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F1-Test Barcelona 2 (Tag 3)

Hamilton bestätigt Mercedes-Vormachtstellung

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 28. Februar 2015 Foto: xpb 104 Bilder

Lewis Hamilton geht mit einer Bestzeit im Rücken in die neue Formel 1-Saison. Der Brite tätowierte am vorletzten Testtag eine Zeit von 1:23.022 Minuten in den Asphalt. Auf weichen Reifen. Die Konkurrenz balgte sich auf den extraweichen Gummis um den zweiten Rang beim Barcelona-Test.

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28.02.2015 Andreas Haupt

Die Vorzeichen verdichten sich. Mercedes hat wieder das schnellste Auto gebaut. Am vorletzten Tag der Wintertestfahrten schnappte sich Lewis Hamilton in 1:23.022 Minuten die Bestzeit. Am Vortag war Teamkollege Nico Rosberg knapp zweieinhalb Zehntel schneller unterwegs gewesen. Der Unterschied kann aber von den Streckenbedingungen rühren. Das Asphaltband kühlte in der letzten Teststunde am Samstag merklich aus.

Hamilton lässt Mercedes umbauen

Der Titelverteidiger spulte am Samstag ein ähnliches Programm wie sein Stallrivale tags zuvor ab. Hamilton schoss sich auf das komplett veränderte Auto ein. Mit den neuen Teilen muss Mercedes für beide Fahrer noch nach dem optimalen Setup suchen. Eine Stunde vor der Mittagspause – in Barcelona um 13 Uhr – verließ der Brite seinen Wagen für einen Umbau. Erst drei Stunden später rückte er wieder aus. Die Arbeiten zahlten sich mit der schnellsten Runde aus.

Am Morgen, bei höheren Streckentemperaturen, balgten sich Felipe Massa und Kimi Räikkönen im Zuge einer Qualifyingsimulation um die vorläufige Spitzenposition. Mit dem besseren Ende für den kleinen Brasilianer im Williams. Wenn auch denkbar knapp. Der 33-jährige Routine verwies seinen alten Teamkollegen mit einer Zeit von 1:23.262 Minuten um 14 Tausendstel auf den dritten Rang.

Am Nachmittag verlagerte Williams seinen Fokus auf Longruns mit harten und mittelharten Gummis. Mit dem Ergebnis konstanter Umläufe. Ferrari schickte Räikkönen dagegen auf eine Rennsimulation. Der Finne machte dabei eine gute Figur. Sein Rennen gegen die Uhr begann zunächst auf Medium-Pneus. Dann schnallte ihm Ferrari bei einem Boxenstopp die harten Reifen an den SF15-T. Im dritten Turn zückte die Scuderia die unmarkierten Pirelli-Reifen. Eine ungewöhnliche Wahl, aber vielleicht eine Verschleierungstaktik. Allerdings schaffte der Iceman keine komplette Distanz. Nach 60 von 66 Umläufen brach Ferrari vorzeitig ab.

Sainz und Grosjean knapp getrennt

Eine Viertelstunde vor dem Ende brachten Carlos Sainz im Toro Rosso und Romain Grosjean (Lotus) ihre schnellsten Versuche ins Ziel. Im Schlussspurt musste sich der Franzose um die Winzigkeit von neun Tausendstel gegenüber Sainz geschlagen geben. Der Spanier sorgte rund 12 Minuten vor Schluss für die zweite Unterbrechung. Für die erste zeigte sich Marcus Ericsson verantwortlich. Lotus experimentierte tagsüber mit einem leicht modifizierten Frontflügel. Die Änderung betraf das obere Frontflügelelement. Dort fehlte im Gegensatz zur alten Variante ein weiteres Leitblech.

Der Schwede Ericsson schob sich am Samstag auf die sechste Position. Auch der ehemalige Caterham-Pilot hatte bei seinem schnellsten Umlauf die extraweiche Pirelli-Reifensorte aufgeschnallt. Hinter dem Sauber platzierte sich Nico Hülkenberg. Der lange Rheinländer strampelte im Force India mit 158 Runden die meisten Kilometer des Tages ab. Da sein neuer Renner erst gestern das erste Mal getestet wurde, hat Force India ein klares Programm. Technikchef Andy Green erklärt: "Wir haben so viel Testzeit verloren, dass wir Prioritäten setzen müssen. An erster Stelle stehen für uns Rennsimulationen. Solange wir noch von der Performance des Autos gehandikapt sind, ist das Rennen unsere Chance."

Ricciardo letzter – aber schnell

Keinen Wert auf schnelle Zeiten legt Red Bull. Das Team mit Sitz in Milton Keynes brachte einen neuen Heckflügel mit geänderten Endplatten am RB11 an. Mittlerweile ist auch Technik-Guru Adrian Newey in Barcelona angekommen. Das spricht für weitere neue Teile. Trotz des Verzichts auf Shortruns konnte Ricciardo beeindrucken. Im Dauerlauf legte der dreifache GP-Sieger eine starke Konstanz hin. "Im Longrun sind wir gut dabei. Auf eine Runde fehlt uns auf Mercedes noch was", befand Teamchef Christian Horner. Er bestätigte auch, dass Renault bereits mit Melbourne-Spezifikation fährt. "Nur an der Zündung basteln sie noch rum. Die Fahrbarkeit ist aber deutlich besser geworden."

An seiner Zuverlässigkeit muss McLaren arbeiten. Nach 101 Runden vom Vortag brachte Ersatzpilot Kevin Magnussen nur 39 Runden zustande. Der Däne wurde von einem Ölleck gestoppt. Mit seiner schnellsten Runde von 1:25.742 Minuten reihte sich Magnussen allerdings vor Ricciardo ein.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die schönsten Szenen des Tages.

FahrerTeamZeit/RückstandRunden
1. Lewis HamiltonMercedes1:23.02276
2. Felipe MassaWilliams+ 0.240 Sek.102
3. Kimi RäikkönenFerrari+ 0.254136
4. Carlos SainzToro Rosso+ 1.169132
5. Romain GrosjeanLotus+ 1.178116
6. Marcus EricssonSauber+ 1.455123
7. Nico HülkenbergForce India+ 1.917158
8. Kevin MagnussenMcLaren+ 2.20339
Daniel RicciardoRed Bull+ 2.720128
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