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F1 Technik-Video

Der Ferrari-Flatterflügel im Detail

Ferrari F150 Piola Technik Frontflügel Korea Foto: Piola 23 Bilder

Seit Korea experimentiert Ferrari mit einem neuen Frontflügel für die Saison 2012. In Indien  hat das Teil zuletzt für einigen Wirbel gesorgt. In unserer exklusiven Technik-Animation zeigen wir Ihnen den Flügel im Detail.

04.11.2011 Tobias Grüner

Selbst bei Red Bull traute man seinen Augen kaum, als Ferrari in Korea plötzlich mit einem neuen Frontflügel antrat. Die Ähnlichkeit mit dem Modell aus der Feder von Adrian Newey war verblüffend. Als Fernando Alonso nach dem Rennen sein rotes Auto direkt neben dem von Webber parkte, standen die beiden Frontflügel wie von einem Spiegel getrennt Seite an Seite. Nur die Farbe passte nicht ganz.

Ferrari-Flügel flattert wie ein Vogel

In Indien bekam auch Felipe Massa endlich den neuen Flügel. Mittlerweile hatte Maranello drei Exemplare fertig. Doch bei der zweiten Version experimentierte Ferrari offensichtlich mit der inneren Struktur. Wie beim Vorbild von Red Bull bogen sich die Endplatten bei hohen Geschwindigkeiten nach unten. Je tiefer der Flügel am Boden liegt, desto höher der Abtrieb.

Es gab nur einen kleinen Unterschied. Unter bestimmten Voraussetzungen begann der komplette Flügel an zu Schwingen. Abwechselnd begannen die Enden wie ein Vogel zu flattern. Dabei schleiften die Endplatten auf dem Boden und ließen die Funken fliegen. "Der Flügel wirkte etwas aufgeregt", konnte sich Ross Brawn ein Grinsen nicht verkneifen.

Zwei zerstörte Flügel in Indien

Ferrari gab Fertigungsprobleme und das besondere Setup von Massa als mögliche Gründe an. In Maranello will man aber noch einmal genauer untersuchen, warum sich der Flügel unter bestimmten Bedingungen so stark aufschaukelte. Von den drei Exemplaren landeten übrigens zwei in der Tonne. Den ersten zerstörte Felipe Massa bei seinem Crash im Training, der zweite war bei der Kollision mit Hamilton angeknackst und später bei der Flatterbewegung zu Bruch gegangen.

Die Gemeinsamkeiten mit dem Vorbild von Red Bull sollen übrigens nicht zufällig entstanden sein. Wie Technikchef Adrian Newey bestätigte, ist ein Teil des RB7-Flügels nach dem Crash von Mark Webber nicht mehr aufgetaucht. Dass das Karbon-Teil in Maranello gelandet sei und als Vorlage für die Kopie gedient haben könnte, wollte man bei Red Bull aber nicht offen aussprechen.

Flügel-Details im Technik-Video

Der italienische Technikexperte Giorgio Piola zeigt den neuen Flügel exklusiv für auto-motor-und-sport.de aus allen Perspektiven in seiner 3D-Animation und stellt dabei anschaulich die Unterschiede zum Vorgänger dar. Die Erklärungen zu den einzelnen Szenen finden Sie in der Fotogalerie.

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