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F1 Test Barcelona (2) - Ergebnis Tag 2

Grosjean fährt Last-Minute Bestzeit

Formel 1-Test, Barcelona, 01.03.2012, Romain Grosjean, Lotus Renault GP Foto: xpb 127 Bilder

Romain Grosjean hat sich am zweiten Tag der Tests in Barcelona die zweite Bestzeit gesichert. Bei Ferrari müssen dagegen die Alarmglocken läuten. Fernando Alonso fuhr eine enttäuschend langsame Rennsimulation. Michael Schumacher leistete sich einen Ausrutscher ins Kies.

02.03.2012 Tobias Grüner

Der Testfreitag in Barcelona begann mit einer halben Stunde Verspätung. Dichter Nebel über dem Circuit de Catalunya ließ einen pünktlichen Start der Sitzung nicht zu. Die Rennleitung entschied, am Ende einfach 30 Minuten dranzuhängen. Lotus-Pilot Romain Grosjean nutzte die zusätzliche Zeit am besten.

Fünf Minuten vor dem Ende fuhr der Lotus-Pilot im ersten Umlauf eines Sechs-Runden-Stints auf den weichen Reifen eine Zeit von 1:22.614 Minuten. Damit unterbot der Franzose nicht nur seine eigene Vorgabe vom Donnerstag sondern die auch bis dahin bestehende Bestmarke von Toro Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne.

Lotus-Rennsimulation besser als Ferrari

Dass Lotus schnelle Zeiten mit wenig Sprit fahren kann, das wussten die Experten aber vorher schon. Mit mehr Spannung wurden die ersten Longruns erwartet. Grosjean fuhr am Freitag die erste Rennsimulation mit dem Lotus E20. Durch einen langen letzten Stint auf harten Reifen kam der letztjährige GP2-Champion mit drei Boxenstopps über die Distanz. Die Rundenzeiten waren dadurch im Schnitt etwas langsamer als bei den Simulationen von Mercedes und Red Bull. Insgesamt machte das Auto aber auch mit mehr Sprit eine gute Figur.

Vom Ferrari konnte man das allerdings nicht behaupten. Fernando Alonso fuhr als zweiter Pilot am Freitag eine Rennsimulation. Die Experten rieben sich verwundert die Augen. Waren die Rundenzeiten zu Beginn der einzelnen Stints zumeist noch ganz vernünftig, brachen die Reifen regelmäßig nach wenigen Runden ein. Vor allem zu Beginn der 66 Runden-Distanz mit vollen Tanks verlor der Ferrari extrem zwischen zwei Boxenstopps. Hier haben die Ingenieure noch viel Arbeit vor sich.

Schumacher im Kiesbett

Die anderen Teams verzichteten auf Rennsimulationen. Sebastian Vettel, der sieben Zehntel hinter Grosjean die drittbeste Zeit fuhr, fuhr einzelne Longruns, testete verschiedene Reifenmischungen und übte Boxenstopps. Bei Red Bull bereitet sich schon alles auf den Samstag vor. Dann will Stardesigner Adrian Newey endlich sein großes Update-Paket präsentieren

Mit Michael Schumacher war am Freitag noch ein zweiter deutscher Weltmeister im Einsatz. Vor der Mittagspause war der Mercedes gleich für zwei der insgesamt acht Unterbrechungen verantwortlich. Zuerst ließ man absichtlich den Sprit ausgehen, um das Benzin-System zu checken. Kurze Zeit später ließ es Schumi etwas zu schnell angehen. Der Angriff endete im Kiesbett. Wieder musste der Abschlepper anrücken. Im Zeitenklassement stand am Ende nur der achte Platz.

Getriebeschaden bei Force India

Probleme gab es auch bei Nico Hülkenberg. Der Force India-Pilot war am Vormittag unzufrieden mit dem Setup. Einen weiteren Anlauf am Nachmittag verhinderte das Getriebe. Die Schaltbox wurde auf ihre Haltbarkeit getestet und so lange gefahren, bis sie von alleine den Geist aufgab. Pech für Hülkenberg, dass es kurz nach der Mittagspause passierte. Am Nachmittag musste er sich die Zeit mit Softball vertreiben. Mit 36 Runden absolvierte der Force India die geringste Distanz aller Autos.

Kilometerkönig wurde zum ersten Mal in diesem Testwinter Fernando Alonso. Durch seine Rennsimulation kam der Ferrari auf 125 Runden. Grosjean kam mit der gleichen Übung auf 124 Umläufe. Auch Heikki Kovalainen schaffte die dreistellige Marke (104). Der Caterham zeigte sich auch erstmals in der oberen Hälfte der Zeitentabelle. Mit einem Qualifying-Run auf Supersoft-Reifen wurde der Finne immerhin Fünfter.

Am Samstag geht es auf dem Circuit de Catalunya weiter. auto motor und sport wird Sie auch am Wochenende per Live-Ticker mit Infos, Zeiten und Bildern aus Barcelona versorgen. Die Fotos vom Freitag finden Sie in der Galerie.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Romain GrosjeanLotus1:22.614 Min.124
2. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 0.512 Sek.45
3. Sebastian VettelRed Bull+ 0.74785
4. Fernando AlonsoFerrari+ 0.833125
5. Heikki KovalainenCaterham+ 1.214104
6. Kamui KobayashiSauber+ 1.22277
7. Nico HülkenbergForce India+ 1.27936
8. Michael SchumacherMercedes GP+ 1.36479
9. Lewis HamiltonMcLaren+ 1.49765
10. Bruno SennaWilliams+ 2.31148
11. Pastor MaldonadoWilliams+ 3.18720
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