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F1-Sündenregister 2013

Kein Fahrer mit weißer Weste

Esteban Gutierrez - Formel 1 - 2013 Foto: Reinhard 22 Bilder

In der Saison 2014 führt die FIA eine Sünderkartei ein. Für jede Strafe auf der Rennstrecke gibt es Punkte. Wer in den abgelaufenen 12 Monaten 12 Punkte anhäuft, setzt ein Rennen aus. In diesem Jahr hätte es Esteban Gutierrez erwischt.

10.12.2013 Michael Schmidt

Wir alle kennen das Flensburger Punkteregister. Jedes Verkehrsvergehen gibt dort Punkte. Gelöscht wird frühestens nach zwei Jahren. Die FIA führt 2014 ein ähnliches System in der Formel 1 ein. Für Vergehen auf der Rennstrecke gibt es nicht nur direkt eine Strafe, sondern obendrein noch Punkte. Wer innerhalb der zurückliegenden 12 Monate 12 Punkte erreicht, muss ein Rennen aussetzen.

Danach beginnt der Sünder wieder bei Null. Ansonsten werden nur die Punkte gestrichen, die älter als ein Jahr sind. Hätte die FIA die Sünderkartei schon in diesem Jahr eingeführt, müssten die Fahrer noch bis zum 15. März 2014 zittern. Denn genau ein Jahr davor begann die 2013er Saison mit dem Freitagstraining in Melbourne.

1, 2 ,3 oder 5 Punkte, je nach Vergehen

Der Punktekatalog wurde mehrmals überarbeitet. Jetzt gilt eine relativ simple Regel. Geahndet werden nur Regelverstöße der Fahrer. Eine Verwarnung gibt einen Punkt, eine Durchfahrtstrafe 2, eine Stop-and-Go-Strafe 3. Wird ein Fahrer wegen eines Vergehens auf der Strecke oder in der Boxengasse um drei Startplätze zurückversetzt, bekommt er 2 Punkte, bei einer Strafversetzung um fünf Plätze gibt es 3, bei zehn Positionen 5 Punkte auf das Strafregister. 

Gutierrez häufte sechs Vergehen an

Viele Beobachter sind der Meinung, dass die Sportkommissare zu häufig strafen. Und viele befürchten, dass 2014 eine Welle von Rennsperren droht. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht, uns die Strafen dieser Saison angeschaut und Punkte nach dem ab 2014 gültigen Reglement vergeben. Dabei stellten sich zwei Dinge heraus. Kein Fahrer behielt eine reine Weste (siehe Fotoshow). Und nur einen Fahrer hätte es mit einer Sperre erwischt. Esteban Gutierrez brachte es seit dem 15. März 2013 bei insgesamt sechs Vergehen auf 15 Punkte.

Der Strafkatalog des Mexikaners im Detail: GP China, Verursachen einer Kollision, plus 5 Startplätze = 3 Punkte; GP Spanien, Behinderung eines anderen Fahrers, plus 3 Startplätze = 2 Punkte; GP Belgien, Verlassen der Strecke zum eigenen Vorteil, Durchfahrtstrafe = 2 Punkte; GP Indien, Frühstart, Durchfahrtstrafe = 2 Punkte; GP USA, Behinderung eines anderen Fahrers, plus 10 Startplätze = 5 Punkte; GP Brasilien, Überfahren der weißen Linie, Verwarnung = 1 Punkt.

Vier Fahrer kassierten nur einen Punkt

Giedo van der Garde schrammte mit 11 Punkten knapp an einer Sperre vorbei. Der Holländer kam auf fünf Strafen für zwei Mal Verursachen einer Kollision, Missachten der blauen Flagge, Abdrängen eines anderen Fahrers und Überschreiten der Countdownzeit hinter dem SafetyCar. Auch die üblichen Verdächtigen Romain Grosjean (9) und Pastor Maldonado (9) befanden sich im gefährlichen Bereich.

Jenson Button und Jean-Eric Vergne blieben bis zum vorletzten Rennen punktelos. Dann erwischte es sie beim GP USA. Button wegen Überholens unter roter Flagge (2 Punkte) und Vergne als Auslöser einer Kollision mit Gutierrez (2 Punkte). Vier Fahrer teilen sich den letzten Platz, darunter auch Sebastian Vettel. Der Weltmeister, Fernando Alonso, Paul di Resta und Valtteri Bottas kassierten jeweils einen Punkt für eine Verwarnung.

Die Übersicht über die Punktekonten der einzelnen Fahrer sehen Sie in der Fotoshow.

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