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F1-Technik-Video

Lotus E21 wird zur Stretch-Limo

Lotus E21 - Piola - Radstand-Verlängerung - GP Italien 2013 Foto: Piola Animation 20 Bilder

In unserem Technik-Video zeigen wir im Detail, wie die Ingenieure den Radstand des Lotus E21 für Monza verlängerten. Wir erklären außerdem, warum der Umbau nicht zum Renneinsatz kam.

17.09.2013 Tobias Grüner

Der Verlängerung des Radstands des Lotus E21 war eine längere Geburt. Ursprünglich sollte der Umbau schon vor der Sommerpause in Ungarn erstmals im Training getestet werden. Doch dann wurden die Teile nicht rechtzeitig fertig. Bei Belastungs-Simulationen wurde zudem festgestellt, dass die Komponenten stabiler ausgelegt werden müssen. Dadurch verstrich auch der Spa-Termin.

Lotus E21 - Piola - Radstand-Verlängerung - GP Italien 2013
F1 Technik-Video: Lotus wird lang gemacht 34 Sek.

Monza-Update nur für Räikkönen

In Monza hatte man endlich alle Teile beisammen. Getauscht werden musste die komplette Vorderradaufhängung: Querlenker, Schubstreben, Lenkstangen und Radträger. Durch den Eingriff wurden die Achsen 10 Zentimeter weiter auseinander gerückt. Dazu gab es eine neue verlängerte Nase, damit die aerodynamische Balance nicht aus dem Ruder gerät.

Zwei Kits hatte man für den GP Italien im Gepäck. Beide waren für Kimi Räikkönen reserviert. Selbst wenn der Umbau einen spürbaren Schritt nach vorne gebracht hätte, wäre Romain Grosjean mit dem alten Material weitergefahren. Die Ingenieure wollten lieber Vergleichsdaten sammeln und für WM-Kandidat Räikkönen ein Ersatz-Paket bereithalten.

Renneinsatz des Updates zu riskant

Dazu kam es aber nicht. Am Trainingsfreitag fuhren beide Lotus-Piloten auf die Tausendstel die gleiche Rundenzeit. Um die Daten in der Fabrik in Ruhe zu analysieren, entschieden sich die Ingenieure dazu, das Auto des Icemans vor dem Qualifying wieder auf das Normalmaß zurechtzustutzen. Man befürchtete im Rennen Überraschungen, wie zum Beispiel einen erhöhten Reifenverschleiß.

Eigentlich hatten die Techniker gehofft, dass sich die Verlängerung des Radstands deutlich positiver auf die Fahrstabilität auswirkt. Vor allem auf der Bremse zeigte sich der Lotus E21 in der Vergangenheit zu unruhig, was zu schlechten Platzierungen auf Highspeed- und Stop-and-Go-Kursen führte. Doch Kimis Popo-Meter konnte keinen Unterschied mit der neuen Version spüren.

Lotus-Ingenieure wollen langen Radstand weiter testen

Ganz abgeschlossen hat Lotus mit dem Experiment aber noch nicht. Auch im Hinblick auf 2014 wird man in den nächsten Rennen noch mehr Daten sammeln. Jetzt, da der WM-Zug für Räikkönen schon so gut wie abgefahren ist, kann man die Trainings zum Testen verwenden. Wir erwarten, dass die Stretch-Version des Lotus spätestens in Korea noch einmal zum Einsatz kommt, vielleicht auch schon in Singapur.

In unserer exklusiven Video-Animation zeigen wir im direkten Vergleich, wie viel länger der Lotus durch den Eingriff wurde. In der Bildergalerie gibt es wie immer die Technik-Erläuterungen.

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