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Formel 1-Statistik

Wer sind die Qualifying-Spezialisten?

Sebastian Vettel GP Brasilien 2011 Foto: Red Bull

Im zweiten Teil unserer Zahlenanalyse 2011 werfen wir einen Blick auf das Qualifying. Wir vergleichen Sebastian Vettels Leistung mit Nigel Mansells Zahlen von 1982 und sagen Ihnen, welche Piloten sonst noch den Titel "Qualifying-Spezialisten" tragen dürfen.

17.01.2012 Michael Schmidt

Sebastian Vettel war 2011 der König der Startaufstellung. 15 Mal stand der Red Bull-Pilot ganz vorne. Damit löste er Nigel Mansell ab, der 1992 auf 14 Trainingsbestzeiten gekommen war. Mit insgesamt 30 Pole Positions ist Vettel auf einem guten Weg, Michael Schumachers Rekord von 68 Bestzeiten anzugreifen. Zwei der besser Platzierten hat Vettel schon fest im Visier. Nigel Mansell liegt mit 32, Alain Prost mit 33 Pole Positions nur noch zwei, respektive drei Bestzeiten von Vettel entfernt. Der Heppenheimer wird die beiden Superstars der 80er und 90er Jahre wohl bald überholen.

Vettel vs. Mansell - enges Rekord-Duell

In einer Disziplin allerdings war Vettel im Fernduell mit Mansell unterlegen. Beim Schnitt aller 19 Startplätze kam der Weltmeister von 2010 und 2011 auf 1,26. Sein schlechtester Startplatz war die dritte Position beim Heimrennen am Nürburgring. Mansell war noch einen Tick besser: Er kam auf einen durchschnittlichen Startplatz von 1,19 bei 16 GP-Starts. Auch Mansell war 1992 nie schlechter als auf Startplatz drei klassiert.

Beim Vergleich der durchschnittlichen Rundenzeiten unter den Teamkollegen hängt Sebastian Vettel seinen Stallrivalen Mark Webber klar ab. Im Mittel war Vettel im Training um 0,517 Sekunden pro Runde besser als der Australier. Noch krasser fiel der Vergleich vor 20 Jahren zwischen den Williams-Piloten Nigel Mansell und Riccardo Patrese aus. Die Rundenzeiten des Engländers lagen im Schnitt um 0,864 Sekunden unter denen von Patrese.

Doch zurück zur Saison 2011: Interessanterweise liegt nicht Mark Webber auf Platz zwei der Trainingsstatistik, sondern Lewis Hamilton. Der viel gescholtene Engländer stand auf die 19 Startaufstellungen hochgerechnet auf Position 3,58. Noch vor Mark Webber mit 3,79, Jenson Button mit 4,47 und Fernando Alonso mit 4,58.

Ferrari-Piloten immer in den Top Ten

Während Hamilton, Webber und Button jeweils mindestens einen zweistelligen Ausreißer dabei hatten, kam Alonso bei jedem Training in die Top Ten. Als schlechtester Startplatz wurde für den Spanier Position 8 notiert. Übrigens. Auch Felipe Massa schaffte immer den Sprung ins Q3 der Qualifikation. Und mit 0,311 Sekunden liegt Massa durchschnittlich gar nicht mal so weit hinter Alonso, wie es den Anschein hatte.

So wie Nico Rosberg (7,53) seinen Teamkollegen Michael Schumacher (10,32) klar in den Schatten stellte, so deutlich dominierte auch der geschasste Vitaly Petrov im Renault-Team. Der Russe kam auf einen Startplatz-Schnitt von 10,53. Bruno Senna mit 11,63 und Nick Heidfeld mit 13,45 rangieren mit erheblichen Abständen dahinter.

Adrian Sutil dagegen konnte Neuling Paul di Resta nur ganz knapp in die Schranken weisen. Mit 11,63 zu 11,74. Gemessen an der Rundenzeit war der Schotte sogar um einen Hauch schneller. Gleiches Trifft auf Rubens Barrichello gegen Pastor Maldonado zu. Rubinho hat im Mittel die schlechteren Startplätze, er hängte Maldonado aber um satte 0,506 Sekunden pro Runde ab.

Kovalainen schlägt "Quali-Spezialist" Kovalainen

Einer der eindeutigsten Sieger im Trainingsduell war 2011 Heikki Kovalainen. Er schlug den einstigen Trainingskönig Jarno Trulli mit 17:2. In Startplätzen (18,21 zu 19,33) und in der Durchschnittszeit (1.33,664 min zu 1.33,946 min) fällt die Niederlage für Trulli etwas freundlicher aus. Das lag allerdings auch daran, dass für die Lotus-Piloten kein Platz nach oben war. Sie mussten auf Fehler der Arrivierten hoffen, wenn sie den Sprung ins Q2 schaffen wollten.

Wie groß die Unterschiede im Feld sind, zeigt der Vergleich von Kovalainens durchschnittlicher Startzeit mit der von Vettel. Da liegen pro Rennen 5,610 Sekunden dazwischen. Allerdings ist der Vergleich der durchschnittlichen Trainingszeiten nicht immer fair, da einige Fahrer in ihrem jeweils letzten Segment manchmal ganz auf eine Rundenzeit verzichtet haben, um Reifen zu sparen. Da wurde dann die Zeit in der Trainingsrunde davor angerechnet.

So kommt es, dass Michael Schumacher im Schnitt der Zeiten schneller als Rosberg ist. Er gewinnt mit 1.29,082 zu 1.29,751 Minuten ziemlich klar. Zieht man alle Trainings ab, wo der eine oder andere aus taktischen Gründen langsam oder gar nicht gefahren war, dann ergibt sich ein ehrlicheres Bild. Da steht Rosberg mit 1.28,527 zu 1.28,903 um 0,376 Sekunden pro Runde besser da.

FahrerSchnittBester PlatzSchlechtester PlatzTeamduellDurchschnittszeit
1. Vettel1,261316:31.28,336 min
2. Hamilton3,5811012:71.28,806 min
3. Webber3,791183:161.28,853 min
4. Button4,472137:121.29,803 min
5. Alonso4,582815:41.29,113 min
6. Massa5,793104:151.29,424 min
7. Rosberg7,5332317:21.29,751 min
8. Schumacher10,325242:171.29,082 min
9. Petrov11,5361811:81.30,473 min
10. Sutil11,6381710:91.31,840 min
11. Di Resta11,746179:101.31,659 min
12. Kobayashi13,897249:101.31,877 min
13. Perez14,009kein Start10:91.31,889 min
14. Alguersuari14,376207:121.31,376 min
15. Maldonado14,587239:101.32,014 min
16. Buemi14,6392412:71.31,932 min
17. Barrichello14,89112410:91.31,508 min
18. Kovalainen18,21152017:21.33,664 min
19. Trulli19,3318212:171.33,946 min
20. Glock20,8319kein Start15:41.35,251 min
21. D'Ambrosio22,0020244:151.35,590 min
22. Liuzzi22,4120nicht qualifiziert12:71.37,130 min
* nur Fahrer mit 90% aller Starts
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