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Formel 1 Reifen-Zukunft

Pirelli fordert schnelle Entscheidung für 2014

Pirelli F1 Reifen 2012 Foto: Pirelli 26 Bilder

Der Vertrag zwischen der Formel 1 und Pirelli läuft Ende des Jahres aus. Was 2014 kommt, steht noch in den Sternen. Monopol oder Wettbewerb? Pirelli oder Michelin? Die Entscheidung muss bald fallen. Wir sagen Ihnen warum.

25.01.2013 Michael Schmidt

Seit 2007 gilt in der Formel 1 ein Reifenmonopol. Es wurde eingeführt um Kosten zu sparen. Von 2007 bis 2010 rüstete Bridgestone den Zirkus aus. 2011 stieg Pirelli ein. Ende dieser Saison läuft dieser Vertrag aus. Was danach passiert, steht noch nicht fest. Theoretisch könnte die FIA den Markt wieder für Wettbewerb öffnen. Aber wird sie das tun, in einer Saison in der alles teurer wird, in der es mit neuen Motoren und neuer Aerodynamik schon genug Unsicherheitsfaktoren gibt?

Pirelli-Sportchef Paul Hembery warnt: "Nicht, dass wir etwas gegen Wettbewerb haben. Aber sobald es mehr als einen Reifenhersteller gibt, wird es richtig teuer. Dann kannst du schnell mal 100 Millionen Euro in eine halbe Sekunde investieren."

Pirelli will in der Formel 1 bleiben

Pirelli würde gerne auch 2014 und darüber hinaus Reifen für die Formel 1 liefern. Das bestätigte Vorstandschef Mario Tronchetti Provera: "Wir wollen das Abenteuer Formel 1 weiterleben. Es wäre für alle eine Win-Win-Situation." Den Vorwurf, Pirelli scheue den Wettbewerb, kann der ranghöchste Pirelli-Mann nicht nachvollziehen: "In der Hälfte aller Motorsportserien, an denen wir teilnehmen, stellen wir uns dem Wettbewerb."

Eigentlich spricht nichts gegen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Pirelli. Bernie Ecclestone und die Teams sind zufrieden. Über der FIA schwebt jedoch ein Fragezeichen. Vor drei Jahren hat FIA-Präsident Jean Todt versucht Michelin ins Spiel zu bringen, ist aber gescheitert, weil Michelin das kommerziell schlechtere Paket anbot.

Pirelli will Antwort bis April

Pirelli will von der FIA im nächsten Vierteljahr eine Antwort. "Wir müssen wissen, wie es weitergeht. Auch für die Teams ist das wichtig, weil sich 2014 so viel ändert", bekräftigt Hembery. Die 2014er Autos werden an den Reifenhersteller völlig neue Anforderungen stellen. Man rechnet mit bis zu 30 Prozent weniger Abtrieb. Dazu mit Autos, die um mindestens 43 Kilogramm schwerer sein werden. Und Motoren mit deutlich mehr Drehmoment.

Wenn die Turbopower einsetzt und dazu noch 164 PS vom Elektromotor eingespeist werden, dann müssen die Hinterreifen Schwerstarbeit verrichten. Das bedeutet für den Reifenausrüster eine Neukonstruktion seiner Sohlen. Damit kann man nicht erst im Sommer anfangen, denn spätestens im September wollen die Teams Windkanalreifen vorrätig haben.

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