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Keine klare Linie bei Strafen

„Wo liegt die Grenze?“

Valtteri Bottas - GP Singapur 2016 Foto: xpb 66 Bilder

Force India regt sich immer noch über das Urteil gegen Sergio Perez im Training zum GP Singapur auf. Und jetzt auch über die gefährliche Boxenfreigabe von Bottas gegen Vettel. Warum gibt es keine klare Linie bei den Strafen, fragt Force India.

23.09.2016 Michael Schmidt

Sergio Perez wurde im Training hart bestraft. Fünf Startplätze für zu schnelles Fahren bei doppelt geschwenkter gelber Flagge. Drei Plätze für Überholen unter einfach Gelb. Force India regt sich immer noch darüber auf. Nicht über die Bestrafung an sich, sondern das Strafmaß und die uneinheitliche Auslegung der Regeln.

Teammanager Andy Stevenson ärgert sich: „Nico Rosberg ist in Budapest davongekommen, obwohl er in einer doppelt so schnellen Kurve weniger Geschwindigkeit rausgenommen hat als Sergio. Hamilton durfte in Österreich in der letzten Runde den langsam fahrenden Rosberg unter gelber Flagge ohne Strafe überholen. Checo wird bestraft. Wo bleibt da die klare Linie?“

Perez wird bestraft, Rosberg kommt davon

Force India kritisiert die Willkür der Sportkommissare. Obwohl Perez am Unfallort von Romain Grosjean bei doppelt Gelb seine Fahrt um 11 km/h verlangsamt hat, was in zwei Kurven insgesamt 4 Zehntel gekostet hat, kann Stevenson die Strafe verstehen.

„Wir haben uns nach dem Bianchi-Unfall alle darauf geeinigt, dass bei doppelt gelber Flagge hart durchgegriffen wird. Ich kann mit Checos Strafe in diesem Fall leben. Dann muss sie aber auch für Rosberg in Ungarn gelten.“

Force India verlangt von der FIA eine klare Linie. „Sie sollen uns sagen, wo die Grenze liegt. Um wie viel Prozent muss der Fahrer bei gelben Flaggen langsamer fahren? Wenn es einen einheitlichen Wert gibt, hören die Diskussionen auf. Wir haben die Sportkommissare im Fall von Perez gefragt, wie viel Tempo er hätte rausnehmen müssen, damit es akzeptabel gewesen wäre. Sie konnten es uns nicht sagen.“

„Unsafe Release“ bei Bottas?

Nach dem Rennen gab es erneut Diskussionen. Williams hatte Valtteri Bottas nach dem Boxenstopp direkt in die Spur von Sebastian Vettel geschickt. Normalerweise ein Fall für „unsafe release“, meint Stevenson. Bottas ging straffrei aus, weil er sich neben Vettel setzte und dann hinter den Ferrari fallen ließ. Dabei hätte der Finne fast einen Mechaniker von Sauber überfahren.

Auch hier wird mit zweierlei Maß gemessen, sagt Stevenson: „Bei breiten Boxengassen ist diese Praxis erlaubt. Singapur zählt aber zu den engeren Boxengassen. In diesem Fall haben wir uns irgendwann mal darauf geeinigt, dass parallel Fahren verboten ist. Das war auch wieder so ein Fall, bei dem du nicht weißt, woran du bist. Es kann dich erwischen, oder auch nicht. Je nachdem wie die Sportkommissare drauf sind.“

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