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F1-Stars sprachlos

Mundtote Helden

Foto: dpa

Es war eine Pressekonferenz der Sprachlosigkeit. Als Fernando Alonso, Kimi Räikkönen und Robert Kubica am Donnerstag (16.10.) in den Konferenzsaal der Strecke von Shanghai mit Lewis Hamilton konfrontiert wurden, da war nichts zu spüren von böser Stimmung gegen den WM-Spitzenreiter.

16.10.2008 Michael Schmidt

Alle blieben in der Deckung. Hamilton selbst saß völlig verschüchtert auf seinem Platz und wiederholte mit leiser Stimme die Sätze, die er vermutlich in den letzten Tagen auswendig gelernt hatte. "Fuji ist abgehakt. Ich bin mit meinem Kopf schon wieder hier beim nächsten Rennen." Oder: "Nein, ich werde meinen Fahrstil nicht ändern." Oder: "Ob Alonso Massa zum WM-Titel hilft? Interessiert mich nicht. Ich konzentriere mich nur auf meine Aufgabe."

Hamiltons Kollegen trauten sich auch nicht, ihr Feindbild öffentlich zu kritisieren. Alonso bestritt, jemals gesagt zu haben, dass er alles tun werde, um Hamilton am WM-Titel zu hindern. "Was ich bei der Siegerpressekonferenz in Fuji gesagt habe, kann jeder nachlesen. Wenn Felipe in Führung liegt und ich dahinter, dann würde ich Hamilton nicht freiwillig vorbeilassen. Und es würde mich freuen, wenn Felipe den Titel gewinnt. Am meisten gönne ich es Kubica, aber seine Chancen sind leider sehr gering. Ich habe nie behauptet, dass ich gegen Hamilton fahre. Das haben die Medien daraus gemacht."

Kritik an Hamiltons Fahrstil

Auf die Frage, ob der McLaren-Pilot ein unfairer Fahrer sei, wollte nur Kubica antworten. "Manche seiner Manöver sind gefährlich. Es gibt keinen Grund wie in Monza nach dem Überholen sofort wieder vor dem anderen einzuscheren, so dass dieser vom Gas gehen muss, um eine Kollision zu vermeiden. Ich weiß, was es heißt, wenn man sich bei dem Tempo mit den Rädern berührt. Deshalb bin ich letztes Jahr in Montreal in die Mauer geflogen."

Als dann die Frage nach den vielen Strafen durch die Kommissare gestellt wurde, herrschte Schweigen im Wald. Alonso rang sich dann schließlich doch zu einem Kommentar durch: "Manche Strafe sind gerecht, manche nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn die Kommissare eine Linie einhalten würden. Einmal streng, immer streng. Oder umgekehrt. Aber es geht nicht, wenn ein und dasselbe Vergehen einmal bestraft wird und einmal nicht."

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