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Formel 1-Statistik

Auftaktsieg die halbe Miete zum Titel

Jenson Button GP Australien 2012 Foto: xpb 60 Bilder

Ist der Sieg beim ersten Formel 1-Rennen des Jahres ein gutes oder schlechtes Omen? Vor dem Saisonauftakt in Melbourne haben wir die Statistik bemüht. Das Ergebnis: Rund 50 Prozent der Auftaktsieger wurden später auch Weltmeister.

12.03.2011 Michael Schmidt

Juan-Manuel Fangio war ein guter Gradmesser. Wenn der Argentinier den Saisonauftakt gewann, wurde er später auch Weltmeister. Er hielt sich bei allen fünf WM-Titeln an diese goldene Regel. Nur 1956 musste er den Sieg beim ersten Rennen des Jahres teilen. Fangio löste sich mit seinem Ferrari-Teamkollegen Luigi Musso ab. Das war vor 55 Jahren noch gestattet. Insgesamt haben 31 der 61 Weltmeister ihren Sieg beim ersten Grand Prix des Jahres in einen WM-Titel umgemünzt.

Das Gegenteil von Fangio ist Stirling Moss. Der ewige Zweite startete zwei Mal (1958, 1961) mit einem Sieg in die Saison, wurde aber nie Weltmeister. David Coulthard ging es 1997 und 2003 genauso. Er durfte zum Auftakt jubeln, spielte im Titelrennen aber keine Rolle. Auch die Auftaktsieger Piero Taruffi, Bruce McLaren, Pedro Rodriguez, Jacques Laffite, Eddie Irvine und Giancarlo Fisichella wurden nie Weltmeister.

Lauda verbessert WM-Chancen mit Auftaktniederlagen

Niki Lauda dagegen musste sich glücklich schätzen, wenn er zum Saisonauftakt sieglos blieb. Dann hatte er gute Chancen Weltmeister zu werden. Als Beweis dienen seine drei WM-Titel 1975, 1977 und 1984.

Emerson Fittipaldi wusste ebenfalls bereits nach dem Saisonstart, woran er war. 1973 und 1975 gewann er jeweils den GP Argentinien. Am Saisonende landete er in beiden Jahren auf Rang zwei. Blieb der Brasilianer so wie 1972 und 1974 in Buenos Aires punktlos, stand er am Ende als Weltmeister auf dem Podest.

Schumacher mit sechs Auftaktsiegen bei sieben WM-Titeln

Während Alain Prost nur bei einem seiner vier WM-Titel als Sieger aus dem ersten Rennen des Jahres hervorging, machte es Michael Schumacher genau umgekehrt. Bei sechs seiner sieben Weltmeisterschaften kündigte sich seine Dominanz bereits bei der Saisonpremiere an.

Nur 2003 durchbrach der Rekordchampion die Regel. Der WM-Auftakt in Australien verlief für Schumacher so chaotisch wie die gesamte Saison. Er begann die WM als Vierter und schloss sie als Achter beim GP Japan ab. Unter dem Strich wurde trotzdem Titel Nummer sechs daraus.

Vettel und Button mit umgekehrter Bilanz

In den vergangenen Jahren war die Bilanz gemischt. Bei seinen drei WM-Titeln gewann Sebastian Vettel das Auftaktrennen nur ein einziges Mal (2011). Bei Jenson Button ist die Bilanz genau umgekehrt: Der Brite siegte in den vergangenen vier Jahren zwar stolze drei Mal im Albert Park (2010 übrigens nicht Saisonauftakt), wurde danach aber nur ein Mal Champion (2009). Der Sieg im Vorjahr brachte ihm gar kein Glück. Danach gab es nur noch einen einzigen Erfolg - beim Saisonfinale in Sao Paulo.

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