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F1-Technik-Video Ferrari

Ist der Achsen-Trick ein Rohrkrepierer?

F1 Technik - Ferrari Voderachse - Piola 2014 Foto: Piola Animation 21 Bilder

Ferrari hatte beim GP China einen neuen Aerodynamik-Trick vorgestellt. Wir zeigen Ihnen die Funktionsweise der luftdurchströmten Achse im Technik-Video und erklären, warum sie seit dem Debüt in Shanghai nicht mehr zum Einsatz kam.

02.06.2014 Tobias Grüner

In der Ferrari-Technikabteilung ist die Stimmung in diesem Jahr nicht besonders gut. Gegen Mercedes und Red Bull sehen die roten Autos kein Land, was nicht nur am unterlegenen Antrieb liegt. Auch in Sachen Aerodynamik hinken die roten Autos der Konkurrenz mal wieder hinterher, was vor allem auf Strecken deutlich wird, auf denen Abtrieb gefragt ist.

F1 Technik - Ferrari Voderachse - Piola 2014
F1 Technik: Die durchströmte Ferrari-Achse 1:08 Min.

Ferrari mit Achsen-Trick zum China-Podium

Dass die Ingenieure aus Maranello untätig sind, kann man ihnen allerdings nicht vorwerfen. Der F14T wurde seit Saisonbeginn schon mehrfach massiv umgebaut. Zuletzt konnte man in Barcelona viele Veränderungen im Heckbereich erkennen. Für das Rennen in Montreal ist schon das nächste große Update geplant. Die erste bedeutende Umbaumaßnahme hatten die Ingenieure aber schon zum Rennen in China vorgenommen.

Nachdem Red Bull und Williams schon in den vergangenen Jahren mit einer durchströmten Achse experimentiert hatten, zeigte Ferrari in Shanghai seine eigene Version. Große Lufthutzen an der Innenseite der Radträger fangen die Strömung ein und leiten sie durch die Radnabe wieder nach außen. Der Trick hat Einfluss auf die Aerodynamik des gesamten Autos. Die frontale Strömung wird durch den seitlichen Einfluss so geschickt abgelenkt, dass weniger Luft auf die großen Öffnungen des Seitenkastens trifft. Das senkt den Luftwiderstand.

Ferrari in Spanien und Monaco mit Stopfen auf der Radnabe

Die Ablenkung nach außen hat aber auch Nachteile. Mit weniger Luft in den Seitenkästen verschlechtert sich die Kühlung. Bei nur 16°C Lufttemperatur in Shanghai war das kein Problem. Bei 23°C in Barcelona kam die durchströmte Achse schon nicht mehr zum Einsatz. Stattdessen wurde ein kegelförmiger Stopfen auf die Radnabe gesetzt. Auch in Monaco, wo die Kühlung wegen des geringen Tempos immer etwas kritischer ist, blieb der Luftkanal in der Achse dicht.

Unklar ist allerdings, warum Ferrari in Barcelona und Monaco trotz der Stopfen mit den großen Lufthutzen unterwegs war. Die großen Einlässe an der Front sorgen für erhöhten Luftwiderstand - vor allem wenn die Luft nicht frei nach außen strömen kann. Hatte das Podiumsresultat in Shanghai noch Hoffnungen geweckt, dass der Trick ein großer Wurf sein könnte, so sind sich Experten da mittlerweile nicht mehr so sicher

In unserem exklusiven Technik-Video zeigen wir Ihnen, wie der Trick funktioniert. Die Erläuterungen zu den einzelnen Szenen sowie Fotos von der "verstopften" Version finden Sie in der Bildergalerie.

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