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F1 Tagebuch GP Ungarn 2015

Alles dreht sich um Jules Bianchi

Danis Bilderkiste - GP Ungarn 2015 Foto: Daniel Reinhard 26 Bilder

Die auto motor und sport Formel 1-Reporter berichten in ihren F1-Tagebüchern von ihren persönlichen Erlebnissen bei den 19 Grand Prix-Rennen der Saison 2015. Im zehnten Teil blickt Andreas Haupt hinter die Kulissen des GP Ungarn.

16.12.2015 Andreas Haupt

Das Rennwochenende am Hungaroring war kein gewöhnliches, sondern ein ganz besonders trauriges. Der Tod von Jules Bianchi, der seinen Kampf seit dem schweren Unfall beim GP Japan verloren hatte, überschattete den zehnten GP des Jahres 2015. Das Fahrerlager trug Trauer.

Vor dem Start ins Rennen versammelten sich die Piloten zu einer Schweigeminute. Arm in Arm standen sie da, die sonst eisernen Helden des Motorsports, ihre Helme rund um den ihres verstorbenen Kollegen gelegt. Bewegende Bilder, die um die Welt gingen. Alles im Beisein der Familie Bianchi.

Fahrer ehren Jules Bianchi auf die beste Art

Sicher fiel es den Fahrern nicht leicht, ihre Emotionen für das Rennen beiseite zu schieben. Andererseits sagen sie ja, dass sie an nichts anderes mehr denken würden, als ans Rennfahren, sobald sie den Helm aufziehen. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an den GP Imola 2003, den Michael Schumacher von der Pole-Position für sich entschied und Ralf Schumacher als Vierter beendete. Obwohl wenige Stunden zuvor ihre Mutter verstorben war. Rennfahrer sind eben doch gewissermaßen Gladiatoren. Bewunderswert.

Beim GP Ungarn ehren die Fahrer Jules Bianchi auf die beste Art, wie ich finde. Es ist ein packendes Rennen voller Zweikämpfe und Überholmanöver, die nicht alle straffrei ausgehen. Obwohl der langsame Hungaroring nicht gerade zu Überholmanövern einlädt. Gleich vom Start weg geht es actiongeladen los. Felipe Massa verfehlt seine Startzone und provoziert einen 2. Anlauf.

Start Nummer zwei wird Lewis Hamilton zum Verhängnis. Weil die Kupplung überhitzt, kommt der Brite von der Pole nur schleppend weg und wird bis auf die vierte Position durchgereicht. Später in der Startrunde schießt er in der Schikane übers Ziel hinaus und büßt weitere sechs Positionen ein. "Es war nicht mein bester Tag im Büro", meinte Hamilton nach dem GP, den er als Sechster abschloss.

Alonso erst ausgebremst, dann bärenstark

Doch nicht etwa Nico Rosberg profitierte vom Pannen-Rennen seines Rivalen. Der zweite Silberpfeil-Pilot patzte selbst, ramponierte sich auf Podest-Kurs liegend den Frontflügel an Daniel Ricciardos Red Bull und rollte nur als Achter über den Zielstrich. Der Gewinner war Sebastian Vettel. Der Ferrari-Star schnappte sich gleich am Start die Führung und brauste nach 1:46.09,985 Std. als Erster ins Ziel. Dagegen scheiterte Kimi Räikkönen an der Technik. Und so verpasste Ferrari den ersten Doppelsieg seit dem skandalösen GP Deutschland 2010.

Red Bull ergriff seine Chance: Daniil Kvyat raste auf der Bahn, die dem RB11 gut schmeckte, auf den zweiten Platz - gefolgt von Ricciardo. Max Verstappen profitierte von einer Safety-Car-Phase und flog zu Position vier. Natürlich auch, weil er stark fuhr.

Selbst Fernando Alonso erwischte mal einen brauchbaren Tag auf der Strecke. Am Samstag hatte den stolzen Spanier mal wieder ein technisches Problem gestoppt. Und Alonso sorgte für die Bilder des Tages, als er seinen gestrandeten McLaren selbst ein paar Meter Richtung Box schob. Erst am Rennsonntag wurde er aber für seinen Einsatz belohnt. Mit Platz fünf.

Übrigens trafen wir Alonso dieser Tage auch abseits der Piste. Wir begegneten ihm mitten in der Budapester Innenstadt, als wir auf dem Weg in unser Restaurant waren. Im Gegensatz zum GP Spanien war es auch der echte Alonso. Und kein Double.

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