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F1 Technik-Video (exklusiv)

Einmal Highspeed-Umbau für Monza

F1 Piola Technik - Ferrari Monza-Paket 2013 Foto: Piola Animation 23 Bilder

Monza ist für die Formel 1-Teams ein teures Rennen. Wer hier gewinnen will, muss viel Geld ausgeben. In unserem exklusiven Technik-Video zeigen wir am Beispiel von Ferrari, wie die Autos an das spezielle Hochgeschwindigkeits-Layout angepasst werden.

12.09.2013 Michael Schmidt

Monza ist der Highspeed-Tempel. Für dieses eine Rennen bauen die Teams eigene Aerodynamik-Pakete, die an den speziellen Strecken-Charakter angepasst sind. Normalerweise gilt bei den Ingenieuren das Motto: "Abtrieb maximieren". Auf der Highspeed-Piste heißt es dagegen: "Luftwiderstand so weit wie möglich minimieren."

F1 Piola Technik - Ferrari Monza-Paket 2013
F1 Technik: Das Ferrari-Higshpeed-Paket für Monza 1:40 Min.

Heckflügel stehen flach im Wind

Mit einem normalen Heckflügel kommt man in Monza nicht weit. Man wäre auf den langen Geraden eine leichte Beute für die Konkurrenz. Deshalb fällt das Profil der Flügel deutlich flacher aus, um der Strömung nicht so viel Widerstand zu leisten.

Vor allem das Hauptblatt wirkt im Gegensatz zu den Standard-Flügeln geradezu kümmerlich klein. Aber auch die Flaps werden oftmals reduziert. Die Anstellwinkel fallen sichtbar flacher aus. Daran angepasst werden müssen auch die Endplatten mit den Luftschlitzen zum Druckausgleich. Ganz oder gar nicht. Monza ist ein teures Rennen.

Frontflügel verliert obere Ebene

Damit das Auto nicht aus der aerodynamischen Balance gerät, muss auch vorne reagiert werden. Wer wenig Budget hat, versucht sich mit flacheren Flaps zu helfen. Wer mehr Geld hat, kommt mit speziellen Frontflügel-Versionen nach Monza, die sich zumeist durch den Wegfall oder eine Reduzierung der oberen Ebene auszeichnen.

Zusatzflügel, wie der Monkey-Seat unter dem Heckleitwerk fallen ganz weg. Wenn möglich werden auch Kühlrippen an der Karosserie so weit wie möglich geschlossen. Sie produzieren unerwünschte Wirbel, die für eine Erhöhung des Luftwiderstands sorgen.

Dünne oder dicke Nase?

Für die schnellen Strecken packen die Teams auch eigene Nasen aus. Die von Red Bull war in Monza dünn wie ein Messer, um dem Wind aus dem Weg zu gehen. Die von Ferrari dagegen klobig, um die Strömung bei höherer Geschwindigkeit besser anliegen zu lassen. Da prallen 2 Philosophien aufeinander.

Die speziellen Monza-Verkleidungen von früher sind in Zeiten von Ressourcen-Begrenzungen dagegen Geschichte. Wenn Windkanaltests und Materialkosten limitiert sind, überlegen sich auch die Top-Teams, ob man wegen einem Rennen im Jahr eine siebenstellige Summe verballert.

In unserem exklusiven Technik-Video zeigen wir am Beispiel von Ferrari, wie sich das Auto speziell für den Highspeed-Kurs in Monza verändert hat. Die Erläuterungen zu den einzelnen Änderungen finden Sie wie immer in der Bildergalerie.

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