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F1-Test Barcelona 2 (Tag 1)

Massa knallt Top-Zeit in Asphalt

Felipe Massa - Williams  Formel 1-Test - Barcelona - 26. Februar 2015 Foto: xpb 145 Bilder

Die Formel 1 ist in Barcelona in die letzte Testwoche gestartet. Zum Auftakt gab es eine Bestzeit von Felipe Massa und jede Menge Updates. Besonders bei Mercedes und Toro Rosso hagelte es neue Teile. Bei McLaren setzte sich das Technik-Drama nahtlos fort.

26.02.2015 Andreas Haupt

Felipe Massa hat am ersten Tag der abschließenden Testfahrten ein Ausrufezeichen gesetzt. Der brasilianische Routinier umrundete den 4,655 Kilometer langen Kurs in Barcelona mit seinem Williams FW37 am Donnerstag (26.2.2015) in 1:23.500 Minuten. Noch nie war ein Pilot in diesem Jahr schneller unterwegs auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.

MGU-K legt Hamilton und Mercedes lahm

Die Updates am Williams scheinen ihre Wirkung zu zeigen. Der englische Traditionsrennstall aus Grove (England) rüstete sein Auto mit einer zentralen Heckflügelstütze aus. Im Vorjahr, in Jerez und beim ersten Barcelona-Test war Williams noch ohne Strebe unterwegs. Ebenfalls modifiziert zeigten sich Frontflügel, Unterboden und Seitenkästen. Die Bestzeit radierte Massa auf weichen Pirelli-Gummis in den Asphalt.

Anders als Lewis Hamilton. Der britische Weltmeister setzte seine schnellste Zeit - mit knapp 1,4 Sekunden Rückstand - auf den härteren Medium-Reifen. Sie sind in Barcelona rund 1,5 Sekunden langsamer als die gelbmarkierte weiche Mischung.

Der Weltmeister griff beim Auftakt in die finale Testwoche ins Lenkrad eines runderneuerten Mercedes AMG F1 W06. Die Update-Liste ist lang: neue Nase, neue Kamerabefestigungen, neue Verkleidung an den Seitenkästen, stärker umschlossener Auspuff, neue Leitbleche und veränderter Heckflügel. Auf dem Papier sollen die Änderungen dem Mercedes eine halbe Sekunde bringen.

Ganz reibungslos verlief der Tag nicht. Schon kurz vor der Mittagspause (13 Uhr) war für den Weltmeister Schluss. Mercedes stoppte ein Defekt im Hybridsystem MGU-K. Seine letzten Bahnen drehte Hamilton unter leichtem Regen, der die Strecke für rund 30 Minuten heimsuchte.

Ferrari und Lotus unauffällig

Zwischen den Kunden- und Werks-Mercedes schob sich Marcus Ericsson im Sauber. Rund 20 Minuten vor dem Ende der Session schnalzte er im Zuge eines Qualifying-Runs auf der weichsten aller Pirelli-Mischungen seine Bestmarke in den Asphalt. Der Ex-Caterham-Fahrer beendete zuvor erfolgreich eine Rennsimulation. Die Reifenfolge lautete "soft, medium, hart".

Was die Sauber-Fans freuen dürfte. Insbesondere auf den beiden stabileren Mischungen fuhr Ericsson konstante Zeiten – allerdings nicht auf einem Niveau, das die Konkurrenz schockieren sollte. Ericsson war mit 122 Runden der fleißigste Pilot des Tages.

Schlecht in den Tag startete Red Bull. Gleich bei seiner ersten Ausfahrt blieb Daniil Kvyat am Ende der Boxengasse liegen. Doch nach einer kurzen Auszeit in der Garage ging es für den ehemaligen Toro Rosso-Piloten und seinen RB11 weiter. Wirklich auf Zeitenjagd setzte das enthronte Weltmeister-Team seinen neuen Piloten jedoch nicht an. Die Mechaniker bepinselten stattdessen den RB11 häufig mit grüner FloViz-Farbe.

Ein unauffälliges Testprogramm schrubbte Lotus. Romain Grosjean steuerte seinen Dienstwagen auf den fünften Gesamtrang. In seinem schnellsten Versuch ließ sich der Franzose weiche Reifen aufziehen - allerdings ist wie immer bei den Testfahrten die Spritmenge unbekannt.

McLaren-Honda klebt die Seuche am Schuh

Ohne echten Glanzpunkt endete der Testtag für Ferrari. Kimi Räikkönen platzierte sich vor Carlos Sainz auf dem sechsten Platz. Der Toro Rosso-Neuzugang sorgte für die einzige Unterbrechung des Tages. Der 20-jährige Spanier blieb vor seinem Heimpublikum am Ende der Gegengerade (Turn 10) liegen. Die Panne ereignete sich um 15.10 Uhr Ortszeit.

Das Red Bull-Schwesterteam hat für Barcelona einen neuen STR11 auf Kiel gelegt. Das Facelift betrifft Nase, Seitenkästen, Unterboden, Kühlung, Flügel, Leitbleche und Vorderachse. Noch ging der Rennstall aus Faenza nicht auf Zeitenjagd. Es geht erst einmal darum, das neue Paket kennenzulernen und feinzujustieren. Nach zwei Stunden in der Garage schickte Toro Rosso seinen Fahrer noch einmal raus, und er konnte seine Zeit verbessern leicht drücken.

Erneut schief lief es für McLaren-Honda. Ein Leck in der Hydraulik zwang die britisch-japanische Liaison zum Motorwechsel und gleichzeitiger Aufgabe nach wenigen Stunden. Jenson Button rollte am Morgen lediglich sieben Mal um die Strecke. Die Kinderkrankheiten hat McLaren noch lange nicht aussortiert, und die Uhr tickt unerbittlich gegen das Team. Bis zum Sainsonauftakt in Melbourne sind es nur noch 17 Tage. Unter diesen Voraussetzungen wird es schwer, den MP4-30 rechtzeitig auszutesten.

In unserer Galerie haben wie die Bilder des Tages gesammelt. Darin finden Sie auch die vielen Updates am Williams, Toro Rosso und Mercedes.

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Felipe MassaWilliams1:23.500 Min.103
2. Marcus EricssonSauber+ 0.776 Sek.122
3. Lewis HamiltonMercedes+ 1.38148
4. Daniil KvyatRed Bull+ 2.44775
5. Romain GrosjeanLotus+ 2.67775
6. Kimi RäikkönenFerrari+ 2.82780
7. Carlos SainzToro Rosso+ 3.46286
8. Jenson ButtonMcLaren+ 7.9797
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