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F1-Tagebuch 2012 (Teil 19): USA

Formel 1 im Wilden Westen

Girls Formel 1 Austin GP USA 2012 Foto: xpb 29 Bilder

Im Formel 1-Tagebuch geben die auto motor und sport F1-Reporter einen persönlichen Blick hinter die Kulissen des Grand Prix-Sports und lassen die Saison 2012 noch einmal Revue passieren. Teil 19: der USA GP

21.12.2012 Tobias Grüner

Mit dem Flug nach Houston ging es Mitte November endlich zum großen Finale einer langen Saison. Als Freund der amerikanischen Ess- und Sport-Kultur freute ich mich besonders über meinen ersten Grand Prix im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Als die Formel 1 2007 zuletzt in Indianapolis unterwegs war, kannte ich Schumi & Co. nur aus dem Fernsehen. In meiner vierten Saison war der GP USA endlich zurück im Kalender.

Zusammen mit unserem Fotografen Dani Reinhard ging es schon am Montag, einen Tag früher als üblich, auf die Reise. Wir wollten uns bei der Premiere nicht stressen und möglichst viel von Land und Leuten sehen. Die Einreise in Texas klappte problemloser als erwartet. Nach einer Nacht in einem der Flughafen-Motels in Houston waren wir mit unserem Mietwagen endlich "on the road".

Kurzer Abstecher nach San Antonio

Tempomat an, kurzer Shopping-Halt in Katy Mills und zwei Starbucks-Zwischenstopps später waren wir auch schon an unserem ersten Ziel San Antonio angekommen. Nur das Wetter spielte irgendwie nicht mit. Es war kalt. Und plötzlich fing es auch noch an zu nieseln. Im Fernsehen gab es nie Regen im Wilden Westen. Deshalb hatte ich auf entsprechende Kleidung verzichtet.

Trotz des schlechten Wetters blieb uns der Zauber San Antonios nicht verborgen. Ein künstlich angelegter Fluss schlängelt sich malerisch durch die siebtgrößte Stadt der USA. Viele kultige Restaurants am Ufer bieten Steaks und Ribs satt. Darauf konnten wir nicht verzichten.

Am Nachmittag trafen wir auch endlich Kollege Michael Schmidt. Der auto motor und sport F1-Experte war schon zwei Tage früher angereist, um sich das Museum des legendären Sportwagenbauers Chaparral im Norden Texas anzusehen. Dafür nahm er sogar in Kauf, zwei Mal acht Stunden im Auto durch die Prärie zu zuckeln.

Neue Strecke begeistert in jeder Hinsicht

Mittwoch richteten wir die Nase des Autos dann endlich in Richtung Austin. Obwohl die ersten Presserunden erst für Donnerstag angesetzt waren, düsten wir direkt an die neue Rennstrecke. Wir hatten vorher viele Bilder gesehen. Jetzt mussten wir den Circuit of the Americas endlich auch mal aus der Nähe betrachten. Die aufregende Geschichte unseres Trackwalks mit der Besteigung des VIP-Towers können Sie in unserer >> separaten Story noch einmal nachlesen.

Das Texas-Fieber hatte uns alle gepackt. Tolle Strecke, tolle Stadt, freundliche Menschen. Nur vor dem Verkehr hatten wir Respekt. Alle warnten uns vor langen Staus und verstopften Zufahrtswegen. Mit Straßenkarten bewaffnet suchten wir deshalb schon am Donnerstag nach den besten Schleichwegen. Obwohl die ersten Termine erst gegen Mittag anlagen, verließen wir schon um acht Uhr unser Hotel.

Doch von Staus und Menschenmassen war zur frühen Stunde noch nichts zu sehen. Dafür bot sich auf den kleinen Nebenstraßen ein malerischer Blick auf den Sonnenaufgang. Leider war es immer noch bitter kalt. 6°C zeigte das Thermometer im Auto. Immerhin regnete es nicht mehr. Im Pressezentrum konnte man sich mit gratis Kaffee und Burgern aufwärmen. Internet war übrigens auch kostenlos, was man leider nicht von jeder Strecke im Kalender behaupten kann. Die Amis taten wirklich alles dafür, dass es den Journalisten gut ging.

Musikalisch und sportlich gute Unterhaltung in Austin

Abends ging es mit den Kollegen der Bild-Zeitung in einen der vielen Musik-Schuppen, in denen eine Live-Band nach der anderen für gute Stimmung sorgte. Am Eingang gab es eine Überraschung: Zum ersten Mal nach ungefähr zehn Jahren wurde ich wieder nach dem Ausweis gefragt. Alkohol erst ab 21 Jahren. Ich bin übrigens 32. War aber egal. Die Atmosphäre in der ganzen Stadt war super. Ein Fan Fest in Downtown zog weitere Schaulustige aus der Umgebung an.

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