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Formel 1-Test Barcelona

Erstes Wiedersehen mit Alonso

Sebastian Vettel Test Jerez 2013 Foto: Red Bull 22 Bilder

Zweieinhalb Monate hatten Sebastian Vettel und Fernando Alonso Zeit, ihr dramatisches WM-Finale von Sao Paulo zu verarbeiten. Am Dienstag (19.2.2013) treffen sich die beiden Dauerrivalen auf der Rennstrecke erstmals wieder. Und das in Spanien, der Heimat des Ferrari-Stars.

18.02.2013 dpa

Weniger als einen Monat vor dem WM-Start liefern sich Sebastian Vettel und sein Erzrivale Fernando Alonso das erste Duell. Nach fast 1.000 Kilometern auf dem Rad und knapp 100 Kilometern in Laufschuhen fühlt sich Ferrari-Star Alonso bereit, den deutschen Dominator bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya im Formel-1-Auto herauszufordern.

Vettel und Alonso gemeinsam auf der Strecke

Gleich an drei von vier Testtagen auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona ist Alonso mit dem neuen Ferrari F138 unterwegs. Am Dienstag und Mittwoch wird er dabei wohl auch ein paar Mal seinem Dauerrivalen Vettel über den Weg fahren. Dann kann sich der Ferrari-Pilot selbst einen ersten Eindruck von dessen neuen RB9 machen.

Im Gegensatz zu Alonso hatte Vettel schon die ersten Testfahrten in Jerez de la Frontera genutzt. Der erste Eindruck passte. Der Champion sprach von einer deutlichen Verbesserung des neuen Rennwagens im Vergleich zum Vorjahresmodell.

Ob F138 oder RB9 - mitentscheidend im erneuten Kampf um den WM-Titel ist für Vettel aber noch etwas anderes. "Das letzte Quäntchen wird im Kopf entschieden", sagte er in einem aktuellen "Spiegel"-Interview. Die Qualität unter den Fahrern schätzt Vettel relativ ähnlich ein. "Uns Formel-1-Piloten unterscheidet gar nicht so sehr das Talent voneinander. Niemand hat seinen Platz in einem Preisausschreiben gewonnen, Rennfahren können wir alle", betonte Vettel.

Vettel taucht ab

Damit er selbst in den entscheidenden Momenten geistig voll da sein, braucht und nimmt sich der 25-Jährige seine Auszeiten. Für ihn sei es Alltag, in Hotels zu übernachten oder im Flieger zu sitzen. "Darum sehne ich mich nach Ruhe", gab Vettel zu. Dies weiß auch  sein Arbeitgeber und gibt ihm diesen Freiraum. "Anders könnte er diese mentale Stärke nicht haben", hatte Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko bereits einmal betont.

So war Vettel nach seinem WM-Triumph und der Ehrung mit Pokalübergabe regelrecht abgetaucht. Vom jüngsten dreimaligen Weltmeister der Formel-1-Geschichte war so gut wie nichts zu sehen, zu hören und zu lesen. "Ich sehe keinen Sinn darin, mich in jeder Minute der Welt mitzuteilen", erklärte Vettel seine generelle Abneigung gegen soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter: "Es macht mich einfach nicht an."

Alonso meldet sich per Twitter

Im Gegensatz zu Alonso, der am Wochenende fix noch seine dreiwöchige Trainingsbilanz twitterte: "936 Kilometer Rad - 91 Kilometer Laufen - Schwimmen 8 Stunden - Fitnessstudio 7 Stunden - 14 Stunden Verschiedenes (Ski, Tennis, Fußball, etc.)."

86 Tage nach dem dramatischen Finale in Sao Paulo kommt es von Dienstag an erstmals wieder zum Kräftemessen auf vier Rädern zwischen Vettel und Alonso. Der Heppenheimer bereitete sich nicht weniger intensiv und akribisch darauf und auf die Saison vor, die am 17. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne beginnt. Nur teilt er es nicht mit.

Mit unserem Live-Ticker aus Barcelona verpassen Sie nichts, wenn Alonso und Vettel am Dienstag (19.2.2013) erstmals gemeinsam auf der Strecke unterwegs sind.

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