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F1 Reglement 2010

Konfusion um Motoren- und KERS-Regeln

Foto: Toyota F1 4 Bilder

Seit das Formel 1-Reglement für die Saison 2010 veröffentlicht wurde, sorgt es für Diskussionen im Fahrerlager. Laut Regelewerk dürfen Hersteller nur zwei statt wie geplant vier Teams mit Triebwerken beliefern. Auch KERS bleibt trotz FOTA-Boykott erlaubt.

22.08.2009 Tobias Grüner

Auch nach der Bekanntgabe des Reglements für die Formel 1-Saison 2010 sind die Diskussionen noch längst nicht verstummt. Vor allem zwei Punkte des 37 Seiten umfassenden Regelwerks sorgen bei Teams, Herstellern und Fans noch für Verwirrung.

Auf Wunsch von Mercedes sollte es den Motorenherstellern in der kommenden Saison eigentlich erlaubt werden, bis zu vier Teams mit Triebwerken zu versorgen. Doch in Abschnitt 13.3. des sportlichen Reglements heißt es: "Ein großer Autohersteller darf weder direkt noch indirekt Motoren an mehr als zwei Teams mit jeweils zwei Autos ohne die Erlaubnis der FIA liefern."

Hersteller müssen Antrag stellen

"Vielleicht ist es auch ein Fehler im Reglement", mutmaßte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Aber die FIA ist eigentlich nicht bekannt, in diesen Dingen Fehler zu begehen." Die Antwort der FIA: "Das ist nur eine Formalie. Auf Antrag werden bis zu vier Teams genehmigt. So ist es auch im Concorde Agreement abgesprochen."

Auch im aktuellen Reglement sind nur zwei Kunden für Motorenhersteller erlaubt. Dank einer Sonderregelung darf Mercedes aber neben McLaren auch noch Force India und Brawn GP versorgen. Mercedes wollte sich mit der Erhöhung die Möglichkeit offen halten, noch einen weiteren Kunden an Land zu ziehen. Dabei kam zuletzt immer wieder der Name Red Bull in die Diskussion. Entgegen früheren Ankündigungen hat sich Teamchef Christian Horner aber noch immer nicht geäußert, obwohl die Sache eigentlich schon geklärt sein sollte.

Williams will KERS als Option

Die Motoren waren aber nicht der einzige Knackpunkt. Auch das Hybrid-System KERS steht weiterhin als erlaubte Technik im Reglement. Innerhalb der Teamvereinigung FOTA hat man sich allerdings geeinigt, freiwillig 2010 auf KERS zu verzichten. Ross Brawn, der Chef der technischen Arbeitsgruppe versucht etwas Licht in die Sache zu bringen: "Die FOTA-Teams haben sich verständigt, KERS nicht zu verwenden. Aber wir hängen in dieser vertrackten Lage, wo es immer noch im Regelwerk steht. Einige Leute haben sich geeinigt, es nicht zu benutzen, aber nicht jeder ist in der FOTA."

Williams gab als einziges Team den Spielverderber und sprach sich für KERS aus. "Es war eine Mehrheitsentscheidung", erklärt Brawn, "die jetzt der Formel 1-Kommission vorgelegt wird und dann den normalen Prozess durchlaufen wird. Wir werden sehen, wo das hinführt." Für nächste Saison bleibt das System wohl erlaubt. Kurzfristige Änderungen sind nur mit einstimmigen Entscheidungen zu erreichen. Kollege Martin Whitmarsh sieht das Problem aber als nicht so groß an: "Im Moment ist es für die kleinen Nicht-Hersteller-Teams sicherlich keine attraktive Option KERS zu entwickeln."

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