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F1-Technik-News GP England 2010

Update-Festival in Silverstone

Lewis Hamilton Foto: McLaren 14 Bilder

In Silverstone werden viele Formel 1-Teams mit neuen Teilen an den Start gehen. Große Update-Pakete sind unter anderem bei McLaren, Williams und Virgin geplant. Aber auch Ferrari, Force India, Sauber und Lotus legen noch einmal nach.

06.07.2010 Tobias Grüner

Stillstand bedeutet in der Formel 1 Rückschritt. Wer sein Auto nicht ständig verbessert, findet sich im kompromisslosen Konkurrenzumfeld der Königsklasse ganz schnell am Ende der Startaufstellung wieder. Niemand darf sich einen Fehler im Technikwettlauf erlauben. Schon gar nicht an der Spitze des Feldes.

Von den Top-Teams will vor allem McLaren in Silverstone den ganz großen Angriff wagen. An den Autos von Lewis Hamilton und Jenson Button wird nun auch endlich das Auspuff-System verlegt, wie es Red Bull schon in Barcelona vorgemacht hatte. In Valencia hatten bereits Ferrari, Mercedes und Renault Kopien des Red Bull-Systems gezeigt. Beim Heimrennen in England bläst auch der McLaren seine Abgase seitlich direkt auf den Diffusor.

Williams mit modifiziertem Auspuff und F-Schacht

Auch bei Williams soll das System in Silverstone seine Premiere feiern. Außerdem hat Technikchef Sam Michael versprochen, dass der F-Schacht nun endlich auch bei Nico Hülkenberg funktionieren soll, nachdem in Valencia nur Teamkollege Rubens Barrichello mit System unterwegs war, mit dem der Pilot manuell den Top-Speed erhöhen kann.

Als drittes Team wird Virgin eine große Ausbaustufe präsentieren. Die Mannschaft von Timo Glock erwartet dabei einen großen Schritt nach vorne. "Eine Sekunde sollte uns das neue Paket bringen", erwartet Technikchef Nick Wirth. Aber auch bei Konkurrent Lotus schläft die Entwicklung nicht. Für Silverstone hat das neuformierte Traditionsteam noch einmal ein Update angekündigt, bevor die Entwicklung komplett auf das Modell 2011 umgestellt wird.

Ferrari bringt Ausbaustufe zwei von drei

Auch Ferrari will in Silverstone noch einmal nachlegen, nachdem die erste Ausbaustufe durch das Safety-Car-Pech in Valencia wirkungslos verpuffte. Zusammen mit dem neuen Getriebe bekommt nun auch Fernando Alonso die neue Aufhängung an der Hinterachse. Teamkollege Felipe Massa durfte das Update schon in Valencia testen, da sich der Brasilianer in einem anderen Getrieberhythmus befand und die Schaltbox vor seinem Teamkollegen wechseln durfte.

Allerdings ist die höher gelegte Aufhängung nur der zweite von drei Schritten. Sie erlaubt es, den Diffusor steiler ansteigen zu lassen. Der Eingriff bringt aber nur Abtriebsvorteile, wenn durch die Einleitung der Auspuffabgase ein stabiler Luftstrom erzeugt wird. Sonst besteht die Gefahr, dass der Abtrieb an der Hinterachse schlagartig abreißt. Erst in Stufe drei bläst der Auspuff direkt in den Diffusor.

Ferrari-Umbau mit begrenzter Wirkung

Ferrari bringt zwar jetzt schon das modifizierte Getriebe mit dem neuen Gehäuse und den veränderten Anlenkpunkten für die Aufhängung, doch ohne die Einleitung der Auspuffgase in den Diffusorschacht sollte das Update keine großen Vorteile bringen. Als Alternative hätten die Italiener allerdings noch einmal vier Rennen warten müssen, bis die Schaltbox erneut gewechselt werden dürfte. Bis dahin soll das Heck im roten Auto jedoch schon längst komplett umgebaut sein.

Kleinere Updates sind außerdem von Force India und Sauber angekündigt worden. Was sich die Teams genau einfallen lassen, um auf der schnellen Strecke in Silverstone Boden gutzumachen, wird man wohl erst im Freien Training sehen.

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