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Formel 1-Sommerpause

McLaren eine Woche früher im Urlaub

Hamilton & Button GP Ungarn 2012 Foto: McLaren 37 Bilder

Die Formel 1 schickt sich selbst in die Ferien. Im August müssen die Teams ihre Fabriken für zwei Wochen schließen. Auch Lieferanten dürfen nicht liefern. Den Termin dürfen die Rennställe selbst aussuchen. Bis auf McLaren haben alle die zweite und dritte Augustwoche gewählt.

01.08.2012 Michael Schmidt

Die Formel 1 macht Urlaub. So steht es in den Regularien. Im August muss die Fabrik für zwei Wochen geschlossen sein. Wann genau, das dürfen sich die Teams aussuchen. Elf der zwölf Teams haben in dieser Woche noch Betrieb und beginnen mit dem Zwangsurlaub am 5. oder 6. August. Er endet dann exakt 14 Tage später.

McLaren als einziges Team früher in der Pause

Nur bei McLaren gingen schon am Montag (30.7.) nach dem GP Ungarn die Lichter aus. Die Truckies durften noch die Autos von Ungarn an ihr Basislager in Woking zurücktransportieren und dort in der Fabrik ausladen, aber dann ist Schluss.

Die Regeln erlauben es nicht einmal, die Autos zu putzen, bevor sie zwei Wochen lang eingemottet werden. Es ginge auch gar nicht, weil den Teammitgliedern der Zugang zur Fabrik verwehrt ist.

McLaren zieht seinen Sommerurlaub vor "weil wir so wenigstens die Tage des Rücktransports der Autos nicht verlieren", so Teamchef Martin Whitmarsh und wundert sich: "Komisch, das wir die einzigen sind, die es so machen."

Die anderen Teams werden ihre Autos bei der Ankunft in der Fabrik zerlegen und wieder zusammenbauen. "Wir lackieren sie auch gleich noch neu und können dann zwei Wochen später sofort mit der Arbeit beginnen", erzählt Sauber-Teammanager Beat Zehnder.

Auch Lieferanten dürfen nicht arbeiten

Die Regeln sind streng. Alle Personen, die mit dem Bau, dem Design und der Produktion der Autos zu tun haben müssen sich genauso wie die Rennmannschaft zwei Wochen lang frei nehmen.

Marketing und Presseabteilung dürfen theoretisch arbeiten. Die Logistiker, die Flüge und Hotels buchen auch. Außerdem können die Gebäude saniert und der Maschinenpark gewartet werden.

Dafür muss bei den Lieferanten die Arbeit ruhen. Sie dürfen in den zwei Wochen weder Teile auf Halde für ihre Kundschaft produzieren noch Teile ausliefern. Und wie wird das überprüft? "Das funktioniert auf Vertrauensbasis", sagt Zehnder.

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