Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

F1 Test Barcelona 2015 (Ergebnis Tag 4)

Alonso-Crash und Grosjean-Bestzeit

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1-Test - Barcelona - 22. Februar 2015 Foto: xpb 116 Bilder

Die Testwoche von Barcelona endete mit einem Knalleffekt. Fernando Alonso kam mit seinem McLaren von der Strecke ab und verbringt die Nacht im Krankenhaus. Die absolute Wochenbestzeit setzte Romain Grosjean. Heimlicher Gewinner ist aber Mercedes.

22.02.2015 Tobias Grüner

McLaren schreibt weiter die Negativ-Schlagzeilen des Testwinters. Am Freitag startete das Honda-Team zunächst mit knapp 2 Stunden Verspätung in den Tag. Kaum schien das Auto mal konstant zu laufen, war der Spaß auch schon wieder vorbei. Eine gute Viertelstunde vor der Mittagspause stand Fernando Alonso plötzlich parallel an der Mauer innen in Kurve 3.

Mysteriöser Alonso-Crash sorgt für Spekulationen

Zunächst war unklar, was passiert war. Erst als der Krankenwagen zur Unfallstelle gerufen wurde, begann das große Zittern. Erst nach einem Besuch im Medical Center an der Strecke gab es leichte Entwarnung. Der Crash-Pilot war bei Bewusstsein. Per Helikopter ging es weiter ins Krankenhaus, wo der Patient komplett durchgecheckt wurde. Dabei konnte keine Verletzung festgestellt werden. Trotzdem entschieden die Ärzte, den Spanier über Nacht zur Überwachung auf der Krankenstation zu behalten.

Wie es zu dem seltsamen Crash kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Da auch McLaren selbst nichts zur Aufklärung beitragen konnte, wurden viele Theorien gesponnen. Im Verdacht stehen entweder ein Technik-Defekt oder eine körperliche Schwäche des Piloten. Klar scheint nur: Der Unfall bei vergleichsweise geringer Geschwindigkeit an einer ungewöhnlichen Stelle war nicht mit einem normalen Fahrfehler zu erklären.

Nach dem Alonso-Crash schmiss auch noch der zweite Spanier sein Auto in die Bande. In Kurve 3 verlor der Toro Rosso-Pilot die Kontrolle. Der Ausrutscher endete im Reifenstapel. Auch Carlos Sainz musste kurz zum Besuch ins Medical Center, wurde aber schnell wieder entlassen. Auf den eigenen Beinen spazierte der Rookie von den Ärzten zum Toro Rosso-Motorhome.

Grosjean mit Wochenbestzeit auf Supersoft

Angesichts der Unfälle gerieten die sportlichen Leistungen auf der Strecke fast ein wenig in den Hintergrund. Die Bestzeit sicherte sich wie schon am Vortag ein Lotus-Pilot. Romain Grosjean drehte in 1:24.067 Minuten die schnellste Runde der gesamten Barcelona-Testwoche. Auf Supersofts war der Franzose zweieinhalb Zehntel schneller als Nico Rosberg im Mercedes.

Dabei dürfen wir jedoch nicht unerwähnt lassen, dass Rosberg seine Runde auf gebrauchten Medium-Gummis gedreht hat. Die deutlich härteren Gummis sind in der Theorie anderthalb Sekunden langsamer. Außerdem fuhr Rosberg bei seinem schnellen Run 7 Runden am Stück, während Grosjean nur 4 Runden unterwegs war.

Auch in Sachen Kilometerleistung fuhr Mercedes wieder vorne weg. Mit 131 Runden sicherte sich Rosberg die Spitzenposition, obwohl er sich in der Früh einen Ausrutscher ins Kiesbett leistete. Dabei wurde das Auto zum Glück nicht beschädigt. Rang 2 in der Distanzwertung ging an Valtteri Bottas im Williams. Dank einer Rennsimulation kam der Finne auf insgesamt 129 Runden.

Auch Grosjean startete am Nachmittag eine Grand Prix-Distanz, brach die Übung aber nach dem Toro Rosso-Crash ab. Obwohl sich Lotus anschließend auf kurze schnelle Runs verlegte, hielt der Rundenzähler erst bei 111 an. Der vierte Pilot im 100er Club war Danil Kvyat. Mit 104 Umläufen und Rang 3 im Zeitenklassement hinterließ der Russe einen guten Eindruck. Er fuhr seine schnellste Runde übrigens auf Soft-Reifen.

Technik-Probleme bei Vettel und Hülkenberg

Auch Sebastian Vettel war am Sonntag im Einsatz. Ein technisches Problem reduzierte das Programm am Nachmittag allerdings. Auf Bestzeitenjagd ging der Heppenheimer auch nicht. Mit nur 76 Runden und einem Rückstand von 2,2 Sekunden auf die Grosjean blieb Vettel sowohl in der Distanzwertung als auch im Zeitenklassement nur ein Platz im hinteren Mittelfeld.

Das gleiche müssen wir leider auch für Nico Hülkenberg sagen. 36 Runden reichten für den Rheinländer beim ersten Auftritt in dieser Saison wohl nicht, um sich den Winterrost aus den Knochen zu fahren. Am Nachmittag sorgte der Force India-Pilot mit einem Antriebsschaden für eine von vielen Unterbrechungen.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Bilder des aufregenden Testfinales.

FahrerTeamZeit / RückstandRunden
1. Romain GrosjeanLotus1:24.067 Min.111
2. Nico RosbergMercedes+ 0.254 Sek.131
3. Daniil KvyatRed Bull+ 0.874104
4. Felipe NasrSauber+ 0.88973
5. Valtteri BottasWilliams+ 1.278129
6. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 1.53788
7. Sebastian VettelFerrari+ 2.24576
8. Nico HülkenbergForce India+ 2.52436
9. Fernando AlonsoMcLaren+ 3.88920
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden