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F1 Test Barcelona 2015 (Ergebnis Tag 1)

Test-Spektakel endet mit Maldonado-Bestzeit

Pastor Maldonado - Lotus - Formel 1-Test - Barcelona - 19. Februar 2015 Foto: xpb 161 Bilder

Der erste Testtag von Barcelona hatte jede Menge Drama zu bieten. Williams und Sauber kollidierten. Aushilfstester Pascal Wehrlein musste gleich 2 unterschiedliche Autos fahren. Und am Ende setzte Pastor Maldonado im Lotus überraschend die Bestzeit.

19.02.2015 Tobias Grüner

In Barcelona hat am Donnerstag (19.2.2015) die zweite Testwoche begonnen. Schon der unterhaltsame Auftakt produzierte jede Menge spannende Geschichten. Kaum ein Team kam ohne Probleme über den Tag. Bei besten Bedingungen auf dem spanischen Grand Prix-Kurs bekamen die Zuschauer für einen Testtag ungewöhnlich viel Action geboten.

Sauber kollidiert mit Williams

Für die kurioseste Szene sorgten kurz nach der Mittagspause Williams-Testfahrerin Susie Wolff und Sauber-Pilot Felipe Nasr. Bei einem Überholversuch kamen sich die beiden in die Quere und kollidierten. Das Missverständnis endete im Kiesbett. Obwohl die beiden Autos stark ramponiert waren, konnten sowohl Wolff als auch Nasr dank schneller Arbeit ihrer Mechaniker in der letzten Stunde des Tests noch einmal rausgehen.

Auch bei Lotus lief nicht alles perfekt. In der Früh sorgte Pastor Maldonado für die ersten beiden roten Flaggen. Zunächst blieb der E23 mit einem Sensorproblem stehen, dann versagte die Benzinpumpe. Über Mittag musste am schwarz-goldenen Auto auch noch die Kupplung gewechselt werden.

Erst am Nachmittag kam Maldonado richtig in Schwung. Der Venezolaner ließ sich die weichen Pirelli-Reifen aufziehen und fuhr damit die erste Tagesbestzeit der Woche. Die schnellste Runde in 1:25.011 Minuten war mehr als 2 Zehntel schneller als die Pole Position-Zeit von Lewis Hamilton beim GP Spanien 2014 an gleicher Stelle.

Auch Kimi Räikkönen, der sich die zweitbeste Zeit im Klassement notieren ließ, blieb noch unter der Hamilton-Vergleichsmarke. Im Gegensatz zu Maldonado fuhr der Iceman seine schnellste Runde allerdings auf der härteren und damit langsameren Medium-Mischung. Weil es keine Angaben und Anhaltspunkte zu Spritmengen gibt, sind die Zeiten jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Wehrlein wechselt die Autos

Das Klassement war am Ende nur eine Randnotiz. Neben dem Wolff-Nasr-Crash sorgten auch die Ereignisse im Mercedes-Lager für größere Schlagzeilen. Weil Lewis Hamilton nach nur 11 Runden in der Früh mit Fieber aufgeben musste, wurde Force India-Gast-Testfahrer in den Werkssilberpfeil berufen. Der DTM-Pilot wechselte kurz vor der Mittagspause kurzerhand die Cockpits.

Wehrlein kam nur zum Einsatz, weil auch Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg angeschlagen ist. Der Vizechampion wird von einer Nerven-Entzündung im Nacken geplagt. Noch ist unklar, inwieweit das Stammpersonal in den weiteren Testtagen einsatzbereit ist. Am Freitag soll Rosberg beginnen und so lange fahren, wie es geht. Wehrlein kam bei seinem ersten Einsatz übrigens auf insgesamt 80 Runden. Die Zeiten waren nebensächlich. Bei einem Dreher kurz vor Ende der Sitzung kam der Deutsche glimpflich davon.

McLaren-Testtag vorzeitig beendet

Nicht nur bei Mercedes geht es mit Fragezeichen in den zweiten Testtag. Bei McLaren sind allerdings nicht die Fahrer sondern die Technik das Problem. Jenson Button musste den Barcelona-Auftakt nach 21 Runden aufgeben, nachdem eine fehlerhafte Dichtung zu einem MGU-K-Defekt führte. Dieser hatte einen Motorwechsel zur Folge. Nach 3 Stunden gingen die Garagentore zu.

Das Problem von McLaren: Die problematische Dichtung hat einen Konstruktionsfehler, der sich auf die Schnelle nicht beheben lässt. Erst am Samstag sollen in Barcelona neue Teile eintreffen. Wie weit man am Freitag mit dem fehlerhaften Teil kommt, ist unklar. "Es kann sein, dass das gleiche Problem wieder auftaucht", gibt sich Honda-Sportchef Yasuhisa Arai skeptisch.

Verstappen mit Kilometer-Bestmarke

Die wenigsten Probleme hatte Max Verstappen zu beklagen. Der Toro Rosso-Rookie fuhr mit 94 Runden den Tagesbestwert in Sachen Gesamtdistanz. Beim Schwesterteam Red Bull gab es vor allem am Vormittag immer wieder Probleme im Motorumfeld, wodurch das Programm verkürzt wurde. Am Ende kam Daniel Ricciardo immerhin noch auf 59 Runden und Platz 3. Seine schnellste Runde fuhr der Australier allerdings genau wie Maldonado auf der weichen Mischung.

Bei Force India gab es keine größeren Technik-Klagen. Sergio Perez, der nach dem Wehrlein-Wechsel eilig von einem PR-Event in der Innenstadt an die Strecke beordert wurde, fuhr am Nachmittag 34 Runden und die viertschnellste Zeit. Es war für Force India der erste Testtauftritt in diesem Jahr. Weil das neue Auto immer noch nicht fertig ist, setzt das britisch-indische Team diese Woche noch das Vorjahresmodell ein. Vor allem das Sammeln von Reifendaten steht auf dem Programm.

Die besten Bilder eines aufregenden Testtags haben wir für Sie in unserer Galerie gesammelt.

FahrerTeamZeit / RückstandRunden
1. Pastor MaldonadoLotus1:25.011 Min.69
2. Kimi RäikkönenFerrari+ 0.156 Sek.74
3. Daniel RicciardoRed Bull+ 0.53659
4. Sergio PerezForce India+ 1.62534
5. Felipe NasrSauber+ 2.29678
6. Max VerstappenToro Rosso+ 2.88993
7. Jenson ButtonMcLaren+ 3.17121
8. Pascal WehrleinForce India+ 3.31832
9. Pascal WehrleinMercedes+ 3.47847
10. Susi WolffWilliams+ 3.89586
11. Lewis HamiltonMercedes+ 5.41811
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