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Formel 1-Technik-Video exklusiv

Ferrari F150 Lenkrad in der 3D-Animation

Ferrari Formel 1-Lenkrad Foto: Giorgio Piola Animation 12 Bilder

In unserem exklusiven Technik-Video stellen wir Ihnen das aktuelle Ferrari F150-Lenkrad mit all seinen Knöpfen, Schaltern und Wippen genauer vor. Nur aus einer Funktion macht Ferrari ein großes Geheimnis.

08.04.2011 Michael Schmidt

Das Ferrari-Lenkrad ist vorne und hinten voll bepackt mit Knöpfen, Schaltern und Wippen. Beginnen wir mit der Vorderseite. N steht für Leerlauf, L für Pitlane-Speedlimiter, also den Tempomaten für die Boxengasse. Jeweils daneben sind zwei Aufkleber mit den Kürzeln "RF" und "K" angebracht, um die Fahrer daran zu erinnern, was sie mit den beiden Knöpfen auf der Rückseite bedienen. RF steht für Heckflügel, K für den Hybrid-Boost KERS.

In der Mitte des oberen Holmes sind drei Displays zu sehen. Das kleine in der Mitte zeigt den eingelegten Gang an. Rechts und links davon stehen Informationen, die der Fahrer über die Multifunktions-Drehscheibe in der Mitte des Lenkrades anwählen kann. Zum Beispiel wie viel Restladung sein KERS in dem Moment noch hat.

Piola F1-Technik: Ferrari F150 Lenkrad 2011 1:45 Min.

Zwei neue Schalter: KERS und Heckflügel

An beiden Seiten des Displays gibt es Warnlampen. RF on steht für den verstellbaren Heckflügel. Wenn die Lampe blinkt, ist der Flap flach gestellt. Darunter steht das Wort Ready. Das gibt dem Fahrer im Rennen an, wann er den Heckflügel benutzen darf. Sobald KERS im Einsatz ist (K on), weist die Lampe rechts unten darauf hin. Sec H ist eine Gedächtnisstütze dafür, dass sich KERS im Ladebetrieb befindet.

Unterhalb der oberen Leiste folgen zwei Drehschalter. Mit der Schraube DIF IN wird die Differenzialsperre am Kurveneingang vorgewählt. Mit CHRG kann der Fahrer den Lademodus für die Batterien variieren. Bei 0 werden die Batterien gar nicht aufgeladen, bei 4 maximal. Das hat natürlich Auswirkungen auf das Bremsverhalten, weil beim Ladevorgang der Generator mitbremst.

Flüssigkeitskontrolle für Fahrer und Motor

Gehen wir auf der linken Lenkradseite nach unten. Dort sind vier Knöpfe zu sehen. OV gibt auf Knopfdruck maximale Drehzahl frei. DRINK aktiviert die Trinkflasche. PUMP steht für den Befehl, Öl aus einem Zusatztank in den Motor zu pumpen. Der vierte Knopf, der mit RF bezeichnet wird, ist geheim.

Auf der rechten Seite gibt es den Funk-Knopf RADIO, Plus- und Minus betrifft Einstellungen, die mit dem Multifunktionslenkrad angewählt werden. Mit dem O.K.-Knopf lässt der Fahrer seinen Kommandostand wissen, dass er bestimmte Befehle verstanden hat.

In der Lenkradmitte sind sechs große Wählscheiben zu sehen. Mit REV kann der Fahrer den Drehzahlbegrenzer justieren. Mit Boost die Leistungabgabe von KERS. TRQ steht für unterschiedliche Motorkennfelder zur Verbesserung des Drehmoments. GRIP optimiert das Motorsetup für unterschiedliche Gripzustände der Reifen. Mit MIX können die Fahrer das Gemisch anfetten oder abmagern.

Multifunktions-Wählscheibe in der Lenkrad-Mitte

Die Multifunktions-Wählscheibe MF lässt sich in zwölf verschiedene Positionen einstellen. Die Buchstaben-Kombinationen geben nicht unbedingt Rückschluss über die angewählte Funktion. Ty steht logischerweise für Reifen, FB für den Kupplungsdruckpunkt, W für Wing wie Flügel. Über Einzelheiten schweigt Ferrari. Oft kann man mit dem Multifunktions-Schalter die gleichen Dinge anwählen, wie sie auch unter anderen Knöpfen zu finden sind. Die Abstufung ist hier nur genauer. Der Fahrer kann sich über den Plus- und Minuspunkt an das jeweilige Optimum herantasten.

Auf der unteren Lenkradleiste sind drei Kippschalter für Schnellfunktionen untergebracht. Drücken Alonso und Massa auf BO, dann geht der Motor in einen Modus, der einen Burnout ermöglicht. Das wird in der Formationsrunde vor dem Start mehrmals zum Anwärmen der Hinterreifen praktiziert. Ist der START-Modus einmal aktiviert, sind sämtliche anderen Schalter ab dem Start für eine Runde lahmgelegt. So soll verhindert werden, dass die Teams Motor und Kupplung ausschließlich für den Start tunen und gleich nach der ersten Kurve auf Rennmodus umschalten. Steht WET auf der Stellung "Wet" wird die Software des Computers umprogrammiert. Regenreifen haben einen größeren Durchmesser. Würde das nicht korrigiert, wären alle Berechnungen falsch.

Eine Schalter auf der Rückseite mit Geheimfunktion

Auf der Rückseite sind sieben Hebel, zwei Druckknöpfe und zwei Kippschalter sichtbar. Mit den Kippschaltern kann die Zündung unterbrochen werden. Unter dem linken Knopf wird KERS aktiviert, unter dem rechten der verstellbare Heckflügel. Jetzt folgen die Wippen. Von oben nach unten: Links wird die Differenzialsperre für den Kurveneingang justiert, rechts für den Kurvenausgang. Eine Etage darunter wechselt der Fahrer die Gänge. Rechts hoch, links runter. Dann folgen zwei Kupplungshebel. Der einzelne Hebel auf der unteren linken Seite ist geheim. Möglicherweise versteckt Ferrari darunter eine Doppelfunktion. Zum Beispiel KERS und Heckflügel in Kombination.

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