreement von 1998

Dazu zählt auch das Concorde Abkommen, das auf dem Stand von 1998 bis 2012 verlängert werden soll. Das würde bedeuten, dass die FIA zu den alten Regelfindungsprozessen zurückkehrt. Dabei gelten in sportlichen und technischen Fragen bestimmte Vorläufe. Jede geplante Regeländerung muss verschiedene Gremien durchlaufen, bevor sie abgesegnet wird: Sportkommission, Technikkommission, Formel 1-Kommission, FIA-Weltrat.

FIA-Präsident Max Mosley hatte den Teams bereits in Monte Carlo angeboten: "Lasst uns erst das Concorde Abkommen unterschreiben, dann reden wir nach dem alten Procedere über das Reglement. Das schließt auch 2010 mit ein."

Keine beweglichen Flügel oder hochdrehenden Motoren

Mit einer Einigung in Reichweite verschwindet auch die zweigleisige Meisterschaft. Es gilt das ursprünglich verabschiedete 2010er Reglement. Also Verbot der Tankstopps, Anhebung des Mindestgewichts auf 620 Kilogramm, Verringerung der Lauffläche der Vorderreifen um 25 Millimeter. Sämtliche Geschenke, die für Teams gedacht waren, die sich der Budgetdeckelung anschließen, werden aus den Regeln gestrichen. Es wird also keine verstellbaren Heckflügel und keine Motoren geben, die bis 20.000/min gedreht werden dürfen.

F1-Kandidatenliste wird am 12. Juni veröffentlicht

Wer sich tatsächlich für die Formel 1-WM 2010 eingeschrieben hat, wird man erst am 12. Juni erfahren. Aus FIA-Kreisen ist zu hören, dass im Falle einer Einigung mit der FOTA im nächsten Jahr 13 Teams am Start stehen könnten. Je nachdem wie viele der existierenden Rennställe sich für 2010 einschreiben, stehen drei oder vier Neubewerber bereit. Die FIA lässt sich mit der Bekanntgabe der Nennungen 14 Tage Zeit, weil sie die Neubewerber in der Zwischenzeit auf ihre Ressourcen und finanziellen Möglichkeiten hin prüfen will. Alibimeldungen würden dann schnell herausfliegen.

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