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F1-Test Barcelona 2

Licht und Schatten bei Ferrari

Kimi Räikkönen Foto: Ferrari 35 Bilder

Für Ferrari begann der zweite Testtag (10.3.) mit einer Bestzeit und endete mit einem Ausfall. Aus Angst vor einem Stromschlag musste Kimi Räikkönen sein angeschlagenes Pferd springend verlassen.

10.03.2009 Michael Schmidt

Auf dem Programm des Finnen standen drei Qualifikationsversuche und eine Renndistanz. Eine der drei Runden mit wenig Benzin im Tank und weichen Reifen brachte dem Finnen mit 1.20,314 Minuten Tagesbestzeit. Seine Rennsimulation war bereits nach fünf Runden beendet. Dann meldete die Telemetrie einen Druckverlust im Kühlsystem des Hybridantriebes.
 
Räikkönen wurde an die Boxen gebeten, um größere Schäden an den Batterien und der Elektronk des KERS zu verhindern. Um auf Nummer sicher zu gehen, sprang Räikkönen mit beiden Beinen gleichzeitig aus dem Cockpit, noch bevor die Mechaniker den Ferari F60 in die Garage zurückschieben konnten. Seit dem KERS-Zwischenfall bei BMW letztes Jahr in Jerez geht immer noch die Angst um, sich einen elektrischen Schlag einzufangen.

Bei Testfahrten in Bahrain ereignete sich bei Ferrari ein ähnlicher Defekt. Er hielt die Mechaniker für Stunden in Atem. Auch diesmal steht wieder eine Nachtschicht an. Felipe Massa muss morgen fortsetzen, was Räikkönen begonnen hat. Räikkönens Fazit fiel dennoch positiv aus: "Das Auto fühlt sich gut an. Ich fühle mich wohl."

Positives von BMW-Sauber und Toyota

Bei BMW lief es besser. Seine Qualifikationsrunde hatte Nick Heidfeld schon am Vortag abgespult und mit 1.20,338 die Bestzeit am Montag aufgestellt. Am Morgen des zweiten Testtages startete Heidfeld seine Grand Prix-Simulation mit Einführungsrunden, 66 Rennrunden und zwei Tankstopps. Insgesamt musste der BMW-Pilot allerdings fünf Mal anhalten. Dabei wurde der Test drei Mal wegen roter Flaggen unterbrochen. Ein Toro Rosso, ein Honda und ein Toyota waren auf der Strecke ausgerollt und mussten geborgen werden. 

Zweitschnellster hinter Räikkönen war Williams-Pilot Kazuki Nakajima. Zum ersten Mal überhaupt in diesem Testwinter pumpte Williams Benzin ab. Mit 1.20,907 Min. fehlten Nakajima sechs Zehntel auf die Top-Zeiten. Platz drei belegte Rubens Barrichello im Brawn BGP001-Mercedes. Der Brasilianer dokumentierte mit 1.20,966 Minuten, dass Jenson Buttons Zeit vom Vortag keine Eintagsfliege war. "Ich kann das gute Gefühl von Jenson nur bestätigen. Das neue Auto liegt viel stabiler auf der Straße als das alte."

Jarno Trulli setzte als Vierter die positiven Testergebnisse von Toyota fort. Die rotweißen Autos aus Köln beeindrucken vor allem mit ihren konstanten Rundenzeiten auf hohem Niveau. Ein Toyota-Ingenieur traute sich zu sagen: "Wenn wir die Spritgewichte mit einrechnen, hatten wir heute das schnellste Auto im Feld."

Webbers Bein ist bei 70 Prozent

Mark Webber kam nach einem mühsamen Start auf eine Zeit von 1.21,347 Minuten. Der Australier fühlt sich im neuen Red Bull RB5 noch nicht so wohl wie Teamkollege Sebastian Vettel, der ab morgen ins Lenkrad greift. Webber will sich aber nicht auf seine Beinverletzung herausreden. "Das rechte Bein ist erst zu 70 Prozent betriebstüchtig. Das behindert mich aber nur beim Gehen und nicht beim Fahren."
 
Lokalheld Fernando Alonso beschränkte sich auf Dauerläufe. Der Spanier spulte 111 Runden ab. Unter dem Gesichtspunkt war seine Zeit von 1.21,937 ordentlich, auch wenn das der achte Platz des Spaniers nicht widerspiegelt. BMW-Pilot Heidfeld war bei einem ähnlichen Programm mit 1.21,615 nur drei Zehntel schneller. Damit ist klar: Renault hat nach dem katastrophalen Start in die Testsaison stark aufgeholt.

Mercedes-Piloten schweigsam

Heikki Kovalainen konnte trotz einer Verbesserung auf 1.21,991 nicht verhindern, dass McLaren hinter Brawn GP und Force India langsamstes Mercedes-Team war. Aussagen aus dem McLaren-Camp gab es nicht. Ein Pressesprecher passt auf, dass die Fahrer nichts sagen.
 
Für Toro Rosso war der zweite Testtag ein Tag zum Abhaken. Sebastien Bourdais kam nur 14 Runden weit, weil ein Problem mit den Felgen aufgetaucht war. Bis neues Material aus Faenza eintrifft, bleibt nur Warten. Das Team schickte Teamkollege Sebastien Buemi für sechs langsame Runden zum Eingewöhnen auf die Bahn, um morgen ohne Verzögerungen das für Dienstag geplante Programm zu komplettieren.

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