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Formel 1 Technik-Video

Ferrari-Umbau von High- auf Low-Downforce

Ferrari - Abtriebsvergleich - Piola Animation - F1 2014 Foto: Piola Animation 20 Bilder

Einmal im Jahr müssen die Ingenieure den Autos die Flügel stutzen. Für das Highspeed-Rennen in Monza hatten die Teams ganz spezielle Aero-Pakete im Gepäck. In unserem Technik-Video zeigen wir Ihnen die Verwandlung von High- zum Low-Downforce-Paket am Beispiel von Ferrari.

28.09.2014 Tobias Grüner

Der Formel 1-Kalender sorgt für Abwechslung. Die beiden schnellsten Rennen des Jahres in Spa und Monza sind eingebettet in 2 der langsamsten Grands Prix in Ungarn und Singapur. In dieser Phase der Saison lassen sich besonders viele Änderungen an den Autos erkennen. Die radikal unterschiedlichen Layouts der Strecken zwingen die Ingenieure zu Modifikationen.

Ferrari - Abtriebsvergleich - Piola Animation - F1 2014
Ferrari-F1-Technik: Das Aero-Paket für Monza 1:27 Min.

Monza verlangt nach wenig Luftwiderstand

Die Währungen, in denen Formel 1-Techniker rechnen, heißen Abtrieb und Luftwiderstand. Beide Werte hängen untrennbar miteinander zusammen. Mehr Abtrieb heißt auf der anderen Seite in der Regel auch mehr Luftwiderstand – und umgekehrt. Gleichzeitig schnell in Kurven und auf den Geraden zu sein, das funktioniert nicht. Formel 1-Aerodynamik ist somit immer ein Kompromiss.

Dieser Kompromiss wird je nach Streckencharakteristik mal mehr in die eine und mal mehr in die andere Richtung verschoben. Wegen der vielen Geraden in Monza steht hier fast ausschließlich der Top-Speed im Vordergrund. Wer zu langsam in den Vollgaspassagen ist, verliert nicht nur Rundenzeit sondern ist auch im Zweikampf chancelos. Reduzierung des Luftwiderstands heißt somit die Devise.

Ferrari Low-Downforce-Paket im Video

Für dieses besondere Rennen haben die meisten Teams spezielle "Low-Downforce-Pakete", die nur in Italien zum Einsatz kommen. Flügel-Elemente werden flacher gestellt, verkleinert oder fallen komplett weg. Die Monza-Modifikationen wandern übrigens nach einem Einsatz wieder in die Tonne. Oder wie im Fall des Heckflügels von Force India, sind sie manchmal schon nach wenigen Testkilometer im Training unbrauchbar.

Bei Ferrari funktionierten die Aero-Umbauten wie geplant. Allerdings blieb die Scuderia beim Heimspiel dennoch chancenlos. Der Motor war einfach nicht konkurrenzfähig. Damit die Arbeit der Aerodynamiker nicht unbeachtet bleibt, zeigen wir Ihnen noch einmal detailliert die Verwandlung zum Low-Downforce-Paket in unserer exklusiven Technik-Animation. Die Erklärungen zu den einzelnen Updates gibt es wie immer in der Bildergalerie.

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