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F1-Test Jerez 4

Hamilton kämpft mit Wind und Feuer

Lewis Hamilton Foto: dpa 44 Bilder

Am vierten Testtag in Jerez hatten die Piloten mit starken Windböen zu kämpfen. Weltmeister Lewis Hamilton musste in seinem McLaren allerdings noch eine andere brenzlige Situation überstehen.

04.03.2009 Tobias Grüner

Schon nach wenigen Runden am frühen Morgen wurde Hamilton von einem Brand an der Hinterachse aus dem Cockpit getrieben. Die hinteren Bremsen hatten überhitzt und für ein kleines Feuerchen gesorgt. Da bei dem Zwischenfall die Antriebswelle beschädigt wurde, musste der Champion tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz eine Runde nach der anderen abspulte.

Zu allem Übel behinderten am Nachmittag auch noch starke Winde das Testprogramm. Trotzdem legte Hamilton insgesamt noch 70 Runden zurück, musste dabei aber mit der siebtbesten Zeit von acht Autos leben.

Alonso zufrieden mit der Testwoche

Besser lief es bei Renault-Pilot Fernando Alonso. Der Spanier umrundete den heimischen Circuito de Jerez am Ende 130 Mal und verfehlte den Distanz-Bestwert von Jarno Trulli nur um einen Umlauf. Dafür konnte sich Alonso die Tagesbestzeit gutschreiben lassen, die gut drei Wochen vor Saisonbeginn allerdings noch nicht sehr aussagekräftig ist. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Testergebnis, da wir zwei problemlose Tage mit einem konstant laufenden Auto hinter uns haben", so das Fazit des zweifachen Weltmeisters.
 
Rang zwei in der Tageswertung ging an Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. Das Tagesprogramm des Icemans beinhaltete vor allem Setup-Arbeit und Zuverlässigkeitstests. Dabei ist Stimmung bei der Scuderia nach wie vor positiv, auch wenn es nach Aussage des Finnen noch viel zu tun gibt.

Heidfeld lässt langsam ausrollen

Auch BMW-Sauber hat bis zum Saisonstart noch ein volles Programm Allerdings war der zwischenzeitliche Stopp von Nick Heidfeld mitten auf der Strecke nicht ungeplant: Bei einem so genannten "run out of fuel run" testete das Team, ob die Telemetriedaten mit dem tatsächlichen Füllstand des Tanks übereinstimmten. Am Ende belegte der Mönchengladbacher Rang drei im Tagesklassement.
 
Kilometerfresser Jarno Trulli bestätigte mit Rang vier die gute Frühform des Toyotas. Nach Regen und Sandstürmen bei den letzten Tests haderte der Italiener nun allerdings erneut mit den Naturgewalten: "Der Wind war sehr böig und machte es uns schwer, die richtigen Vergleiche zu ziehen.“ Auch eine geplante Rennsimulation musste wegen Problemen mit der Tankanlage abgesagt werden. "Also haben wir die Zeit dazu genutzt, den Motor mit Kilometern zu belasten und verschiedene Komponenten am Auto zu testen", erklärte Chefingenieur Dieter Gass.

Zweimal Mercedes am Ende

Hinter dem Toyota lief der Red Bull erneut im Mittelfeld ein. Nach der Top-Zeit von Vettel am Sonntag muss Mark Webber wohl mit etwas mehr Sprit im Tank Vorlieb nehmen. "Beim Vorbereitungsprogramm für Melbourne konnten viele Punkte in der Aufgabenliste abgehakt werden", ließ das Team verlauten. Als weitere positive Nachricht gab Webber bekannt, dass er durch seinen Beinbruch nicht mehr behindert wird. Nur mit dem Wind auf der Piste hatte der Australier zu kämpfen.
 
Hinter dem Williams-Pilot Kazuki Nakajima liefen die beiden Mercedes-Teams McLaren und Force India ins Ziel. Mit dem neuen Auto konnte Adrian Sutil immerhin den 1.000. Testkilometer feiern. Interessante Erkenntnisse zog der Deutsche aus einem Reifentest am Nachmittag: "Wir haben die drei weichsten Mischungen ausprobiert und dabei festgestellt, dass sie sich bei Longruns sehr unterschiedlich verhalten. Das größte Problem ist dabei das Graining, das sehr schnell kommt, dann immer schlimmer wird und sich niemals wieder bessert." Allerdings hätten alle Teams die gleichen Probleme, so der Gräfelfinger.

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