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Formel 1 Test Jerez - Tag 3

Alter Silberpfeil schon wieder vorne

Formel 1-Test, Jerez, 9.2.2012, Sebastian Vettel, Red Bull Foto: Red Bull 94 Bilder

Nico Rosberg hat am dritten Tag des Jerez-Tests die schnellste Runde gedreht. Mit dem 2011er Mercedes fuhr der Deutsche die absolute Wochenbestzeit. Schnellster Neuwagen-Pilot war Romain Grosjean im Lotus.

09.02.2012 Tobias Grüner

Bei Mercedes sollte man sich nicht an den Anblick der Zeitentabellen von Jerez gewöhnen. Die zwei Bestzeiten - erst Schumacher, dann Rosberg - spiegeln sicher nicht das aktuelle Kräfteverhältnis wieder. Der Silberpfeil der Generation 2011 fährt mit seinem angeblasenen Diffusor außer Konkurrenz. Erst wenn der neue W03 in Barcelona debütiert, sollte das Bild etwas klarer werden.

Obwohl Mercedes mit dem Gebrauchtwagen in Jerez angetreten ist, schauten die Technikexperten am Donnerstag ganz genau hin. Bei der ersten Ausfahrt des Tagesschnellsten entdeckten die Adleraugen, dass Mercedes den Test zur Erprobung des Frontflügel-F-Schachts nutzt, der wohl auch im neuen Silberpfeil zum Einsatz kommt. Ansonsten nutzte Rosberg den Tag vor allem für Reifentests.

Lotus schnellstes 2012er Auto

Das schnellste Auto aus der neuen Formel 1-Generation hatte Lotus. Romain Grosjean fuhr bei seinem ersten Auftritt in dieser Woche direkt eine 1:18.419 Minuten. Damit war er fast eine Sekunde schneller als der Rest. Auch wenn Rundenzeiten in dieser Phase mit Vorsicht zu genießen sind, muss man diese Zeit erst einmal fahren.

Ein Zufall war es sicher nicht. In der Früh war der Franzose gleich drei Mal mit dem Medium-Reifen unterwegs und konnte jedes Mal die 1:19er Marke unterbieten. Ganz leer war das schwarz-goldene Auto dabei nicht. Grosjean fuhr jeweils fünf schnelle Runden am Stück.

Vettel mit kleineren Problemen

Auch Weltmeister Sebastian Vettel konnte (oder wollte) bei seinem 2012er Testdebüt die Grosjean-Zeit nicht gefährden. Der Red Bull-Pilot verlor in der Früh etwas Zeit, nachdem die Bremsbalance-Verstellung im Cockpit abgefallen war. "Der Hebel ist momentan nur festgeklebt, bis wir den richtigen Platz dafür gefunden haben", erklärte der Champion. Am Nachmittag fuhr Vettel gleich zwei Longruns über 20 Runden ohne erkennbare technische Probleme.

Hinter Vettel fuhr Hamilton die viertschnellste Zeit. Der Engländer war dabei gleich schneller als Teamkollegen Jenson Button an den beiden Tagen zuvor. Auch Toro Rosso-Rookie Jean-Eric Vergne hinterließ bei seinem ersten Auftritt in dieser Woche einen guten Eindruck. Er blieb ebenfalls unter der 1:20er Marke.

Sauber und Ferrari mit Reparatur-Pause

Dieses Kunststück schaffte auch der sechstplatzierte Sergio Perez im Sauber. Trotzdem dürfte der Mexikaner nicht ganz zufrieden sein. Die Ingenieure hatten ein großes Update-Paket ans Auto montiert. Doch der Wechsel des Ölfilters am Getriebe kostete viel Zeit. Perez kam nur auf 48 Runden.

Auch bei Ferrari lief wieder einmal nicht alles perfekt. Hier spielte die Hydraulik verrückt. Die vielen spanischen Fans an der Strecke bekamen zunächst nicht viel von Fernando Alonso zu sehen. Erst am Nachmittag ließ sich der zweifache Weltmeister öfter blicken. Dabei fuhr der Ferrari aber zumeist relativ langsam um Messdaten zu sammeln. So blieb am Ende nur die siebtbeste Zeit.

Hülkenberg tatenlos nach Bianchi-Crash

Den größten Ärger gab es am Donnerstag (9.2.) bei Force India. In seiner zweiten Runde schmiss Testfahrer Jules Bianchi das Auto in die Bande. Er hatte in Kurve sechs einfach zu viel Gas gegeben. Eigentlich sollte Nico Hülkenberg am Nachmittag fahren. Doch daraus wurde nichts. Es fehlte ein wichtiges Ersatzteil für die Bremse. Das kam aber erst um 17 Uhr mit dem Flieger aus England. So muss "Hülk" bis Freitag mit seinem Debüt im VJM05 warten.

Auch Caterham-Testfahrer Giedo van der Garde leistete sich einen Ausrutscher. Der fliegende Holländer buddelte sich in der letzten Teststunde ins Kiesbett ein. Das Auto blieb allerdings unbeschädigt. Die Kilometerkrone ging am Donnerstag überraschend an Bruno Senna. Der Williams-Pilot legte 125 Runden zurück. Nico Rosberg (118) und Romain Grosjean (117) landeten ebenfalls im dreistelligen Bereich.

Die Bilder des Tages gibt es in unserer Fotogalerie. auto motor und sport wird Sie auch am Freitag den 10.2. per Live-Ticker ab 8.45 Uhr aus Jerez über das Geschehen auf der Strecke informieren.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Nico RosbergMercedes1:17.613 Min.118
2. Romain GrosjeanLotus+ 0.806117
3. Sebastian VettelRed Bull+ 1.68496
4. Lewis HamiltonMcLaren+ 1.85180
5. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 2.12179
6. Sergio PerezSauber+ 2.15748
7. Fernando AlonsoFerrari+ 2.79967
8. Bruno SennaWilliams+ 3.680125
9. Guido van der GardeCaterham+ 5.71174
10. Jules BianchiForce Indiakeine Zeit2
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