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Formel 1-Reifen für 2014

Zwei Gummi-Mischungen auf einem Auto

Lotus - Young Driver Test - 2013 - Pirelli - Photoshop Foto: Pirelli 26 Bilder

In der Woche nach Ungarn entscheidet sich, mit welchen Reifen 2014 gefahren wird. Mercedes wünscht sich breitere und größere Reifen. Ferrari und Renault wollen, dass alles beim Alten bleibt. Die FIA zieht nach einem Check der Simulationsdaten einen Kompromiss in Erwägung. Wir haben die ersten Infos.

29.07.2013 Michael Schmidt

Die Simulationsdaten für die 2014er Reifen tröpfeln bei der FIA und bei Pirelli ein. Was dürfen wir 2014 von den Rennautos erwarten? Obwohl die Daten geheim sind, hat auto motor und sport schon einige spannende Details herausgefunden.

2014er Reifen stärker belastet

Auf den Geraden werden die Autos wegen der höheren Motorleistung und des reduzierten Abtriebs etwas schneller werden. Man rechnet in Monza mit Topspeeds von bis zu 350 km/h. "Wir sind dort schon einmal 370 km/h gefahren", beschwichtigt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

Die Kurvengeschwindigkeiten werden trotz der kastrierten Aerodynamik höher liegen, als es die Regelhüter zu hoffen gewagt hatten - etwa im Bereich der 2012er Fahrzeug-Generation. Wegen des fast verdoppelten Drehmoments werden die Hinterräder deutlich mehr in die Pflicht genommen. "Wir rechnen mit deutlich mehr Schlupf", meint Pirelli-Sportchef Paul Hembery.

Unterschiedliche Mischungen vorne und hinten

Das führte zu Überlegungen, die Hinterreifen für 2014 um zwei Zentimeter zu verbreitern und den Durchmesser um drei Zentimeter zu vergrößern. Außerdem beantragte Pirelli vorne und hinten mit unterschiedlichen Gummimischungen fahren zu dürfen. Also vorne weicher als hinten.

Nach einer ersten Durchsicht der Daten kristallisiert sich ein Kompromiss heraus. Bis Ende der Woche fällt eine Entscheidung. Unterschiedliche Mischungen vorne und hinten sind wahrscheinlich. Breitere Hinterreifen möglich. Größere Umfänge dagegen werden wohl kaum eine Zustimmung der FIA finden.

Die meisten Teams laufen Sturm gegen diese Maßnahme. "Wir müssten unsere Getriebe umkonstruieren", sagt Whitmarsh. "Die nächstjährigen Kraftübertragungen sind für die aktuellen Reifenumfänge gebaut. Steigt der Durchmesser, steigen die Drehmomente für die Gangräder. Dieser späte Eingriff in die Entwicklung käme zu teuer."

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