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Formel 1 Strafen Statistik

Der böse Bube Hamilton

Lewis Hamilton - McLaren - GP Europa - Valencia - Formel 1 - 22. Juni 2012 Foto: McLaren 73 Bilder

Nach dem GP Europa gab es hitzige Diskussionen. Sind die Strafen gegen Jean-Eric Vergne, Kamui Kobayashi und Pastor Maldonado gerecht? Warum ging Michael Schumacher leer aus? Eine Analyse aller Strafen seit 2003 entlarvt: Der böse Bube der Formel 1 ist Lewis Hamilton. Er führt das Strafenregister mit weitem Abstand an.

05.07.2012 Michael Schmidt

In Valencia hatten die Sportkommissare viel zu tun. Jean-Eric Vergne wurde für sein Foul an Heikki Kovalainen mit einer Strafversetzung um zehn Startplätze beim GP England bestraft. Zusätzlich muss der Franzose 25.000 Euro in die FIA-Kasse abdrücken. Kamui Kobayashi wandert als der Verursacher einer Kollision mit Felipe Massa in Silverstone um fünf Startplätze zurück. Pastor Maldonado wurde für seine Karambolage mit Lewis Hamilton noch vor Ort bestraft. Die Rennleitung addierte 20 Sekunden zu seiner Gesamtzeit.

Michael Schumacher wurde freigesprochen. Red Bull hatte den Mercedes-Piloten angeschwärzt, er sei unter gelber Flagge mit offenem DRS gefahren. Die FIA konnte nachweisen, dass Schumacher in der Gefahrenzone deutlich Gas rausgenommen hatte. Er war sogar um drei Zehntel langsamer als Mark Webber, der den Vorfall an seine Box gemeldet hatte.

Hamilton trotz Valencia-Freispruch Strafen-König

Lewis Hamilton kam mit zwei blauen Augen davon. Im Training gab es eine Untersuchung gegen ihn, weil er Nico Rosberg behindert haben sollte. Die Sportkommissare sprachen ihn frei. Im Rennen wurde dem McLaren-Piloten der Vorwurf gemacht, er sei unter gelben Flaggen zu schnell gefahren. Tatsächlich war Hamilton in dem Sektor, in dem Streckenposten Sebastian Vettels Red Bull wegschoben, um 0,02 Sekunden schneller als in der letzten Runde im Renntempo vor der Safety-Car-Phase. Man ließ Gnade vor Recht gelten, weil man den Zeitgewinn den frischeren Reifen zubilligte.

Wäre Hamilton bestraft worden, hätte er sein Bußenkonto weiter erhöht. Eine Untersuchung sämtlicher Strafen seit 2003 ergab, dass Englands Rennheld mit weitem Abstand in Führung liegt. Insgesamt wurde Hamilton in seinen fünfeinhalb Jahren Formel 1-Zugehörigkeit 34 Mal gebüßt. Davon entfielen 13 Vorgänge auf Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse. 21 wurden für Verletzungen der Regeln ausgesprochen, sei es im Zweikampf oder beim Überfahren von weißen Linien am Boxenausgang.

Im Vergleich dazu ist Fernando Alonso eher harmlos. Der Spanier hat 20 Strafen angehäuft, elf davon für Regelverletzungen. Allerdings ist Alonso ist schon seit 2003 in der Formel 1 unterwegs. Michael Schumacher hat sein Konto ebenfalls seit dem Beginn der Untersuchung im Jahr 2003 aufgefüllt, er legte aber von 2007 bis 2009 drei Jahre Pause ein. Der Rekordsieger bringt es auf 23 Vergehen. 13 davon wurden mit Durchfahrtstrafen oder Strafversetzungen geahndet.

Strafen-Kasse der FIA gut gefüllt

Der fairste Fahrer ist Kimi Räikkönen. Auch bei ihm wird ab 2003 gezählt, aber auch er hat sich eine Pause gegönnt. Macht in Summe immerhin siebeneinhalb Jahre, zwei mehr als bei Hamilton. Kimi wurde 15 Mal vor die Sportkommissare zitiert oder zur Kasse gebeten. Nur zwei davon betrafen Verstöße gegen die Regeln. Der eine ist uns noch in Erinnerung. In Montreal kürzte Räikkönen nach einem Dreher die Boxeneinfahrt ab.

Bei den Geldstrafe bringt es der Finne auf zwei besonders kuriose Vorfälle. Er musste Strafe zahlen, weil er zu spät zur FIA-Pressekonferenz erschien. Die FIA hat in den letzten zehn Jahren von Fahrern und Teams fleißig Geld kassiert. Insgesamt flossen 830.000 Dollar und 550.000 Euro auf das Konto des Weltverbandes.

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