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F1-Saisonendspurt

Planspiele an der Motorenfront

Foto: BMW AG 27 Bilder

Jeder Fahrer hat acht Motoren pro Saison. Bei Sebastian Vettel, Robert Kubica und Nick Heidfeld wird es langsam knapp. Deshalb müssen die Motorentechniker mit den verbliebenen Triebwerken hin- und herjonglieren.

30.09.2009 Michael Schmidt

Die Motorenknappheit zwingt Sebastian Vettel, Nick Heidfeld und Robert Kubica zur Improvisation. Alle drei Fahrer sind mit ihrem Triebwerkskontingent am Limit. Vettel hat bislang vier Motorschäden zu beklagen, Kubica drei und Heidfeld einen.

Heidfeld hat als erster Fahrer im Feld sein Pensum sogar schon überschritten, die fällige Strafversetzung um zehn Startplätze aber geschickt in eine ohnehin fällige Strafe wegen unerlaubten Fahrzeugwechsels verpackt. Der Mönchengladbacher fährt auch in Suzuka seinen Motor Nummer neun, der in Singapur Premiere feierte. Das Triebwerk wird in 14 Tagen in Sao Paulo zum dritten Renneinsatz kommen. Für die Freitagstrainings sind BMW-Achtzylinder älteren Datums aus dem zweiten Saisondrittel reserviert.

BMW-Techniker erwartet Arbeit

Für das Saisonfinale in Abu Dhabi kommt der achte Motor ins Auto, der ursprünglich den GP Singapur bestreiten sollte, dann aber nach 162 Kilometern aus dem Samstagvormittagstraining und der Qualifikation wieder ausgebaut wurde. Er darf reglementbedingt nur noch beim allerletzten Grand Prix und bei den Freitagstrainings seinen Dienst verrichten.

Robert Kubica hat in Singapur das achte von acht Triebwerken eingeweiht. Der Pole muss diesen BMW-V8 nun vier Rennen am Stück fahren. Motor Nummer sieben war in Monza geplatzt. Vier mal drittes Training, Qualifikation und Rennen bedeutet in Summe 2.000 Kilometer. Die Formel 1-Motoren sind seit diesem Jahr auf diese Laufleistung ausgelegt. Einziges Manko: Am Ende seiner Lebensdauer verliert der Motor um bis zu vier Prozent Leistung.

Vettel kratzt an der Strafe

Vettel kann ein Lied davon singen. Der Red Bull-Pilot bekommt im Freitagstraining Uralt-Motoren von Renault eingebaut. Die haben schon über 2.000 Kilometer abgespult. Offenbar haben die Franzosen ihren Aggregaten soviel gar nicht zugetraut. Vor der Motorenmisere in Valencia stand der Rekord für einen Renault V8 bei 1.940 Kilometern.

Im Rennen wechselt Vettel zwischen den Motoren Nummer sieben und acht hin und her. Die "Sieben" kam in Spa, Singapur und Suzuka zum Einsatz. Das Triebwerk "Acht" war in Monza dran, und ist für die beiden letzten Grand Prix vorgesehen. Mit rund 1.500 Kilometern sind Vettels letzte Mohikaner am Ende ihres Lebens dann immer noch unverschämt jung.

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