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F1-Technikwettlauf

Was haben die Teams noch im Köcher?

Robert Kubica Foto: Daniel Reinhard 16 Bilder

In Silverstone konnte sich Red Bull im großen Formel 1-Entwicklungswettlauf einen Vorsprung herausarbeiten. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Wir sagen Ihnen, was die Formel 1-Teams an Neuerungen in den nächsten Rennen geplant haben.

06.07.2009 Tobias Grüner

Brawn GP:
Eigentlich wollte Ross Brawn schon in Silverstone eine größere Aerodynamik-Stufe zünden. Probleme mit der Reifentemperatur zwangen das Top-Team der Formel 1 allerdings dazu, die Einführung der neuen Teile auf den Nürburgring zu verschieben. Zum GP Deutschland sollen aber endlich der neue Heck- und der modifizierte Frontflügel präsentiert werden. Ein neuer Doppeldiffusor wurde bereits für Ungarn angekündigt.

Red Bull:
Mit dem großen rund zwei Millionen Euro teuren Update in Silverstone hat Red Bull in Silverstone vorgelegt. Nun sind nur noch kleinere Updates geplant. "Wir haben immer irgendetwas Neues am Auto", beseitigte das Team Befürchtungen, dass Red Bull sein Pulver bereits verschossen haben könnte. Allerdings geht es nun für Red Bull vor allem darum, die kurzfristig ans Auto geschraubten Teile weiter perfekt abzustimmen. Ob das reicht, um Brawn GP in den nächsten Rennen auf Distanz zu halten, wird sich zeigen.

Toyota:
80 Kilometer entfernt vom Entwicklungszentrum in Köln will Toyota auch am Nürburgring wieder glänzen. Das Team kündigte gleich ein ganzes Paket an Updates an, mit dem man endlich wieder Punkte einfahren will. Probleme könnte allerdings das kühle Eifelwetter bereiten. Die rot-weißen Boliden sind etwas anfällig, was die Temperatur der Reifen angeht.

Ferrari:
Ferrari hatte schon zum Rennen in England ein stark modifiziertes Auto präsentiert, auch wenn die Änderungen auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen waren. Der Radstand des F60 wurde um vier Zentimeter gekürzt, um noch mehr Gewicht auf die Vorderachse zu verlagern. Neben einer veränderten Aufhängungsgeometrie musste auch die Nase noch einmal zum Crashtest, weil der Frontflügel nun an einer anderen Stelle befestigt ist. Auch für den Nürburgring kündigten die Italiener weitere neue Teile an.

Williams:
Bei Williams stimmt die Basis. Das Auto hat keine Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen und ist auf jeder Strecke schnell. Das britische Traditionsteam setzt beim Thema Updates auf kleine aber dafür regelmäßige Schritte. Bisher ging die Taktik auf. In Silverstone sorgten Modifikationen am Frontflügel, an den Seitenkästen und am Diffusor dafür, dass Williams sich hinter Brawn GP und Red Bull als dritte Kraft etablieren konnte. Auch wenn Chefdesigner Ed Wood jüngst zugab, dass er bereits 90 Prozent seiner Zeit in die Entwicklung des Autos von 2010 steckt, sind auch in den nächsten Rennen weitere kleinere Updates geplant, um die Position zu halten.

McLaren-Mercedes:
Eigentlich wollte McLaren am Nürburgring ein größeres Aerodynamik-Paket an den Start bringen, um die Talfahrt zu stoppen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Die Ingenieure können dem doppelstöckigen Unterboden immer noch nicht die Vorteile entlocken, die sie sich davon versprechen. Neuer Termin für das Update ist das Rennen in Budapest.

Renault:
Zur Verzweiflung von Doppelweltmeister Fernando Alonso steckt Renault immer noch im Mittelfeld fest. Nach der Nullnummer in Silverstone gibt der Lauf am Nürburgring wieder Hoffnung. Ein modifizierter Frontflügel, ein flacherer Tank, Retuschen am Diffusor und an der Motorabdeckung lassen drei Zehntel Fortschritt erwarten. Wenn das Team aus Enstone noch einmal solch einen Schlussspurt wie im Vorjahr starten will, sollten die Bemühungen langsam fruchten. "Wir wollen die Saison als drittschnellstes Auto beenden", erklärte Technikchef Pat Symonds zu den Zielen für die letzten Rennen.

BMW-Sauber:
Auch BMW-Sauber will endlich aus dem Tal der Tränen heraus und wieder regelmäßig punkten. Der neue Frontflügel hat in Silverstone noch nicht die erhoffte Wende gebracht. Zum Heimspiel auf dem Nürburgring kündigte das Team Verbesserungen im mechanischen Bereich und einen weiterentwickelte Version des Doppeldiffusors an. Ende August soll dann beim GP Europa in Valencia ein noch größerer Schritt kommen. In dem radikalen Aerodynamik-Facelift hat das Hybrid-System (KERS) keinen Platz mehr, weshalb BMW-Sauber schon in England den KERS-Verzicht bis zum Saisonende ankündigte.

Toro Rosso:
Während der große Bruder in Silverstone den zweiten Sieg einfuhr, hängt Toro Rosso immer noch am Ende des Feldes fest. Daran wird sich auch am Nürburgring nichts ändern. Erst in Ungarn zeigt das finanzschwache Team die Variante des Doppeldiffusors, die Red Bull bereits in Monaco im Einsatz hatte. Wann und ob das Schwesterteam auf den aktuellen Stand des erfolgreichen RB5 kommt, steht dagegen noch nicht fest.

Force India:
Auch bei Force India haben die Designer ihr großes Update schon zum GP England präsentiert. Am Nürburgring ist zunächst einmal kleineres Feintuning am Frontflügel und Unterboden angesagt. Trotz Pech im Qualifiying konnte Giancarlo Fisichella zuletzt sogar die Top-Teams Renault, McLaren und BMW-Sauber hinter sich lassen. Nun soll in Deutschland endlich der Durchbruch gelingen.

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