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F1-Test Barcelona - Tag 2

Hülkenberg-Bestzeit in Barcelona

Formel 1-Test, Barcelona, 22.2.2012, Nico Hülkenberg, Force India Foto: xpb 112 Bilder

Nico Hülkenberg hat seinen starken Eindruck auch am zweiten Testtag von Barcelona bestätigt. Der Force India-Pilot fuhr vor Sergio Perez im Sauber und Weltmeister Sebastian Vettel die Bestzeit. Bei Mercedes gab es schon wieder größere Zuverlässigkeitsprobleme.

22.02.2012 Tobias Grüner

Force India entwickelt sich immer mehr zu einem Geheimtipp für die neue Formel 1-Saison. Nach der zweitschnellsten Runde am Dienstag stand Nico Hülkenberg am Mittwoch (22.2.) erstmals ganz vorne im Klassement. Mit supersoften Reifen fuhr der Rheinländer kurz vor der Mittagspause eine 1:22.608 Min. - so schnell war in diesem Jahr noch niemand auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona unterwegs.

"Ich hätte sogar noch schneller gekonnt", grinste "Hülk" in der Pause. "Leider ist mir Nico Rosberg in der ersten Kurve vor die Nase gefahren. Er ist gerade aus der Box rausgekommen und stand mir ein bisschen im Weg." Der Force India-Pilot setzte seine Bestzeit im Rahmen eines Fünf-Runden-Stints. Unter Qualifying-Bedingungen wären ohne die fünf Kilo Extrasprit sicher noch mindestens zwei Zehntel drin.

Die Konkurrenz sollte das kleine Privatteam aus Silverstone nicht unterschätzen. Der neue Force India ist nicht nur schnell sondern auch zuverlässig. 112 Runden spulte Hülkenberg am zweiten Testtag ab - fast zwei Grand Prix-Distanzen. Nur Lewis Hamilton war mit 121 Runden auf dem 4,6 Kilometer langen Kurs noch fleißiger.

Perez verpasst Hülkenberg-Zeit nur knapp

Hülkenberg packte am Mittwoch aber nicht als einziger Pilot die neuen Pirelli Supersoft-Reifen aus. Auch bei Sauber ging man kurz vor der Mittagspause mit dem extraklebrigen Gummi auf Zeitenjagd. Dabei verpasste Sergio Perez die Hülk-Vorgabe nur um vier Hundertstel. Die Rennsimulation am Nachmittag wurde allerdings abgesagt. Ein Problem mit dem Auspuff sorgte nicht nur für einen ungewöhnlichen Motorsound, sondern auch für eine kleine Reparaturpause.

Auch Sebastian Vettels Red Bull musste repariert werden. Am Vormittag legte ein Getriebeproblem den RB8 für knapp zwei Stunden lahm. Trotzdem konnte der Weltmeister noch ein paar schnelle Runden drehen. Vettel setzte mit 1:22.891 Minuten die drittschnellste Zeit des Tages. Dabei hatte der Red Bull allerdings die im Vergleich zum Supersoft zwei Stufen härteren Medium-Reifen aufgeschnallt. Da ist also noch Luft drin beim Champion.

Vettel simuliert komplettes Grand Prix-Rennen

Am Nachmittag stand für Vettel eine komplette Rennsimulation auf dem Plan. Das Auto hielt die 66 Runden problemlos durch. Nur beim ersten Boxenstopp hakte die Radmutter hinten links, was den Reifenwechsel eine halbe Minute verlängerte. In Melbourne sollte das den Mechanikern besser nicht passieren. Vettel spulte das simulierte Rennen mit konstant schnellen Rundenzeiten ab. Sogar eine Safety-Car-Phase über zwei Runden baute der Deutsche ein. Einige im Fahrerlager scherzten, dass am Ende nur der erhobene Zeigefinger und die Champagnerdusche fehlte.

Bei Ferrari scheint man aktuell dagegen weit vom Champagner entfernt zu sein. Die viertbeste Zeit des Tages von Fernando Alonso konnte nicht über einige Probleme hinwegtäuschen. Am neuen F2012 wurde wieder jede Menge umgebaut. Vor allem am Nachmittag sorgte die Technik für ein reduziertes Programm. Die persönliche Bestzeit, die eine halbe Sekunde hinter der Hülkenberg-Runde lag, wurde erst in den letzten Minuten des Tages auf den Supersoft-Reifen erzielt.

Toro Rosso-Technik zeigt sich anfällig

Probleme gab es auch beim Ferrari-Kundenteam Toro Rosso. Daniel Ricciardo sorgte für die beiden einzigen Trainingsunterbrechungen des Tages. In der Früh setzten die Ingenieure einen Benzincheck an. Das Auto rollte geplant ohne Sprit aus. Am Nachmittag blieb der STR7 dann unfreiwillig am Boxenausgang stehen. Das Programm musste vorzeitig beendet werden. Mit 50 Runden war Ricciardo in der Kilometerwertung ganz hinten. Im Zeitenklassement rangierte der Australier dank einer schnellen Runde auf Supersoft-Reifen immerhin auf Platz fünf.

Der neue McLaren läuft dagegen wie ein Uhrwerk. Lewis Hamilton spulte am Nachmittag einen Longrun nach dem anderen ab und überzeugte dabei mit konstanten Zeiten. Am Ende standen 121 Umläufe auf dem Rundenzähler. Auf die Jagd nach der absoluten Bestzeit mit supersoften Reifen verzichtete das Team am Mittwoch. Der Rückstand von mehr als einer Sekunde ist somit nicht sehr aussagekräftig.

Mercedes erneut mit Problem am Nachmittag

Auch bei Mercedes verzichtete man auf schnelle Runden. Am Nachmittag verzichtete man sogar komplett auf Runden - allerdings unfreiwillig. Ein Ölleck am Getriebe legte den Silberpfeil vorzeitig lahm. Nach dem Hydraulik-Problem am Dienstag trat damit nun schon der zweite größere Defekt am Neuwagen auf. Vor dem Technik-Schlamassel hatte Nico Rosberg immerhin 82 Runden abgespult. Die beste Zeit lag dabei knapp zwei Sekunden hinter Hülkenberg.

Bei Caterham konnten die Fans am Mittwoch zum ersten Mal Vitaly Petrov im Cockpit beobachten. Nachdem in der Früh noch die Bremsen und das Lenkrad auf die Bedürfnisse des ehemaligen Renault-Piloten angepasst wurden, kam der Russe später immerhin noch auf 69 Runden. Im Zeitenklassement landete er am Ende auf Rang neun zwischen Williams-Ersatzmann Valtteri Bottas und Marussia-Rookie Charles Pic.

Die besten Bilder des Tages finden Sie in unserer großen Fotogalerie. auto motor und sport berichtet am Donnerstag, 23.2. ab 8.45 Uhr im Formel 1 Live-Ticker direkt von den Testfahrten in Barcelona.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Nico HülkenbergForce India1:22.608 Min.112
2. Sergio PerezSauber+ 0.04085
3. Sebastian VettelRed Bull+ 0.283104
4. Fernando AlonsoFerrari+ 0.57287
5. Daniel RicciardoToro Rosso+ 1.03150
6. Lewis HamiltonMcLaren+ 1.198121
7. Nico RosbergMercedes GP+ 1.94782
8. Valtteri BottasWilliams+ 3.130117
9. Vitaly PetrovCaterham+ 3.99769
10. Charles PicMarussia+ 4.735109
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