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F1 Test Barcelona 2015 (Ergebnis Tag 2)

Ricciardo gewinnt spannende Zeitenjagd

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1-Test - Barcelona - 20. Februar 2015 Foto: xpb 133 Bilder

Am zweiten Tag der Testwoche von Barcelona sind einige Teams erstmals auf Bestzeitenjagd gegangen. Das spannende Duell um die Spitze entschied am Ende Daniel Ricciardo knapp vor Kimi Räikkönen und Felipe Massa. Heimlicher Sieger ist aber Mercedes. Wir erklären warum.

20.02.2015 Tobias Grüner

Am Freitag (20.2.2015) haben die 9 Teams in Barcelona das Tempo und die Intensität noch einmal deutlich erhöht. Die Bestzeit vom Vortag, aufgestellt von Pastor Maldonado, wurde um eine halbe Sekunde unterboten. Gleich 5 Piloten waren schneller als der Lotus. Bei der spannenden Bestzeitenjagd hatte am Ende Daniel Ricciardo die Nase ganz knapp vorn.

Ricciardo eine Hundertstel schneller als Räikkönen

Kurz vor der Mittagspause absolvierte der Australier eine Qualiyifing-Simulation. Dabei ging der Red Bull-Pilot 2 Mal in Folge mit weichen Reifen auf jeweils eine schnelle Runde. Beim zweiten Anlauf sprang schließlich eine 1:24.574 Min. heraus, die nicht mehr unterboten wurde. Der Angriff von Kimi Räikkönen kurze Zeit später verfehlte die Bestzeit nur um eine Hundertstel.

Ohne Informationen über die Spritmenge wollen wir der Vollständigkeit halber erwähnen, dass der Lauf des Ferrari 2 Runden länger war als der des Red Bull. Auch Felipe Massa, mit 96 Tausendstel auf Rang 3 der Zeitentabelle, fuhr bei seiner Attacke auf die Spitze am Nachmittag 3 und nicht nur eine fliegende Runde am Stück mit weichen Reifen. Es war das erste Mal überhaupt, dass Williams mit etwas weniger Sprit unterwegs war.

Außer Konkurrenz lief der Force India auf Rang 4 im Klassement ein. Sergio Perez verfehlte die Bestzeit um gut ein Zehntel, als er am Mittag bei Reifenvergleichsfahrten die Supersofts aufziehen ließ. Die rotmarkierten Gummis hatte sonst niemand ausprobiert. Weil Force India nach wie vor mit dem 2014er Auto unterwegs ist, bleibt die Leistung ohne besondere Aussagekraft.

Rosberg und Hamilton teilen sich Silberpfeil

Interessanter ist da schon Lewis Hamiltons Zeit auf Rang 5. Der Brite, der immer noch von einer leichten Erkältung geschwächt war, blieb dreieinhalb Zehntel hinter der Bestzeit - allerdings auf den deutlich langsameren Medium-Reifen. Rechnet man den Reifenfaktor von ca. einer Sekunde heraus, war der Silberpfeil eigentlich das schnellste Auto.

Die Kilometerkrone konnte sich Mercedes auch ohne großes Rechnen sichern. Nico Rosberg fuhr am Vormittag 66 Runden, Hamilton legte nach der Pause noch einmal 89 Umläufe nach – macht insgesamt 155 für das Teamkonto. Rosberg hatte sich mit einer halben Schicht zufrieden gegeben, um seinen Nacken zu schonen. Er muss eine schmerzhafte Nervenentzündung auskurieren und wollte die Belastung nicht übertreiben.

Blickt man nur auf die Leistungen der einzelnen Fahrer, dann geht der Titel für den fleißigsten Piloten an Daniel Ricciardo. 143 Runden schaffte der Australier im Alleingang. Dabei hatte der Tag in der Früh gar nicht optimal begonnen: Weil er sein Auto am Ende der Boxengasse abgewürgt hatte, zückten die Streckenposten die roten Flaggen. Die Mechaniker mussten den RB11 abholen und die ganze Boxengasse zurückschieben.

Mercedes und Red Bull mit Rennsimulation

Am Nachmittag sorgte dann ein Abflug von Carlos Sainz mit dem Toro Rosso für Ärger bei Red Bull. Ricciardo war gerade bei der Halbzeit einer Rennsimulation angelangt, als das Schwesterauto plötzlich in Kurve 9 rückwärts im Kies parkte. Wieder musste die Sitzung - und damit auch die Renndistanz des Australiers - unterbrochen werden.

Neben Ricciardo war parallel auch Lewis Hamilton auf einer Rennsimulation. Da der Mercedes aber stets auf harten Reifen unterwegs war und Red Bull die Reifenfolge soft-medium-medium-soft für das Programm über 66 Runden wählte, war der Zeitenvergleich nur bedingt möglich. Wir wollen trotzdem erwähnen, dass Mercedes im Schnitt der letzten 10 Runden satte 7 Zehntel schneller fuhr als Red Bull.

McLaren schafft 59 Runden

Positive Signale gab es auch von McLaren. Fernando Alonso schaffte zur Freude der Zuschauer immerhin 59 Runden. Damit lag der Spanier zwar immer noch am Ende der Kilometerwertung, aber so weit hatte es der MP4-30 noch nie an einem Tag geschafft. Am Wochenende soll es noch besser werden, wenn endlich eine überarbeitete Dichtung im MGU-K-System eingebaut wird. Angeblich wurde das Hybrid-System im Honda-Renner am Freitag nicht voll belastet, um keine Schäden zu riskieren.

Die besten Bilder des Tages können Sie sich noch einmal in unserer Galerie anschauen. Unter anderem zeigen wir, welche unterschiedlichen Mess-Apparaturen die Teams zum Sammeln von Aerodynamik-Daten an die Autos geschraubt haben.

FahrerTeamZeit / RückstandRunden
1. Daniel RicciardoRed Bull1:24.574 Min.142
2. Kimi RäikkönenFerrari+ 0.010 Sek.90
3. Felipe MassaWilliams+ 0.09888
4. Sergio PerezForce India+ 0.128121
5. Lewis HamiltonMercedes+ 0.34989
6. Nico RosbergMercedes+ 0.98266
7. Fernando AlonsoMcLaren+ 1.38759
8. Jolyon PalmerLotus+ 1.70677
9. Marcus EricssonSauber+ 2.770113
10. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 4.371100
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