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F1-Test Jerez 3

McLaren und Red Bull auf Augenhöhe

Lewis Hamilton Foto: dpa 27 Bilder

Bei optimalen Bedingungen konnten die fünf F1-Teams in Jerez am Donnerstag (12.2.) ihr Testprogramm fortsetzen. Sebastian Vettel fuhr dabei fast genauso schnell wie Weltmeister Lewis Hamilton.

12.02.2009 Tobias Grüner

Während in Bahrain weiter die Sandstürme wüten, konnten die fünf in Europa gebliebenen Teams ihr Programm wie geplant durchziehen. Bei strahlendem Sonnenschein und Lufttemperaturen von rund 17°C Grad fuhr erneut Toro Rosso die Bestzeit. Sebastien Bourdais saß erstmals seit seiner Vertragsverlängerung wieder am Steuer, und spulte mit dem alten Boliden satte 126 Runden ab. Für den Franzosen bestand die Tagesaufgabe in einem Reifenvergleich zwischen den weichen und den harten Bridgestone-Slicks.

Hamilton zufrieden mit dem Neuwagen

Interessanter wird der Vergleich der anderen Autos, die bereits nach 2009er Reglement konstruiert sind. Die Bestzeit bei den Neuwagen konnte wie schon am Vortag McLaren-Mercedes setzen. Mit Lewis Hamilton am Steuer probierte das Silberpfeil-Team vor allem Aero-Teile aus und konzentrierte sich am Nachmittag auf Longruns. "Beim heutigen Test hatte ich erstmals die Möglichkeit, den MP4-24 in trockenen und warmen Bedingungen zu fahren - und ich bin sehr ermutigt von dem, was ich da spüren konnte", lautete das positive Fazit des Briten.
 
Große Unterschiede zum Weltmeistermodell aus der Vorsaison spüre er trotz der abgespeckten Aerodynamik nicht. "Das Auto fühlt sich stark an und ist dem des Vorjahres sehr ähnlich. Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich an die neuen Knöpfe (für KERS und den verstellbaren Frontflügel) im Cockpit gewöhnt habe." Die wichtigste Aufgabe sei es nun für alle Teams, die Slick-Reifen bis zum ersten Rennen in Melbourne richtig kennenzulernen, so Hamilton.

Vettel knapp hinter dem Champion

Wie schon am Mittwoch war der Silberpfeil mit dem 2008er Heckflügel ausgerüstet, der deutlich breiter und niedriger angebracht ist, als es das neue Reglement vorgibt. Somit ist der knappe Rückstand von Sebastian Vettel umso höher einzuschätzen. Der Red Bull-Pilot lag mit seinem RB5 nur eine Tausendstel hinter der schnellsten Runde des aktuellen Champions.
 
Nach einem Longrun am Vormittag musste das Team einige Schäden an der Karbonhülle reparieren. Trotzdem habe man am Nachmittag noch produktive Arbeit an der Aerodynamik und dem mechanischen Setup durchführen können, ließ Red Bull am Abend verlauten. Auch Williams-Pilot Kazuki Nakajima konnte den Tag als Erfolg abbuchen. Genau wie Vettel legte der Japaner 92 Runden zurück und war in seinem schnellsten Umlauf nur anderthalb Zehntel langsamer als die beiden Konkurrenten vor ihm.

Renault holt auf

Erfreuliches gibt es erstmals auch aus dem Renault-Lager zu berichten. Fernando Alonso war am Donnerstag rund sechs Zehntel schneller als Piquet in den ersten Testsessions und konnte den Rückstand auf die anderen 2009er Teams somit in Grenzen halten. "An meinem ersten kompletten Tag im neuen Auto habe ich viel gelernt. Die ersten beiden Tage waren schwierig für uns, aber heute war es schon besser und das Auto lief gut", äußerte sich der Spanier anschließend zufrieden.

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