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F1 Test Barcelona (2) - Tag 3

Perez bringt Sauber wieder an die Spitze

Mark Webber - Red Bull - Formel 1-Test Barcelona - 3. März 2012 Foto: ams 118 Bilder

Sauber bleibt ein Kandidat für Überraschungen. Sergio Perez beeindruckte am dritten Testtag von Barcelona nicht nur mit der besten Zeit sondern auch mit einer schnellen Rennsimulation. Ärger machte nur das Wetter: Regen und Hagel sorgten bei vielen Teams für ein verkürztes Programm am Nachmittag.

03.03.2012 Tobias Grüner

Dieser Sauber wird langsam unheimlich. In der ersten Barcelona-Woche hatte schon Kamui Kobyashi die Bestzeit gefahren, in der zweiten Woche steht nach drei Tagen aktuell Sergio Perez ganz oben in der Tabelle. Kurz vor der Mittagspause fuhr der Mexikaner am Samstag (3.3.) eine schnelle Runde auf Soft-Reifen in 1:22.094 Minuten. Diese Zeit stand auch noch am Abend ganz oben auf dem Monitor.

Dabei hätte Perez auch noch schneller gekonnt. Kurz nach seiner Bestzeit ging es noch einmal auf den Supersoft-Gummis raus. Doch der Youngster bekam die Runde nicht zusammen. Normalerweise sind mit den besonders klebrigen Pirellis noch einmal drei Zehntel mehr drin. Der Sauber konnte aber nicht nur mit schnellen Zeiten mit einem leeren Tank beeindrucken. Auch die Rennsimulation von Perez überzeugte die Experten mit schnellen und konstanten Zeiten.

Regen kommt Rennsimulationen in die Quere

Ganz abschließen konnte Perez die Grand Prix-Distanz von 66 Runden am Stück aber nicht. Ein unerwarteter Regenschauer sorgte anderthalb Stunden vor dem Abpfiff für eine Unterbrechung des Testprogramms. Die Rennleitung gab sogar eine kurze Hagel-Warnung raus. Neben Sauber mussten auch Toro Rosso, Williams, Ferrari und Force India ihre Rennsimulation vor der "Ziellinie" beenden.

Auf der feuchten Strecke sah man in der letzten Stunde nicht mehr viele Autos. Nur Sergio Perez, Felipe Massa, Daniel Ricciardo, Nico Rosberg und Bruno Senna testeten die profilierten Pirelli-Gummis. Senna sorgte in dieser Phase auch noch für die erste Unterbrechung des Tages. Er blieb mit seinem Williams neben der Strecke stehen und musste mit dem Transporter abgeholt werden.

Interessant waren auch die vielen Qualifying-Simulationen am Vormittag. Neun Fahrer blieben unter der Marke von 1:23 Minuten. Nur Kimi Räikkönen kam nicht in Schwung. Er klagte schon früh über ein komisches Fahrgefühl. Das Team entschied sich, die Lenkstange zu wechseln und wieder auf das System von Jerez zu gehen. Dabei hatte sich der Iceman dort schon beklagt, weshalb man die Lenkung überhaupt erst veränderte. Der Umbau kostete viel Zeit. Mit 43 Runden brachte es der Lotus auf die geringsten Kilometer.

McLaren und Red Bull mit Updates

Die meisten schnellen Zeiten konnte man am Vormittag beobachten, als die Luft noch etwas kühler war. Nur Jenson Button legte am Nachmittag einen schnellen Run hin. Mit 1:22.103 Min. verpasste er die Perez-Vorlage nur um neun Tausendstel. Der McLaren stand am Samstag unter besonderer Beobachtung. Die Ingenieure bauten das Auto in der Front komplett um. Mit dem Update verzichtete der MP4-27 erstmals auf den markanten Frontsplitter. Experten vermuten, dass dies der erste Schritt zu einem Frontflügel-F-Schacht ist, wie ihn auch Mercedes fährt.

Auch bei Red Bull konnten Technik-Fans viele neue Teile entdecken. Neben dem Frontflügel sorgte vor allem der umgebaute Auspuff für Aufregung. Gegen die vielen Fotografen waren die Mechaniker machtlos, die verzweifelt versuchten, die Geheimnisse zu bewahren. Auf Zeitenjagd ging Mark Webber mit dem neuen Paket noch nicht. Am Ende nur Rang acht im Klassement. Die Konkurrenz hat anhand der Rundenzeiten aber schon einmal ausgerechnet, was im Red Bull stecken müsste. Danach sollte das Weltmeisterauto mit wenig Sprit locker eine 1:20er Zeit drin haben.

Caterham überrascht im Mittelfeld

Besonders auffällig war am Samstag auch das Auto von Caterham. Mit 1:22.630 Min. fuhr sich Heikki Kovalainen mitten ins Mittelfeld. Zwar kam die Zeit bei einem Quali-Run mit Supersoft-Reifen zustande, trotzdem hatten nur die wenigsten Experten dem grünen Auto diese Leistung zugetraut. Mit 64 Runden war man in puncto Zuverlässigkeit aber wieder am unteren Ende der Tabelle.

Die meisten Kilometer sammelte Daniel Ricciardo. 131 Runden kamen dank der Rennsimulation und der Testarbeit auf feuchter Strecke zusammen – fast zwei Grand Prix-Distanzen. Auch Rosberg (129), Massa (122), Perez (114), Senna (111) und Di Resta (108) kamen in den dreistelligen Bereich.

Großes Testfinale am Sonntag

Am Sonntag geht es in das große Testfinale. Zum Abschluss der Wintertests hat sich in Barcelona viel Prominenz angekündigt. Mit Sebastian Vettel, Michael Schumacher, Fernando Alonso, Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen sind gleich fünf Weltmeister im Einsatz. Das hatten wir in diesem Jahr noch nie. Aus deutscher Sicht kommt auch noch Nico Hülkenberg dazu. auto motor und sport wird natürlich auch vom Abschluss der Testfahrten im Live-Ticker aus Barcelona berichten. Die besten Bilder des Tages gibt es in der Fotogalerie.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Sergio PerezSauber1:22.094Min.114
2. Jenson ButtonMcLaren+ 0.009 Sek.44
3. Daniel RicciardoToro Rosso+ 0.061131
4. Felipe MassaFerrari+ 0.319122
5. Paul di RestaForce India+ 0.352108
6. Bruno SennaWilliams+ 0.386111
7. Heikki KovalainenCaterham+ 0.53664
8. Mark WebberRed Bull+ 0.56870
9. Nico RosbergMercedes GP+ 0.838129
10. Kimi RäikkönenLotus+ 3.28543
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