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Formel 1-Streit

Red Bull verweigert neues Sparabkommen

Christian Horner & Adrian Newey - Red Bull - GP Malaysia - Training - 23. März 2012 Foto: xpb 25 Bilder

Red Bull will das von den anderen Teams ausgehandelte Sparabkommen nicht unterzeichnen. Teamchef Christian Horner erklärte in Malaysia, dass man dennoch an einer neuen Lösung zur Kostenreduzierung interessiert sei.

23.03.2012 Tobias Grüner

Wenn es um das Thema Geld geht, ist es mit der Solidarität der zwölf Formel 1-Teams schnell vorbei. Zu unterschiedlich sind die Interessen. Zu unterschiedlich sind die Budgets. Der Streit um den Sparplan (engl. Ressource Restriction Agreement - RRA) hatte das Teambündnis FOTA in der vergangenen Saison entzweit. Die Konkurrenz beschuldigte vor allem Red Bull, sich nicht um eine Kostenreduzierung zu bemühen.

Red Bull nicht einverstanden mit Bedingungen

Teamchef Christian Horner bestritt in Malaysia, dass der Weltmeister-Rennstall nicht an einem neuen Sparplan interessiert sei. "Kostenkontrolle ist wichtig und liegt ganz im Interesse von Red Bull. Wir stimmen dem aktuellen RRA allerdings nicht zu. Es gibt Bereiche, die begrenzt sind und welche die nicht begrenzt sind. Warum in aller Welt sind zum Beispiel KERS oder Getriebe nicht reguliert?"

Ein besonderer Dorn im Auge von Red Bull ist der Vorschlag, die Kontrolle des Sparplans unter die Feder der FIA zu stellen. Der Weltverband könnte bei Verstößen Sportstrafen aussprechen, die mehr wehtun als reine Geldbußen. "Das ist in unseren Augen der falsche Weg. Wir glauben, es geht besser mit sportlichen und technischen Regeln als durch eine Ressourcen-Begrenzung, die auf die Aufteilung von Zeit und Personal setzt."

Zehn von zwölf Teams unterzeichnen Sparplan

Laut Horner ist Red Bull als reiner Rennstall hier im Nachteil, weil die großen Autokonzerne in der Formel 1 ihr Knowhow über verschiedene Abteilungen teilen können. "Das ist sehr schwer zu überwachen. Wir wollen es lieber einfach halten und uns um messbare Dinge kümmern. Wir brauchen eine funktionierende Lösung."

"Wir haben uns vor Weihnachten zusammengesetzt und versucht, eine Lösung zu finden. Ich glaube nicht, dass die Teams so verschieden sind, dass es keine gemeinsame Lösung geben kann. Ich glaube, dass niemand bestreitet, dass es aktuell zu viel kostet, in der Formel 1 konkurrenzfähig zu sein."

Bisher konnte Red Bull noch nicht den Beweis antreten, dass es dem Rennstall wirklich ernsthaft ums Sparen geht. Der erste Entwurf eines neuen Sparplans soll angeblich von zehn der zwölf Teams abgesegnet worden sei. Nur die beiden Energydrink-Teams - Red Bull und Toro Rosso - sollen die Unterschrift verweigert haben. "Ich habe leider keine Kopie des Entwurfs bekommen", grinste Horner. "Aber wenn ich weiß, dass ich dem nicht zustimmen kann, brauche ich auch keine Kopie."

McLaren und Ferrari mahnen zur Eile

Die Konkurrenz betont derweil weiter die Notwendigkeit einer schnellen Einigung. "Es ist Tatsache, dass einige Formel 1-Teams ums Überleben kämpfen. Das sagt uns, dass wir noch nicht genug getan haben. Wir müssen das weiter vorantreiben", fordert McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

Ferrari-Kollege Stefano Domenicali pflichtet bei: "Wir müssen unsere Eigeninteressen ein Stück zur Seite legen. Unsere finanzielle Situation ist gut, aber die Gesamtsituation in der Formel 1 ist nicht so stabil. Das ist eine sehr kritische Phase, in der zwar alle lächeln, aber gleichzeitig alle wissen, dass es sehr hart ist."

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